4.Panzerdivision
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Befehle September 1939
Division Reinhardt                                                                                                                  Div.Gef.Stand, den 9.9.39
      Ia                                                                                                                                  

                                                Befehl für die Umgruppierung der Division Nacht 9./10.9.1939

1.) Starker Feind im Zurückfluten aus westl.Richtung auf Warschau. Feind in Warschau beschränkt sich auf Abwehr.
2.) Die Division verlegt dem in großen Massen auf Warschau zurückgehenden Feind unter Sicherung des Süd- und Westrandes von Warschau den Rückzug zunächst im Abschnitt
    Kaputy (1km nördl.Ottarzew), Domaniew, um Morgenden Feind auf Btonie zurückzuwerfen und unter Ausnutzung des Utrata- und Rocitnica-Abschnitts die Sperrstellung
    auf Linie Witki - Rokitno - Czubin vorzutreiben.
3.) Leibstandarte Adolf Hitler, der A.A.7 und II./A.R.103 unterstellt wurden, gewinnt und hält Linie Kaputy - Ottarzew - Domaniew und stellt Verbindung her zur 31.I.D.
    am Westrand Pruszkow. Sicherung der Nordflanke! Hierzu ist nötigenfalls ein Btl. in Gegend Macierzysz einzusetzen.
4.) Gefechtsgruppe Fehm, bestehend aus I.R.33, Rgt.Stab Kadgien, II./A.R.115 und II./A.R.60, Pz.Abw.Abt.49, sichert den Süd- und Westrand von Warschau.
5.) Gefechtsgruppe v.Hartlieb löst sich in der Nacht vom 9./10.9. vom Feind und stellt sich zur Verfügung der Division bereit mit
      Pz.Rgt.36 bei Piastow,
      "   "  35 bei Opacz
      Schtz.Rgt.12 bei Rakow nordostw.Raszyn
6.) Rgt.Kempny überwacht mit I./A.R.103 und II./A.R.54 die nächtliche Umgruppierung der Division, um voraussichtlich am 10.9.39 zur Abwehr nach Westen eingesetzt zu
    werden.x)
    Le.Flakabt.77 sichert den Einsatzraum der Leibstandarte und den Bereitstellungsraum der Divisionsreserven.
    Trosse und le.Kol. sammeln im Bereitstellungsraum der Div.Reserven Piastow - Opatz - Kaszyn.

x)  Störungsfeuer ist nachts auf alle Feindstraßen westl.der Weichsel besonders auf Straße Modlin - Warschau zu legen.
  
    Kdr.5.Panzer-Brigade löst mit I./I.R.33 und II./A.R.60 das Schütz.Rgt. Nacht 9./10.9. ab und übergibt den Abschnitt mit diesen Truppen am 10.9.1939 mit Hellwerden
    an Kdr.I.R.33. Danach ist Stab Pz.Brig.zur Verfügung der Division in Bereitstellungsraum Pz.Rgt.35 zurückzunehmen.
7.) Pz.Abw.Abt.49 verbleibt zunächst in bisherigen Stellung bei I.R.33 um später voraussichtlich herausgezogen zu werden.
8.) Trosse und le.Kol.verbleiben im Raum Piastow - Zatuski - Raszyn.
9.) Nachrichtenverbindungen:
     a) Draht zu 5.Pz.Brig. und I.R.33
     b) Funk zu 5.Pz.Brig., I.R.33, A.R.103, Leibstand.Adolf Hitler, A.A7.
10.) Hauptverbandplatz Nadarzyn.
11.) Div.Gefechtsstand bleibt Opacz nahe der Straße Raszyn - Warschau.
 
Division Reinhardt                                                                                                         z.Zt. Piastow, den 10.9.1939.
Abt.            Ib
 
Besondere Anordnugen für die Versorgung (Nr.9)

