Lenhard Kurt
Geb.:
Truppenteil:
Dienstgrade: *Jun 40 Oberleutnant
Auszeichnungen: 12.2.41 Sturmabzeichen
Berichte für den Antrag für die Verleihung des
Sturmabzeichens:
Angriff
des I.R.474 auf Teteghem am 2.6.1940 (aus Antrag f.d.Verleihung des
Sturmabzeichens (4./A.R.46)
Der Angriff wurde mit einem
Battl.vom Brückenkopf westl. a´Mou-unleserlich- auf Teteghem vorgetragen.
Haert Südl.les Moeres stieß das Battl. auf heftigen
Widerstand und
erreichte kämpfend als vordere Linie -unleserlich-ser auf der Höhe
südostw.N.D. des Neiges. Angriffsziel des I.R.474, dem Oblt.Lenhard mit
seiner
Batterie zugeteilt war, war die Erweiterung des Brückenkopfes westlich
Pt.a-unleserlich- und anschließend die Einnahme von Teteghem. Durch seine in
vorderster
Linie liegende B-Stelle, die dauernd unter Artl.-und M.G.-Feuer lag, konnt
Oblt.Lenhard eine fdl.B-Stelle erfolgreich
bekämpfen. Durch weitere Zerstörung von befestigten
Häusern und M.G.-Nestern wurde die Infanterie
wesentlich unterstützt, und konnte so den Brückenkopf erweitern, daß schwere
Infanteriekräfte übersetzen konnten.
Obltn.Lenhard begleitete den Angriff noch bis auf die südostwärts N.D. des
Neiges, wobei heftiges feindliches Feuer das Vorgehen behinderte. Auf die
Nachricht vom
Beschuss der Feuerstellung durch feindliche Artillerie ging Obltn.Lenhard zurück
und übergab den Feuerschutz dem Vorg.Beob.Ltn.v.Bray.
Angriff
der Vorausabteilung "Major Gabriel" 62.I.Div.auf Mortefontaine am 10.6.1940
und Taillefontaine (aus Antrag f.d.Verleihung des
Sturmabzeichens (4./A.R.46)
Die Vorausabgteilung "Major
Gabriel" betand aus 1 Komp.2cm Flak, 1 Kp.3,7cm Pak und der 4./A.R.46
(S.F.H.). Nach dem Übergang über die Aisne stieß sie auf härtesten
Widerstand, außerdem bedrohten starke Kräfte die rechte Flanke aus dem
Wald von Compiegne die Vorausabteilung. Im völlig ungesicherten Gelände
und unter stetiger
Feindeinwirkung bezog Obltn.Lenhard eine geeignete
B-Stelle und konnte den Gegner solange zurückhalten bis 2cm Flak-Kräfte
den auf kürzeste Entfernung
herangekommenen Gegner endgültig
zurückschlagen konnten. Nur durch dieses entschlossene Handeln konnte
die gesamte Vorausabteilung vor Verlusten bewahrt werden und
ihren Auftrag
erfüllen.
Weiterer Bericht:
Am Abend des
11.6.setzten Teile der 62.I.D. zu-unleserlich- über den befestigten
Grivette-Grund an. Mit seiner B-Stelle den Angriff begleitend, kämpfte
Oblt.Lenhard mehrere eing-unleserlich- Widerstandsnester nieder,
sodaß die eigenen Kräfte den jenseitigen Talgrund erreichen.
Vorstoß
der II./SS-"Deutschland" südl.Arthonay (aus Antrag f.d.Verleihung des
Sturmabzeichens (4./A.R.46)
Die 4./A.R.46 befand sich im
Verband der II./SS-Deutschland auf dem Marsch südlich Arthonay. Als die
Spitze auf harten Widerstand
stieß, ließ Oblt.Lenhard die Batterie in
Stellung gehen und ging selbst in die vorderste Linie, wo er sich am
Infanterie-Kampf
beteiligte und durch gutliegendes Artl.-Feuer
feindl.Kolonnen Verluste beifügen konnte. Inzwischen wurde die
Feuerstellung
angegriffen -unleserlich- sofort zurückeilend, gelang
es ihm diesen Angriff abzuwehren und mehrere Gefangene zu machen.
