| Kriegstagebuch Januar 1944 | |
| 19.1.1944 | KTB 9.Armee. Am Südflügel der Armee beginnt sich die Überlegenheit des Feindes gegenüber der eigenen durch die harten Kämpfe stark beanspruchten Truppe mehr und mehr bemerkbar zu machen. Sehr ungünstig wirkt sich die geländebedingte Unmöglichkeit eines vollen Einsatzes der Artillerie aus, die ja sonst - angesichts der geringen infanteristischen Starken - den wesentlichen Faktor der deutschen Abwehr zu bilden pflegt. Zu häufigem Stellungswechseln gezwungen vermag sie in dem unübersichtlichen Waldgelände den Grenadieren, die gegenüber dem zahlenmäßig weit überlegenen Gegner einen schweren Stand haben, nur wenig zu helfen. Der geplante eigene Gegenangriff bei Rossowo, das seit gestern 11 mal den Besitzer gewechselt hat, muß aufgegeben werden (s.Anl. IV 1), da neben den bisher schon im Kampf um den Ort eingetretenen Ausfällen die für den Angriff noch zu erwartenden Verluste in keinem Verhältnis zu dem erstrebten Erfolg stehen würden. Der Oberbefehlshaber befiehlt deshalb, in einer brauchbaren Linie zur Verteidigung überzugehen (OB/Ia, 9.50 Uhr). Im Abschnitt der 36.I.D., an der Stelle, wo seinerzeit die nicht gelungene Schließung des "Nikolaus=Kessels zum Aufbau einer Stützpunkt=HKL im Sumpfgebiet nordwestl; Sagorje zwang, sind Feindteile bis an die Straße Tschirkowitschi - Welikij Bor durchgesickert, die sich laufend verstärken. Um einen weiteren Durchstoß zu verhindern, werden Kräfte aus dem Abschnitt Medwedoff freigemacht und zum Gegenangriff gegen den ein gebrochenen Feind eingesetzt. Besonders kritisch entwickelt sich die Lage im Abschnitt des LVI.Pz.K. Hier erzwingt der Feind unter Ausnutzung seines Brückenkopfes den Übergang über die Wischa in breiter Front, nimmt die Orte Ugly und Wischa und nähert sich der Straße Kolki - Osaritschi. Im Wald südlich Krjukowitschi kämpfen an eigenen Teilen nur noch versprengte Gruppen: der Zusammenhang der Front ist bis Teruscha unterbrochen (KG LVI/Chef, 15.55 Uhr). Es besteht, um ihn wiederherzustellen, nur die Möglichkeit, aus dem Upa=Abschnitt zwischen Kaplitschi und Krotoff starke Kräfte herauszulösen und sie dem Feind, der nach Westen und Norden weiter vorstößt, vorzulegen. Da jedoch dadurch die Upa-Pront so geschwächt werden würde, daß sie zur Abwehr eines stärkeren Feindangriffs nicht mehr in der Lage wäre, erbittet das AOK auf Antrag des LVI.Pz.K. von der Heeresgruppe die Zuführung von Kräften des rechten Nachbarn zur 4.Pz.Div., um einem Zurückeerfen des rechten Flügels der Division und damit einem Abreißen des Anschlusses zur 2.Armee vorzubeugen (Chef/ Ia H.Gr., 16.45 Uhr). Der Feldmarschall entscheidet, daß die 5.Pz.Div. ein Rgt. in den Abschnitt Kaplitschi - Krotoff stellen soll (s..Anl. V 4), genehmigt das Herausziehen von Teilen der 4.Pz.Div. zur Abriegelung des Einbruchs, fordert aber, daß die Front an der Upa ohne Rücksicht auf den weiter nördlich eingebrochenen Gegner auf alle Fälle an der jetzigen Linie stehenzubleiben habe (FM/ОВ 17.30 Uhr). Die Auffassung des LVI.Pz.K., das (s.dazu Anl. IV 4) darauf hinweist, der doppelte Auftrag, den Einbruch abzuriegeln und gleichzeitig an der Upa=Front