1. Verwaltungswesen.
   A.) Verpflegung.
       a. Ankauf aus dem Lande:
          Zur Beseitigung aufgetretener Zweifel wird darauf hingewiesen, daß von dem Ankauf von Verpflegungsmitteln aus dem Lande unter angemessener
          Berücksichtigung der Bedürfnisst der Zivilbevölkerung ausgiebig Gebrauch gemacht werden muß. Ankauf in Grenzen der sonst zuständigen
          Verpflegungssätze der Magazinverpflegung, zu ortsüblichen Preisen. Selbstverstdändlich können jederzeit innerhalb dieser Grenzen auch Lebensmittel
          beschafft werden; die bei der Magazinverpflegung nicht geliefert werden können. Leermaterial.aller Art (vor allem Konserven, Kisten und Säcke) ist
          von den Truppenteilen beim Verpflegungsempfang wieder abzuliefern und auf Fahrzeugen, die Verpflegung aus den AVL abholen,  bei diesen abzugeben.
          Konservenkisten dürfen nicht für Feuerungszwecke verwendet werden. Die Rohmateriallage erfordert dringend die Wiederverwendung gebrauchten
          Packmaterials.
2. Munitionswesen.
   a. Die Munitionsausgabestelle befindet sich 1 km nordöstlich des Ortes Wolica.
   b. Beutewaffen.
      Beutewaffen, insbesondere Gewehre sind mit Leerkolonnen über Divsions-Nachschubführer dem XVI.zuzuführen da sie zur Bewaffnung deutscher Bau-Batl,
      benötigt werden. Divisions-Nachschubführer meldet Anzahl der nach rückwärts geführten Waffen an Abt.Ib.
3. Kraftfahrwesen.
   a. Sämtliche Totalausfälle an Kfz., gerechnet ab 1.9., unterteilt nach:
      Solokräder,
      Kräder m.Bwg.
      Lkw.
      Pkw.
      Sonderkfz.(Artangabe)
      sind der Division bis 11.9. 14.00 Uhr zu melden.
   b. Die Regimenter und selbstständigen Einheiten bergen noch verwertbare Kfz. des eigenen Bestände sowie polnischer Herkunft. Auf ihren Vormarschstraßenn in
      einem Umkreis von 100 km von Warschau. In erster Linie solche Kfz. heranzuholen, die mit den eigenen I-Diensten bzw. Werkstattkp. instandesetzt werden
      können. Sonstige Kfz. sind, soweit sie noch Sachwerte darstellen nach Mszczonon abzuschleppen (Ing.) Dr.Seidelbach veranlasst, dort die Einrichtung
      einer Kfz. Sammelstelle.
      Die Vormarschstraßen sind unmittelbar von liegengebliebenen Fahrzeugen aller Art zu räumen.
      Betriebsstoffausgabe: an Vormarschstraße Nadarzyn - Warschau - 8 km nordostw, Nadarzyn Nordostausgang Wolica, wie bisher.
4. Sanitätswesen.
   An die 10 tägige Meldung der Truppenteile, fällig am 1, 11, und 21 eines jeden Monats wird erinnert.
5. Gefangene.
   Gefangene sind nach Petrikau und Nowo Radomsk zurückzuführen. Leerkolonnen sind mehr als bisher zum Gefangenentransport auszunützen.
 
Division Reinhardt                                                                                                                  Div.Gef.Stand Opacz, den 10.9.39
      Ia                                                                                                                                  

