3.Panzerdivision
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Kriegstagebuch Juli 1943
1.7.1943 KTB 4./Pz.Gren.Rgt.394:
In der Nacht zum 1.Juli werden nur inige Kilometer geschafft. Mehrere Kfz. bleiben in den Gräben stecken, sodaß gegen Morgen erst mal
Halt zum Sammeln gemcht wird. Die Diviion "Großdeutschland" schiebt sich zwischen unsere Kolonne. In den Abendstunden wird der
Aufenthaltsraum unserer Kettenfahrzeuge erreicht, wo jene schon seit 3 Tagen liegen.
2.7.1943 KTB 4./Pz.Gren.Rgt.394:
Der mot.Marsch wird fortgesetzt bis wir am 2.Juli einen vorläufigen Bereitstellungsraum in und um Loknja eingewiesen, die Fahrzeuge getarnt
und die Bunker bezogen, die am gleichen Tag von der abgelösten Infanterie verlassen werden.
3.7.1943 KTB 4./Pz.Gren.Rgt.394:
In der Nacht reges Granatwerferfeuer und Salvengeschützfuer der Russen. Am Tage Vorbereitungen für den morgigen Angriff.
4.7.1943 KTB 4./Pz.Gren.Rgt.394:
Der entscheidende Tag. Viel soll vom Gelingen der großangelegten Operation abhängen.
Um 15.00 Uhr beginnt die Artillerie jeden Kalibers und Stukas die russischen Stellungen zu behämmern. Vor unserem Abschnitt besonders das
Nierenwäldchen und die Höhe 235,5 auf letzteren besonders einen großen Bunker der mit seinen Waffen weithin das Gelände beherrscht.
Das Gelände nördlich Loknja bus zum Bahndamm ist mit Minen aller Art verseucht. San.Uffz.Kirbach wird durch eine Tretmine schwer verwundet
und stirbt noch am gleichen Tag auf dem H.V.Pl. Der Pi.Zug räumt jenseits des Bahndamms vereint mit Pi39 Minen, bzw.schafft einen Übergang
über den Damm. Am Abend Genezevka, das Tagesziel in unserer Hand. Btl.Kommandeur Rode wird verwundet und Hptm.Eggert übernimmt das Bataillon.
Ausfälle:
Uffz.Kirbach, gefallen
Ofw.Geibert, H.V.Pl.
Ogfr.Denscher, H.V.Pl.
Pz.Gren.Unglaube, H.V.Pl.
5.7.1943 KTB 4./Pz.Gren.Rgt.394:
Am 5.7. nimmt der Angriff seinen Fortgang. noch in der Bereitstellung deckt uns dr Russe mit Arifeuer und Schlachtflieger ein. Schwer ist der
Feind aus seinen Stellungen zu vertreiben, doch schreitet der Angriff mit Panzerunterstützung zügig fort. Unsere l.I.G. nehmen die russischen
Stellungen am jenseitigen Ufer eines kleinen Baches auf den Höhen unter Feuer. Nachdem eine Brücke über den Bach geschlagen ist, wird Kororino
genommen. Hier übernehmen wir am Abend Ortssicherung nach N.W.
Ausfälle: verwundet: Fw.Degert (Truppe)
                     Gfr.Fersing H.V.Pl.
                     Gfr.Stürk H.V.Pl.
                     Gfr.Pahlaw H.V.Pl.
                     Gfr.Waurer H.V.Pl.
6.7.1943 KTB 4./Pz.Gren.Rgt.394:
Aus N.O. werden etwa 40 feindliche Panzer gemeldet, kommen jedoch nicht in Berührung mit uns. Der Russe beschießt mit Ari das Dorf.
Gegen Abend treffen unsere Gefechtsstellungen ein. Der Feind ist schon soweit geworfn, daß der mot.Marsch beginnen kann. Die Nacht verbringen
wir in einer Schlucht zwischen Krasnyl-Potschinok und Tscherkasskoje.