Aussage Degenkolb Johannes
Ich war am 2.6.40 dem Vorg.Beobachter als Hlfsbeobachter zugeteilt. Da unsere
Haupt-Beobachtungsstelle in vorderster Linie lag, begleitet Obltn.Lenhard den
Angriff der Infanterie selbst. Schon auf der im freien Gelände liegenden
Haupt-B-Stelle hatten wir starkes fdl.Feuer.
Auch beim Fortschreiten des Angriffs der in dem
überschwemmten Gelände nur auf einem schmalen Landstreifen vorgetragen werden
konnte, war die feindliche Gegenwehr sehr stark. Bis zum Höhenrücken südostwärts
-unleserlich-
N.D. des Neiges ging Obltn.Lenhard mit dem V.B.bei der vordersten Kompanie mit,
um dann den Feuerschutz dem Lt.v.Bray zu übergeben.
Die Vorausabteilung "Major Gabriel" stieß am 10.6.
südlich Vic sur Aisne keilförmig in einen starken Feind-unleserlich- wurde aus
dem Wald von Compiegne in der rechten
Flanke bedroht. Ich war der Verbindungsmann zwischen Kommandeur der
Vorausabteilung und Oblt.Lenhard. Da die übrigen Kräfte frontal gebunden waren,
wurde die Batterie zum
Schutz der Flanke eingesetzt. Oblt.Lenhard bezog in Feindeinwirkung liegendem
Gelände eine geeignete B-Stelle. Der Feind griff mit starken Kräften an. Durch
das von Oblt.
Lenhard geleitete Feuer wurde der Angriff zum Stehen gebracht. Auf unsere bald
erkannte B-Stelle legte der Feind heftiges Feuer, unter dessen Schutz sich die
feindlichen
heranzuarbeiten versuchten. Obltn.Lenhard
konnte auch das weitere Vordringen durch
entschlossenes Handeln solange zu verhindern, bis 2cm Flakkräfte den Feind
endgütlig
zurückschlagen konnte.
Am Abend des 11.6.40 setzten Teile der 63.I.D. zum
Angriff über den befestigten Grivette-Grund an. -unleserlich- des
unübersichtlichen Geländes begleitete Obltn. Lenhard
selbst mit dem V.B.-Trupp den Angriff. Ich war ihm als Hilfsbeobachter zugeteilt.
Beim Vorgehen mit der Spitzenkompanie bekamen wir von gutversteckten schw.Waffen
heftiges Feuer. Ohne ihre Niederkämpfung konnte der Angriff fortgesetzt werden.
Um sie bekämpfen zu können -unleserlich- eine offene B-Stelle beziehen, die bald
unter
-unleserlich- Feuer lag. Trotzdem zerstörte Oblt.Lenhard -unleserlich-
eingebaute Widerstandsnester, bis die eigenen Kräfte -unleserlich- in Fluß kamen.
Dann übergab der
den Feuerschutz dem Lt.v.Bray mit dem ich den Angriff weiter begeleitete.
Die Batterie von Oblt.Lenhard bildete südl.Arthonay mit der II/SS Deutschland
eine eigene Kampfgruppe. Ich war dem Btl.-Kdr.als Verbindungsmann zugetgeilt.
Als die Spitze
des Batl.auf harten Widerstand stieß, wurde Linie bezogen. Aus der rechten
Flanke hervorbrechende Inf.wurde von Oblt.Lenhard zurückgeworfen. Gut sichtbare
fdl. Kolonnen
wurden durch mehrere Feuerüberfälle zersprengt und dadurch das Fortschreiten des
Angriffs ermöglicht.