festzuhalten, übersteige nicht nur die Kräfte des Korps, sondern werde auch ohne Zweifel sehr bald von der Entwicklung überholt sein, erscheint dem AOK zwar nicht ganz unbegründet, im Hinblick auf den strikten Befehl des Feldmarschalls weist der Oberbefehlshaber jedoch selbst noch einmal ausdrücklich darauf hin, daß die Front zwischen Kaplitschi und Krotoff unter allen Umständen verteidigt werden müsse; die Aufhebung dieses Befehls behält er sich selbst vor (OB/KG LVI, 23.20 Uhr; OB/Chef, 00.20 Uhr; Chef/Ia LVI, 00.25 Uhr). Darüber hinaus aber befiehlt er dem ХХXXI. und LVI.Pz.K. den beschleunigten Ausbau einer Riegelstellung in allgemeiner Linie Myssloff Rog - Nekraschi - Verlauf der Tremlja (s.Anl. IV 6). Auch beim XXXV.A.K. greift der Feind im Abschnitt der 45.I.D. heute erstmalig wieder mit schwächeren Kräften an. Es dürfte sich um einen Begleitstoß zu dem mit der Masse der Verbände südlich der Beresina geführten, auf Bobruisk zielenden Hauptangriff handeln. Seine Wiederholung in den nächsten Tagen erscheint nicht ausgeschlossen (s.Ic=Zwischenmeldung). Der heutige Angriff kann abgewiesen, ein örtlicher Einbruch im Gegenstoß bereinigt werden. Entsprechend dem gestrigen Antrag des AOK befiehlt die Heeresgruppe die Übernahme des Frontabschnittes am Nordflügel der Armee bis einschießlich. Now.Bychoff durch AOK 4 (s.Anl. V 1). Sic soll nach erfolgter Ablösung der dort stehenden Teile der 31.I.D. am 21.1 , 4.00 Uhr erfolgen. Das AOK gibt daraufhin dem LV.A.K. den Befehl, die 110.I.D. (vorerst ohne 1 verst.Rgt.Gruppe) nunmehr abschnittsweise herauszulösen und zum Südflügel der Armee in Marsch zu setzen. (s.Anl. IV 3). Um die ganze Division herauslösen zu können - und das AOK hält den Einsatz auch der zunächst noch beim LV.A.K. zurückbleibenden Rgt.Gruppe am Südflügel für unbedingt erforderlich - wird bei der Heeresgruppe die Übernahme noch eines weiteren Abschnittes der 31.I.D. durch Kräfte der 4.Armee beantragt (s. Anl. V 2). Von der Heeresgruppe ist die Inmarschsetzung der z.Zt. noch beim Pz.AOK 3 befindlichen 129.I.D. in den Raum Bobruisk befohlen worden. Die Division - mit Eintreffen als Heeresgruppenreserve dem AOK 9 unterstellt - soll dort eine kurze Auffrischungszeit durchmachen (s.Anl. V 1). |
| 23.1.1944 | KTB 9.Armee. .... Im Raum Bobruisk sind heute erste Teile der aufzufrischenden 129.I.D. eingetroffen. |
| 29.1.1944 | KTB 9.Armee. Die Kämpfe südlich der Beresina dauern in unverminderter Härte an. Sie stellen die Abwehrkraft der Truppe, die bei dem derzeitigen naßkalten Wetter außer den Kampfverlusten auch sehr starke, zahlenmäßig z.T. sogar überwiegende Ausfälle durch Erkältungskrankheiten aller Art zu verzeichnen hat, auf eine schwere Probe. Beim LVI.Pz.K. setzt der Feind seine Angriffe aus der gestrigen Einbruchsstelle heraus fort und kann erneut Gelände gewinnen. Während die 4.Pz.Div. starke Feindangriffe unter Bereinigung eines örtlichen Einbruchs abwehren, die 35.I.D. sogar durch einen eigenen erfolgreichen Gegenangriff den scharf nachdrängender Feind zeitweilig zurückwerfen kann, wird der bei Gora stehende rechte Flügel der 110.I.D. durch starke Angriffe des Feindes durchbrochen und auf die Linie Cholina - Medwed zurückgeworfen. Hier erst kann nach beiderseits verlustreichen Kämpfen der feindliche Stoß aufgefangen werden. Der Gegner führt laufend Verstärkungen in den Einbruchsraum nach. Gegen Abend meldet das LVI.Pz.K., daß die gespannte Lage in diesem Raum keineswegs seine einzige Sorge für den morgigen Tag sei. S.Qu.