7.7.1943 KTB 4./Pz.Gren.Rgt.394:
Ein Bombenangriff von Schlachtflugzeugen in den Morgenstunden hat den Ausfall von 30 Mann bei der 3.Kp. zur Folge. Tagsüber ist mot.Marsch in
ostw.Richtung. Am Abend erleben wir, geschützt durch eine Mulde, heftigste Bomebenangriffe. Besonders Flussübergänge sind dem Feind begehrte
Ziele.
8.7.1943 KTB 4./Pz.Gren.Rgt.394:
Wir harren der kommenden Dinge in schützenden Mulden, S.O., während auf freier Pläne eine Panzergefecht stattfindet. Nach dessen erfolgreichem
Ende stoßen wir nach N.W. nach. Unsere Panzer verschwinden. Unsere l.I.G. feuern auf den Russen, der sich im Raume Luchanino-Pena-Ssyrzewo
aufhält und unterstützen die vorgehenden Schützen. Am Abend ist Ssyrzewo teilweise genommen. Nun tauchen westlich der Pena russische Panzer
auf. Sollten es die am 6.7. gemeldeten sein?
9.7.1943 KTB 4./Pz.Gren.Rgt.394:
Der Tag beginnt mit starkem Granatwerferfeuer und "Ratsch-Bum", das den ganzen Tag dauert. Dazu greifen die Russen mehrmals von Panzern
unterstützt an. Herausragenden Anteil Anteil an der der Abwehr der Angriffe haben unsere l.I.G., die zu einem Zuge zusammengefaßt worden sind.
10.7.1943 KTB 4./Pz.Gren.Rgt.394:
Den ganzen Tag starkes feindliches Feuer.
11.7.1943 KTB 4./Pz.Gren.Rgt.394:
Ein regnerischer Tag beginnt. Nach einem Feuerschlag unsereer Ari und unserer l.I.G. beginnen die Schützen den Angriff gegen die russischen
Stellungen. Von Norden rücken unsere Panzer vor. Von Süden werden sie durch das M.G.Feuer des Pi.zuges am Entweichen gehindert. Trotz der
hartnäckigen und hinterhältigen Kampfesweise der Russen wird der Feind geworfen. Da wir hier unsere Schützen nicht über die Pena mit unseren
mit unseren Gefechtsfahrzeugen folgen können, die einzige Brücke war kurz vorher gesprengt, müssen wir weiter oberhalb der Pena einen Übergang
suchen. Am Abend wird Peresowka von N.O.erreicht.
12.7.1943 KTB 4./Pz.Gren.Rgt.394:
Mot.Marsch bis zu einem Wäldchen von Werchopenye. Dem III.Batl. zu Hilfe eilend erreichen wir egegen Abend wieder den Raum Beresowka.
13.7.1943 KTB 4./Pz.Gren.Rgt.394:
Unsere l.I.G. nehmen den Wald S.O. von 238,5 unter Feuer in dem sich der Feind verborgen hält. Am Ostrande buddeln wir uns ein, in der
Hoffnung der Russe würde versuchen in der Nacht auszubrechen. Dies tritt jedoch nicht ein.
14.7.1943 KTB 4./Pz.Gren.Rgt.394:
Am Vormittag keine Entscheidung. Am Nachmittag bewirkt da Erscheinen von wenigen T 34, daß wir uns in eine rückwärts gelegene Mulde für kurze
Zeit zurückziehen. Nachdem sich das Btl. wieder gesammelt hat, werden die alten Stellungen wieder bezogen. Ein feindlicher Feuerüberfall auf
unsere Pakstellungen hat vier Verwundete zur Folge: Feldw.Staak, Obergefr.Ermann, Gefr.Zintel u.Gefr.Brefke. Vom Feldersatzbtl. kommt
Fw.Ruhrig zurück und übernimmt den Pakzug.
15.7.1943 KTB 4./Pz.Gren.Rgt.394:
Wir rücken zum Waldrand (distr.Tolstole) vor. Nach Bereitstellung durchkämmen ihn die Schützen und erreichen den Waldrand T 34 patrouillieren
ständig auf und ab und die Russen sind nur wenige Meter entfernt.
 
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