    Befehl für die Erweiterung der Sperrstellung am 10.9.39                                                                              

1.) Feind in Warschau verharrt weiter in Abwehr und strömt in großen Massen von Westen auf Warschau .Mit ernstlichem Widerstand des zurückflutenden Feindes ist nicht
    mehr zu rechnen.
2.) Rechts von uns gelang es 1.Panzer-Division durch Handstreich die Weichselbrücke bei Otwock unversehrt in die Hand zu bekommen und einen Brückenkopf jenseits der
    Weichsel zu bilden, aus dem weitere Kräfte nach Osten eingesetzt werden.
3.) Division erweitert ihre Sperrstellung vor Warschau unter Sicherung des Süd- und Westrandes von Warschau, um dem Feind auch die letzten Rückzugsmöglichkeiten
    abzuschneiden und einen großen Sieg zu vollenden.
4.) Rgt.Adolf Hitler (ohne 1 Btl. bei Macierzysz) gewinnt und hält eine neue Sperrstellung unter Ausnutzung des Utrata-Rokitnica-Abschnitts in Linie (s.unter x) und
    verhindert das Zurückfluten polnischer Kräfte von Blonie auf Warschau.
    II./A.R.103 bleibt hierzu unterstellt.
    Angriffsbeginn spätestens 12.30 Uhr.
5) Gefechtsgruppe v.Hartlieb gewinnt und hält Linie Osiedle Loznosci - Babice - Janow um von hier mti Feuer die Straße Modlin, Warschau dem Feind zu versperren.
   Hierzu treten 14.00 Uhr Gotabki und Baki überschreitend an:
   Rechts: Rgt.Stab v.Czettritz mit unterstelltem Pz.Rgt.35, 1 Btl.Schütz.12, 1 Pi.Zug und I./A.R.103 (ohne 1 Bttr.) (Artl.nur marschtechnisch unterstellt.
   Links: Pz.Rgt.36 unter Befehl Kdr.5.Pz.Brig. mit unterstelltem 1 Pi.Zug und marschtechnisch unterstellter II./A.R.54 und 1 Bttr. I./A.R.103.
   Trennungslinie für Vorgehen und Gefecht Pecice - Bronisze - Latchorzew - Gac.
   Rgt.Kempny überwacht das Vorgehen der Gefechtsgruppe Hartlieb und unterstützt den Angriff auf die befohlene Linie.
x) Pilaskow - Lazniew - Jozefow Nord.
6) Pz.Abw.Abt.49 sichert rechte und linek Flanke der Gefechtsgruppe Hartlieb nördlich der Strasse Warschau, Blonie.
7) Divisionsreserven:
    a) A.A.7 triit unter den Befehl der Division zurück und stellt sich für weitere Aufträge bereit in Gegend Fw.Grapkow, nachdem rechte Marchgruppe Pz.Rgt.35 dort
       durchgezogen hat.
    b) Pi.62 (ohne Abstellung) stellt sich zur Verfügung der Div. bereit Piastow Ost.
    c) 1 Btl.Adolf Hitler in Gegend Macierzysz, um gegebenenfalls zur Schließung der Lücke in Gegend Zielonki später eingesetzt zu werden.
8) Le.Flak 77 sichert das Vorgehen der Gefechtsgruppe von Hartlieb und der Standarte adolf Hitler.
9) I.R.33 mit 3.Btl. und unterstellter Rgt.Stab Kadgien, II./A.R.60 und II./A.R.115 sichert den West- und Südrand von Warschau von Mokotow bis einschließlich Straße
   Blonie, Warschau, 3./Pz.Abw.Abt.49 wird hierzu unterstellt.
10) Nachrichtenverbindungen:
    Draht von Div.Gefechtsstand zu Leibstand.Adolf Hitler, I.R.33 und Gefechtsgruppe v.Hartlieb.
    Funk zu I.R.33, Gefechtsgruppe Hartlieb, Leibstandarte Adolf Hitler, Rgt.Kompny, A.A.7.
    Gefechtsgruppen und Div.Reserven entsenden befehlsempfangende Offiziere zum Div.Gefechtsstand.
11) Hauptverbandsplatz bleibt Nadarzyn.
12) Mun.und Betr.St.Ausg.Stelle im Straßenwinkel 3km südwestl.Raszyn.
13) Div.Gefechtsstand am Fb 1200m südostw.Baki.
 
Division Reinhardt                                                                                                             Div.Gef.St. 2 km nordostw.
    Abt. Ib                                                                                                                     Wolica an der Vorrschstr.
 
                                                    Besondere Anordnungen für die Versorgung (Nr 8).

1. Munitionswesen:
   Mun.Ausgobestelle Wolica ab sofort Ausgabebereit. Anmarschstraße wie zur Betr.St.Ausg.Stelle.
   Artl.Mun für l.F.H.18 ist durch die Staffeln in Rawa Masowiecko zu empfangen. Dort lagern 2500 Az.und 157 Doppel Z.
   Beutemun. ist in der Mun.Ausg.Stelle Wolica abzuliefern.
2. Verwaltungswesen:
   Am 10.9.39 ab 16.00 Uhr Verpflegungsausgabe für 2 Tage. Verpflegungsausgabestelle Nadarzyn 20 km südwestl. Warschau auf Vormarschstraße der Division.
3. Kraftfahrwesen:
   a) Div.Werkstattkp. und Kfz.-Sammelstelle (auch Beutesammelstelle für Waffen und Gerät aller Art) in Moszczenica.
      Armeekraftfahrpark (Kfz.-und-Panzerersatzteile, Bereifungen, Ersatz-Kfz. möglichst im Umtausch) in Tschenstochau.
   b) Betriebsstoffausgabe: an Vormarschstraße Nadarzyn - Warschau 8 km nordostw. Nadarzyn Nordostausgang Wolica.
4. Munitionswesen (Nachtrag):
   a) Auf Grund des heutigen Vers.Befehles des Gen.Kdo. haben sämtl. Rgt. bzw. selbst.Abteilungen einschließlich unterstellte Verbände den gesamten bisherigen
      Verschuß (ab 1.9.39) an einzelnen Mun.-Arten nach dem Stande vom 9.9.39 - 24.00 Uhr bis spätestens 10.9.39 l0.00 Uhr zu melden.
   b) Kol.-Führer der l.Kol. der Verbände melden sich in Zweifelsfällen bei Mun.-Empfängen bei der Quartiermeisterabteilung. 
 
Division Reinhard                                                                                                                z.Zt.Piastov, den 11.9.1939.
Abt.           Ib

                                                    Besondere Anordnungen für die Versorgung (Nr,10).
 