-Nachrichten und Luftaufklärungsmeldungen zufolge müsse mit einem unmittelbar bevorstehenden Versuch des Gegners gerechnet werden, durch Umgehung von Kolki von Süden her auf das Westufer der Tremlja zu gelangen. Gleichzeitig seien Fesselungsangriffe gegen die Ostfront des Korps zu erwarten. Ein Gelingen dieser feindlichen Umfassungsаbsicht bedeute aber eine erhebliche Bedrohung der noch ostw. der Kolki=Enge stehenden 4.Pz.Div. denn für den Fall, daß dann ihre Zurücknahme hinter die Tremlja erforderlich werden sollte, sei nur eine einzige für Fahrzeuge geeignete Brücke bei Kolki vorhanden, zu der auch nur ein einziger Fahrdamm führe. Der linke Flügel der 2.Armee stehe aus Geländegründen ohnehin erst bei Ssubischtsche (südwestl.- Kolki befinden sich nur schwache Sicherungen), deshalb bittet das Korps darum, um ein geordnetes Abfließen der 4.Pz.Div. sicherzustellen, sich mit seinem rechten Flügel in der Nacht vom 30./51.1. in die als Stellung vorbereitete Linie Ssubischtsche - Kolki- Ssawin Rog absetzen zu dürfen. Hier glaube man endgültig halten zu können, während ein längeres Verbleiben in der sehr ungünstigen, auf die Dauer unhaltbar jetzigen Linie nicht möglich sein werde (Chef LVI/Chef, 19.50 Uhr). Der Armeechef erklärt dazu, er halte es keineswegs für richtig, die Front der 4.Pz.Div. ohne Feinddruck zurückzunehmen, angesichts der Feinddrohung müsse im Gegenteil deren rechter Flügel auf Kosten der übrigen Front verstärkt werden, damit die Stellungen vorwärts Kolki gehalten werden könnten. Da auch der Gegner z.Zt. an bestimmte Bewegungslinien, gebunden sei, könne man den erwarteten Angriffen von Osten durch Bildung örtlicher Abwehrschwerpunkte an den Straßen-und Wegen sehr wohl begegnen. Im übrigen dürfe man sich erst dann absetzen, wenn der Feinddruck dazu zwinge, denn nur dadurch sei eine Abnutzung der gegnerischen Kräfte zu erzielen. - Die Entscheidung des Oberbefehlshabers über den Antrag lautet aus den gleichen Erwägungen ablehnend; dem LVI.Pz.K. wird, das Halten der jetzigen Stellung unter Verstärkung der Abwehr südlich Kolki befohlen (s.Anl.IV 2). Die Heeresgruppe hat zugesagt, daß auch die 2.Armee ihren linken-Flügel durch Bereitstellung von Eingreifreserven verstärken wird, um der Gefahr eines feindl. Durchbruchs auf der Armeenaht vorzubeugen. - Auch an der Front des XXXXI.Pz.K. kommt es wieder zu harten Kämpfen. Die Angriffe des Gegners können zumeist abgeschlagen, eingebrochene Feindteile im Gegenstoß zurückgeworfen werden. In seinem Angriffsschwerpunkt, bei Kobylschtschina, hat der Feind allerdings einen größeren Einbruch erzielt, dessen Bereinigung trotz mehrfacher, von Sturmgeschützen unterstützter Gegenangriffe noch nicht gelungen ist. Vorereitungen zur Wiederholung des Angriffs mit verstärkten Kräften sind im Gange. Im Hinblick auf die