Degenkolb Johannes
Geb.: 17.8.1917
Streitwald/Sachsen
Truppenteil:
Diensteintritt 3.11.1937 bei 4./Art.Rgt.46
ab
20.10.40 Stab II./A.R.46
Dienstgrade: *Nov.1940 Leutnant
Auszeichnungen: Sturmabzeichen 12.2.41
Berichte für den Antrag für die Verleihung des
Sturmabzeichens:
Angriff
des I.R.474 auf Teteghem am 2.6.1940 (aus Antrag f.d.Verleihung des
Sturmabzeichens (4./A.R.46)
Der Angriff wurde mit einem
Battl.vom Brückenkopf westl. a´Mou-unleserlich- auf Teteghem vorgetragen.
Hart Südl.les Moeres stieß das Battl. auf heftigen
Widerstand und
erreichte kämpfend als vordere Linie -unleserlich-ser auf der Höhe
südostw.N.D. des Neiges. Die Flanken des Battl.s waren rechts und links
ungedeckt. Am Spätnachmittag führte der Feind mit 10
mittl.Kampfwagen und Infanterie einen Gegenstoß durch der im Feuer der Pak und der schw.Artillerie zusammenbrach.
4./A.R.46 war
dem Battl.als Sturmartillerie zugeteilt. Wachtm.Degenkolb als
Hilfsbeobachter des Vorg.Beob., unterstützte den Angriff des Battl.beim Einbruch
-unleserlich-
Feind und war auch bei der Abwehr des feindlichen Pz.-Angriffes in vorderster
Linie hauptsächlich beteiligt.
Angriff der Vorausabteilung
62.I.Div.auf Taillefontaine am 10.6.1940
Die Vorausabteilung "Major Gabriel", bestehend aus einer Komp. 2cm Flak auf
Selbstfahrlafette, einer Komp.3,7cm Pak und der 4./A.R.46 (s.F.H.) hatte den
Auftrag Taillefontaine
(nördl. Villers Cotterets) zu nehmen. Am frühen Nachmittag des 10.6.40 traten
die leichten Waffen zum Sturm an unterstützt von 4./46, deren Vorg.Beob.den
vordersten zur
Beobachtung geeigneten Punkt bezogen hatte. Er schoß, solange es artilleristisch
möglich war. Wachtm.Degenkolb war als Hilfsbeobachter des Vorg.Beob.eingeteilt.
Angriff
der 62.I.Div.über den Grivette Grund auf Vileeneuve am 11.6.1040
Das Battl., dem die 4./A.R.46 als
Sturmartillerie zugeteilt war, trug seinen Angriff vom Höhenrand am
Grivette Grund über Chateau Collmarce
in Richtung auf den
südl.Talrand am Abend des 11.6.40 vor. Der Feind war in dem stark
durchschnittenen Gelände fest eingebaut und verteidigte sich
zäh. Der
Vorgesch.Beobachter gind mit der Infanterie soweit als möglich war vor
und bot den Feuerschutz bis zum Einbruch der Dunkelheit.
WachtmDegenkolb war as Hilfsbeobachter des Vorg.Beob.eingeteilt.
Fortsetzung des Angriffs
der 62.I.Div.bis Rosoy am 12.6.1040 (aus Antrag f.d.Verleihung des
Sturmabzeichens (4./A.R.46)
Am Nachmittag des 12.6.1940 trat
das Battl., dem die 4./A.R.46 als Artillerie zugeteilt war, über den
Bahndamm im Grivette-Grund zum Sturm auf
Boullare-Rosoy an. Die
vorderste Kompanie der sich der Vorg.Beob.angeschlossen hatte, kam bis
auf die Höhe westlich -unleserlich- vor.
Plötzlich legte der Feind,
der sich hauptsächlich in Boullare verschanzt hatte, heftiges Feuer aus
leichten und schweren Infanteriewaffen auf die
eingebrochene Kompanie.
Der Vorg.Beob.schoß aus gedeckter Stellung auf Boullare und schaltete
damit die verhängnisvolle Flankierung aus. Der
sodann fortgesetzte
Angriff wurde vom Vorg.Beob.bis zu dem erreichten Tagesziel hart
nördlich Rosoy begleitet. Auch an diesem Tag war Wachtm.
Degenkolb
als Hilfsbeobachter des Vorg.Beob.tätig.
Aussage Anton Schelshorn
Das
I.R.474 griff am Morgen des 2.6.40 die feindliche Stellung vor Teteghem
an.Ich war als Funker beim Vorg.Beob.den der damalige Wachtmeister
Degenkolb als
Hilfsbeobachter zugeteilt war. Südlich von les Moeres
stießen wir auf starken feindlichen Widerstand und erreichten mit den
vordersten Infanterieteilen die
vorderen Häuser der Höhe südostw.N.-unleserlich-des
Neiges. Ein Btl.des I.R.474 bei dem wir uns befanden hatte einen Keil in
die feindliche Front getrieben. Am
Spätnachmittag unternahm der
Gegner einen Gegenstoß unterstützt von 10 mittl.Panzern und starken
Infanteriekräften. Der Vorg.Beob.unterstützte durch gutliegendes
Feuer die eigene Infanterie wodurch der Gegenangriff zum Stehen kam. 2
der fdl.Panzer wurden ausser Gefecht gesetzt.
Aussage Gareis Arthur
a) Am 10.6.40 befand ich mich als Funktruppführer beim
Vorg.Beobachter, dessen Hilfsbeobachter der damalige Wachtmeister Degenkolb war.
Am Nachmittag des 10.6.40 traten
die leichten Waffen zum Sturm an. Ihr Vorgehen wurde unterstützt
durch Artillerie, deren Vorg.Beobachter von den vordersten zur Beobachtung
geeigneten Punkt das
Feuer leitete. Unsere B-Stelle lag dauernd unter Artillerie-Beschuß.
Mit der Infanterie gingen wir bis nach Mortefontaine vor, von wo aus wir das
weitere Vorgehen solange
als möglich unterstützten.
b) Am 12.6.40 war der damalige Wachtmeister Degenkolb Hilfsbeobachter des
Vorg.Beob.bei dem Dturm auf Boullare Rosoy. Wir hatten uns der vordersten
Kompanie angeschlossen.
Der Feind hatte sich in Boullare verschanzt und legte starkes Feuer
leichter und schwerer Waffen auf die eingebrochene Kompanie. Aus ungedeckter
Stellung bekämpfte der
Vorg.Beobachter das starke Feuer aus der
Flanke. Der Angriff wurde daraufhin weiter fortgesetzt bis hart nördlich Rosoy.