1. Unterstellungen.
   Folgende Verbände sind der Division für Verpflegung, Betriebsstoff, Munitionswesen (außer Flak 77 und 4(H) 13) und Feldpost unterstellt:
   I.R.Adolf Hitler, Pi.62, I.R 33, II./A.R. 54, II./A.R.60, A.R.Rgt.Stab 627, II/A.R.115, I./A.R.84, lcht.Flak 77 und 4(H) 13)
2. Verwaltungswesen.
   Verpflegungsempfang für einen Tag am 12.9.1939 ab 15.00 Uhr bei der Verpflegungsausgabestelle in Nadarzyn.
3. Munitionswesen.
   a. Generalkommando hat nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß bei den täglichen Mun.-Meldungen Bestand und Vorschuß zu melden sind, da sonst eine geordnete
      Versorgung nicht mehr gewährleistet und Mun.-Zuweisungen nicht möglich sind. Musterblatt über Bestand- und Verschußmeldung war dem Versorgungsbefehl Nr.9
      vom 10.9. beigeheftet. Die Meldungen sind bei der Quartiermeisterabteilung (Ib) abzuliefern
   b. Munitionsausgabestelle 1 km nordostwärts Wolica ist weiterhin ausgabebereit.
4. Gerätewesen.
   a. Die Verbände haben unter allen Umständen Beutegerät zu sammeln und vorläufig bei der Muni-Ausgabestelle abzuliefern.
   b. Reinigungsmittel (Öl, Petroleum usw.) sind in erster Linie dem Lande zu entnehmen.
5. Kraftfahrwesen.
   Betriebsstoffausgabestelle verbleibt in Wolica. Gr.Kw.Kol, empfangen weiterhin ihren Betriebstoff in Petrikau. Ein lcht.gel.Lkw. WH-76 397, Fahrgestell-
   Nr.2673 wurde von einem Verband zwischen den Stellungen verlassen und in nächsten Tagen nicht mehr aufgefunden, alle Truppen melden, ob das Fahrzeug
   zugewachsen ist.
6. Sanitätswesen.
   Von einigen verstorbenen Soldaten befindet sich der Nachlaß bei der San.1./84. San.Kp. verständigt die betroffenen Verbände, welche sodann Abholung bei der
   San.Kp. veranlassen.
 
Division Reinhardt                                                                                                                  Div.Gef.Stand, den 12.9.39
      Ia                                                                                                                                  
                                                                             Divisionsbefehl Nr.15
                                                                              