im Laufe der Kämpfe stark abgesunkene Abwehrkraft der Truppe hält das AOK es für notwendig, zur Gewährleistung einer weiteren erfolgreichen Kampfführung die baldige Freigabe der 129.I.D. zum Einsatz im Kampfraum südl. der Beresina bei der Heeresgruppe zu beantragen. Dem AOK ist bekannt, daß die Heeresgruppe an einen Austausch, der 129.I.D. mit der 4.Pz.Div. denkt, es hält diese Lösung jedoch nicht für zweckmäßig, weil nach seiner Ansicht in erster Linie ein feindlicher Durchbruch über Paritschi verhindert und deshalb vor allem das XXXXI.Pz.K. in seiner Kampfkraft gestärkt werden muß. Es wird daher der Heeresgruppe vorgeschlagen, mit der 129.I.D. zunächst die beim XXXXI.Pz.K.im Brennpunkt der Abwehr stehende 36.I.D. abzulösen, sie kurze Zeit aufzufrischen und dann, zur herauslösung der 4.Pz.Div. zu verwenden. Zur sofortigen Verstärkung der 36.I.D. und zur Beschleunigung der späteren Ablösung stellt das AOK ferner den Antrag, schon jetzt da Art.Rgt. der 129.I.D. zusätzlich im Abschnitt der 36.I.D. einsetzen zu dürfen. Der ehemalige Oberbefehlshaber der 9.Armee, Gen.Oberst Model, weilt heute zu einen kurzen Besuch beim AOK. |
| 30.1.1944 | KTB 9.Armee. Der Feind setzt seine schweren Angriffe gegen das LVI.Pz.K. und XXXXI.Pz.K. fort. Der ѵош Gen.Kdo. LVI.Pz.K. am Südflügel des Korps erwartete Angriff bleibt aus. Der Gegner greift vielmehr mit starken Kräften die Mitte der Korpsfront an und erzielt, während seine insbesondere im Abschnitt zwischen Ssawin Rog und Cholina sehr heftigen Angriffe an der zähen Abwehr der eigenen Truppe scheitern, auf der Naht 4.Pz.Div./35.I.D. einen Einbruch, der zum Verlust von Krjuscha und Kurgan führt (Karte 1 : 100 000). Der eigene Gegenangriff bleibt in starkem feindlichen Abwehrfeuer unter hohen eignen Verlusten liegen. Da es darauf ankommt, ein Weiterstoßen des Feindes nördlich der Straßen Kolki - Osaritschi zu verhindern (wodurch die noch vorwärts der Enge stehenden Teile abgeschnitten werden würden), befiehlt das AOK, eine starke Abriegelungsfront zwischen Straße und Tremlja herzustellen, und zwar durch Heranziehung von Kräften aus dem Südteil des Brückenkopfes (s.Anl. IV 11). Der rechte Flügel der 35.I.D. wird hinter die Tremlja zurückgenommen. Beim XXXXI.Pz.K gelingt es, den Einbruch bei Kobylschtschina im wesentlichen zu bereinigen, Der Schwerpunkt der Feindangriffe hat sich heute in den Abschnitt der 36.I.D. verlagert, wo gegen Mittag zwei Divisionen, mit je einem Schtz.Rgt. in Front, zwischen Keltscho und Jaswin unter stärkster Feuerunterstützung durch Artillerie und Granatwerfer zum Angriff antreten. Der Gegner wird unter sehr hohen Verlusten abgewiesen - angesichts der beträchtlichen Unterlegenheit der eigenen Kräfte ein -ausgesprochener Abwehrerfolg. Erneute Bereitstellungen, vor allem ostw. Weltescho, lassen jedoch baldige Wiederaufnahme der Angriffe erwarten. Hinsichtlich des Einsatzes der 129.I.D. ist von Seiten der Heeresgruppe eine Entscheidung noch nicht gefallen. Der Antrag des AOK, das Art.Rgt. der Div. schon jetzt im Abschnitt der 36.I.D. zusätzlich einsetzen zu dürfen, wird dagegen bereits heute genehmigt (Ia H.Gr./ Chef, 10.55 Uhr). Da im Kampfraum südlich der Beresina mit einem Abflauen der sowjetischen Angriffe vorerst nicht zu rechnen ist, hat sich der Oberbefehlshaber zu einem nochmaligen Rückgriff auf Kräfte des XXXV.