| Kriegstagebuch September 1941 | |
| 1.9.1941 |
privates Tagebuch unbek.Pz.Jg.Kp. 34.Inf.Div.: Die Geschütze bleiben heute hier im Gebüsch in angeprotzter Beritstellung. Vorn an der Front ust allerhand los. Der Russe 15x stärker als wir und hat hier ungeheuer viel Ari zusammengezogen. Wir liegen vor der Desna in der Nähe der Rollbahn Roslawl - Bryansk. Heute mussten wir hier im Walde Deckungslöcher machen. Auch hören wir hier zum ersten mal das russ.Do-Gerät das 42 Granaten auf einmal abschiesst. Es sind mehrere Do-Geräte hier eingesetzt. Dieselbe haben eine furchtbare Wirkung, denn die Granaten sind mit heissem Öl gefüllt. Die Ari vor uns verliert auf einmal durch diese Höllenmaschine 100 Pferde. Die russ. Flieger sind hier sehr aktiv, während von den unseren nicht viel zu sehen ist. Es sind ganz neue Maschinen und Typen (wahrscheinlich) amerikanischer Herkunft) die hier andauernd bei uns herumfliegen und Bomben (Phosphorbomben) werfen. |
| 2.9.1941 |
privates Tagebuch unbek.Pz.Jg.Kp. 34.Inf.Div.: Wir liegen immer noch im Dickicht. Morgens schiesst die russ.Ari in unser Wäldchen. Wie gut, dass wir gesteern Löcher gemacht haben. -weiter 28.9.41- 5./Inf.Rgt.321: Lt.Hofmann, gefallen; Ogfr.Schneiders, gefallen; Obschtz.Molske, gefallen; Verwundet: Uffz.Rapp, Ogfr.Schreiner, Gfr.Blandfort, Burg, Neuhard, Schtz.Reinhard, Fw.Bender |
| 3.9.1941 | Nahkampftag für 11./I.R.253, Waldgefecht bei Belowdorf; |
| 4.9.1941 | Nahkampftag für 11./I.R.253, Angriff, Einbruch und Gegenstoss Muldendorf; |
| 7.9.1941 | Nahkampftag für 11./I.R.253, Gegenstoss nordostw.Nikolskaja-Sloboda; |
| 28.9.1941 |
privates Tagebuch unbek.Pz.Jg.Kp. 34.Inf.Div.: Heute morgen starten wir zur BEreitsteellung zum nächsten Einsatz. Gestern hat unser Komp.Chef noch eine lange Rede gehalten und geagt, daß nun die letzte Offensive beginne und daß es nun von uns abhängt, ob wir Urlaub bekommen oder über den Winter irgendwie hinter der Front uns ausruhen können. Jeder Wagen fährt allein wegen der Luftgefahr, die vorhanden ist. So starten wir nun in Abständen von zwei Minuten. Ich fahre zusammen mit Kiefer und Scherer. Auf der Rollbahn ist schwer Betrieb deutsche Jäger kreisen dauernd und passen auf. Das Schild auf der Rollbahn mit unserem Komp.Zeichen ist schlecht gsteckt und so kommt es daß die meisten Wagen sich verfahren. So beginnt nun der Aufmarsch für die bevorstehende Oktoberoffensive. Wir wissen jedoch noch nicht wann es losgehen soll. Ich vermute als Stichtag den 2.Oktober. -weiter 1.10.41- |
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