62.Infanteriedivision
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Kriegstagebuch Juni 1940
10.6.40 Angriff der Vorausabteilung "Major Gabriel" 62.I.Div.auf Mortefontaine am 10.6.1940 und Taillefontaine (aus Antrag f.d.Verleihung des Sturmabzeichens (4./A.R.46)
Die Vorausabgteilung "Major Gabriel" betand aus 1 Komp.2cm Flak, 1 Kp.3,7cm Pak und der 4./A.R.46 (S.F.H.). Nach dem Übergang über die Aisne stieß sie auf härtesten
Widerstand, außerdem bedrohten starke Kräfte die rechte Flanke aus dem Wald von Compiegne die Vorausabteilung. Im völlig ungesicherten Gelände und unter stetiger
Feindeinwirkung bezog Obltn.Lenhard eine geeignete B-Stelle und konnte den Gegner solange zurückhalten bis 2cm Flak-Kräfte den auf kürzeste Entfernung
herangekommenen Gegner endgültig zurückschlagen konnten. Nur durch dieses entschlossene Handeln konnte die gesamte Vorausabteilung vor Verlusten bewahrt werden und
ihren Auftrag erfüllen.
 
11.6.40 Angriff der 62.I.Div.über den Grivette Grund auf Vileeneuve am 11.6.1040 (aus Antrag f.d.Verleihung des Sturmabzeichens (4./A.R.46)
Das Battl., dem die 4./A.R.46 als Sturmartillerie zugeteilt war, trug seinen Angriff vom Höhenrand am Grivette Grund über Chateau Coll-unleserlich-
in Richtung auf den südl.Talrand am Abend des 11.6.40 vor. Der Feind war in dem stark durchschnittenen Gelände fest eingebaut und verteidigte sich
zäh. Der Vorgesch.Beobachter gind mit der Infanterie soweit als möglich war vor und bot den Feuerschutz bis zum Einbruch der Dunkelheit. Der Gefr.
Schelshorn ging bei diesem Angriff mit dem Vorgesch.Beobachter als Funker vor.
Weiterer Bericht:
Die Vorausabteilung "Major Gabriel" bestehend aus einer Komp.2cm Flak auf Selbstfahrlafette, einer Komp.3,7 Pak und der 4./A.R.46 (s.-unleserlich-)
hatte den Auftrag Taillefontaine (nördl.Villers Cotterets) zu nehmen. Am frühen Nachmittag des 10.6. traten die leichten Waffen zum Sturm -unleserlich-
unterstützt von 4./A.R.46, deren vorg.Beob.den vordersten zur Beobachtung geeigneten Punkt bezogen hatte. Er schoß, solange es artilleristisch
möglich war. Wachtm.Degenkolb war als Hilfsbeobachter des Vorg.Beob.eingeteilt.
Weiterer Bericht:
Am Abend des 11.6.setzten Teile der 62.I.D. zu-unleserlich- über den befestigten Grivette-Grund an. Mit seiner B-Stelle den Angriff begleitend, kämpfte
Oblt.Lenhard mehrere eing-unleserlich- Widerstandsnester nieder, sodaß die eigenen Kräfte den jenseitigen Talgrund erreichen.
 
12.6.40 Fortsetzung des Angriffs der 62.I.Div.bis Rosoy am 12.6.1040 (aus Antrag f.d.Verleihung des Sturmabzeichens (4./A.R.46)
Am Nachmittag des 12.6.1940 trat das Battl., dem die 4./A.R.46 als Artillerie zugeteilt war, über den Bahndamm im Grivette-Grund zum Sturm auf
Boullare-Rosoy an. Die vorderste Kompanie der sich der Vorg.Beob.angeschlossen hatte, kam bis auf die Höhe westlich -unleserlich- vor.
Plötzlich legte der Feind, der sich hauptsächlich in Boullare verschanzt hatte, heftiges Feuer aus leichten und schweren Infanteriewaffen auf die
eingebrochene Kompanie. Der Vorg.Beob.schoß aus gedeckter Stellung auf Boullare und schaltete damit die verhängnisvolle Flankierung aus. Der
sodann fortgesetzte Angriff wurde vom Vorg.Beob.bis zu dem erreichten Tagesziel hart nördlich Rosoy begleitet. Auch an diesem Tag war Wachtm.
Degenkolb als Hilfsbeobachter des Vorg.Beob.tätig.
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