А.K. zur Gewinnung neuer Reserven entschlossen. Das Korps erhält Befehl, den Rgt.Stab und das I./533 (383.I.D.) aus der Front herauszulösen und als Armeereserve in den Raun nördlich Paritschi in Marsch zu setzen (s.Anl. IV 1). (Das III./533 ist bereits gestern beim XXXXI.Pz.K. zur Bereinigung des Einbruchs bei Kobylschtschina eingesetzt und inzwischen der 134.I.D. unterstellt worden). Das Gen.Kdo.LV.A.K., das Anweisung erhalten hat, die Frage der Herauslösung eines weiteren Btl. ebenfalls zu prüfen, meldet, daß bei Rückführung des z.Zt. abgegebenen, noch beim LVI.Pz.K. befindlichen Alarm-Btl. ein Btl. der 296.I.D. zur Verfügung gestellt werden könne (Chef LV/Ia, 19.30 Uhr). Diese weitere Schwächung des XXXV.A.K. und LV.A.K. glaubt der Oberbefehlshaber deshalb vornehmen zu können, weil der Feind vor beiden Korps ausgesprochene Verteidigungsformationen in seine Front eingeschoben hat; vor dem LV.A.K. ist im Abschnitt der 296. I.D. das 115.Befestigungsrayon, vor den XXXV.A.K. nordostw. Mormal durch einen eigenen erfolgreichen Stoßtrupp das 383. M.G.-Art.Btl., also ein ähnlicher. Verband, festgestellt worden (s. Ic=Morgenmeldung). Mit Angriffsabsichten des Gegners in diesen Abschnitten dürfte deshalb kaum zu rechnen sein. Ob allerdings die vor dem LV.A.K. frei gewordenen Divisionen ebenso wie die vorher im Raum zwischen Dnjepr und Beresina eingesetzten nach Süden abgezogen worden sind, läßt sich z.Zt. noch nicht sagen. Zur Erinnerung an die Wiederkehr des Tages der nationalsozialistischen Revolution sind heute die Angehörigen des AOK zu einer schlichten Feierstunde zusamnengetreten. In einer Ansprache, in der der Oberbefehlshaber die Bedeutung dieses Tages würdigt, erneuert er das Treuegelöbnis der 9.Armee ihrem obersten Befehlshaber gegenüber, nicht eher zu ruhen, bis das Ziel, das der 30.1.1933 allen Deutschen gesetzt hat, erreicht sein wird. |
| 31.1.1944 | KTB 9.Armee. Erstmalig nach 15=tägigem, härtesten Ringen ist südl. der Beresinp eine Kampfpause eingetreten. Das Nachlassen der feindlichen Angriffstätigkeit dürfte auf die erheblichen Verluste der letzten Tage, wohl sich auf Nachschabschwierigkeiten zurückzaführen sein. Es liegen indessen keinerlei Anzeichen dafür vor, daß der Feind etwa seine Angriffsabsichten aufgeeben hätte; vielmehr ist damit zu rechnen, daß er nach erfolgter Auffüllung und Munitionierung seiner Verbände mit der bisherigen Zielsetzung erneut antreten wird, möglicherweise schon morgen. Heute beschränkt sich der Feind auf einige schwächere Angriffe beim LVI.Pz.K., vor allem wiederum im Abschnitt Ssawin Rog - Cholma (s.Anl. II und III). Sie werden sämtlich abgewiesen. Beim XXXXI.Pz.K. herrscht Ruhe. Entsprechend der gestern von der Heeresgruppe erteilten Genehmigung zum Einsatz des Art.Rgt. 129 befiehlt das АOK heute seine Inmarschsetzung zur 36.I.D., wo es als Verstärkung der Divisionsartillerie verwandt werden wird (s.Anl. IV 1 und 2). |
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