1.) Die Division steht heute in schwerem Abwehrkampf gegen starken Feind (bester Teiler aktiver Divisionen) die von Westen und aus Warschau heraus den von der
    Panzer-Division erreichten Durchbruchskeil abschneiden wollen.
    Der Leibstandarte, verst.durch II./Pz.Rgt.36, gelang es, den ersten tief eingedrungenen Einbruch des Feindes zurückzuwerfen. I.R.82 brachte bei Zbwarz den
    Angriff eines Inf.-Rgts.mit zahlreichen Kampfwagen zu Stehen und warf ihn zurück.
    Neue Angriffe von Nordwest gegen die Leibstandarte sind im Gange. Mit weiteren Angriffen, auch nach Gefangenen Aussagen, von West und Ost ist zu rechnen,
    vielleicht auch in der kommenden Nacht.
2.) Die Division muß in der gespannten Lage mit eigener Kraft aushalten und den im Durchbruch errungenen Erfolg durch Festhalten der erreichten Linie erhalten.
    Es ist daher notwendig, daß der letzte Mann eingesetzt wird um die Verteidigung der erreichten Linie unbedingt sicherzustellen. Spätestens morgen wird die
    Division entlastet durch den fortschreitenden Angriff der 31.I.D., die über Brwinow und Grodziesk auf Blonie vorgeht. Trennungslinie zu dieser Division bildet
    die Eisenbahn, die von Pruszkow bis Jozefow führt und weiter die Linie bis zur Strassenbrücke 2km nordostw.Blonie.
3.) Die zu haltende Stellung der Division wird in 3 Abschnitten gegliedert:
     a) Rechter Abschnitt: Führer: KDr.I.R.82
        Truppen: I.R.82
                 Stab A.R.627 (mit II./A.R.115, II./A.R.60 und III./A.R.31.)
        Auftrag: Die jetzt eingenommene vordere Linie im Südwestteil von Warschau ist zu halten, zwischen der Strasse Moktow - Piaseczno und der Straße Warschau - Wola -
        Ozarow beide einschl. Durch Zurückbiegen des rechten Flügels und Sicherung und Aufklärung in den Raum auch ostw. der Strasse Moktow - Piaseczno ist sicherzustellen, daß
        eine Überraschung namentlich auch der Artl.von Osten verhindert wird.
     b) Mittlerer Abschnitt:
        Führer: Kdr.5.Pz.Brig.
        Truppen: Schtz.Rgt.12
                 Pz.Rgt.35
                 Rgts.Stab, Rgts.Truppen und III./I.R.33 die der 5.Pz.Brig.noch vor Dunkelwerden aus der Front der Leibstandarte zurückgezogen werden kann und
                 zugeführt wird.
                 1 Kp.Pi.Batl.62
        Auftrag: Der nach Nord vorspringende Bogen ist wie bisher zu halten. Mit der Einschränkung, daß die Front nordostw.Osiedle an den Nord-und Ostrand des Ortes
        zurückgezogen werden kann.
        Von Sperrren ist soweit zweckmäßig Gebrauch zu machen. 1/2 II./I.R.33 soll nicht eingesetzt werden, sondern nach dem heutigen schweren Kampftag möglichst in
        Reserve bleiben.
        Zur Erleichterung der Abwehr wird heute kurz vor Dunkelwerden 4.(H)/13 Laski und den Wald ostw.davon mit Spreng- und Brandbomben belegen.
     c) Linker Abschnitt:
        Führer: Kdr.Leibstandarte
        Truppen: Leibstandarte
        Auftrag: Die bisher nach Westen vorspringende Front ist mit Dunkelwerden in die Linie Zielonki - Westrand Ottarzewo Domianew - West zurückzunehmen, diese Linie
        ist zu halten. Das Zurückgehen ist durch am Feinde bleibende schwache Abt.zu sichern.
        Neugliederung in dem Abschnitt so, daß Leibstandarte eine starke Reserve für Gegenstöße zur VErfügung hat.
        Das jetzt noch eingesetzte 1/2 II./I.R.33 ist mit Dunkelheit aus der Front zu ziehen und zur Verfg.der 5.Pz.Brig. nach Macierzys in Marsch zu setzen.
        Trennungslinie zum Abshcnitt der 5.Pz.Brig. Westrand Macierzys - Ostrand Zielonki - Westrand Lipkow. Verbindung nach lnks zur 31.I.D. ist zu halten (I.R.17).
4.) Artillerie.
    Kdr.A.R.627 unterstützt Abwehr im rechten Abschnitt nach den Befehlen des Abschnitts-Kommandeurs, dem er untersteht. Er trifft außer den Vorkehrungen, daß Teile
    seiner Artl.auf besonderen Befehl der Div hin vor die Front an den beiden von Warschau über Wola und über Blonie herausführenden Straßen zusammengefasst werden
    können. Kommandeur A.R.103 mit A.R.103, II./A.R.54, unmittelbar der Div. unterstellt, gruppiert die Artl.nach schon ergangenen Weisungen so um, daß er in der Lage
    ist, vor mittleren und linken Abschnitt zu wirken. Wichtig ist Zusammenfassung des Feuers vor allem vor der Mitte des linken Abschnittes und rechts vor der Front
    beiderseits Gorce. Er sorgt für enges Zusammenwirken mit den beiden Abschnitts-Kommandeuren Mitte und links, die ihre Wünsche für Vorbereitung von Abwehr-Feuer
    rechtzeitig unmittelbar anmelden.
5.) Auftrag für Flak-Abt.77: bleibt bestehen wie bisher.
6.) Pz.Abw.Abt.49 ohne 3.Kp., der Div.unmittelbar unterstellt, sit so in Stellung zu bringen, daß sie dem Abschnitt Mitte und Abschnitt links den nötigen Rückhalt für
    die Front und für die Artillerie-Auftsellung bildet. Besondere Gefahrenpunkte sind bei den Abschnitts.Kommandeuren zu erfragen.
7.) Divisions-Reserven:
    Pz.Rgt.36 im Raum dicht südostw.Piastow; II.Abt. wird nach Erfüllung ihres Auftrages bei der Leibstandarte zurückgezogen und ebenfalls in diesen Raum verlegt.
    I./I.R.33 an seinen bisherigen Aufstellungsort in Mitte Piastow.
    A.A.7 bei Fw.Grabkow, in den sie nach Erhalt dieses Befehls zurückuführen ist.
    Stab Pi.Btl.62 und 1 Kp.Westteil Pruszkow.
8.) Hauptverbandplatz bleibt Nadarzyn.
9.) Nachrichtenverbindungen: a) Draht zu den 3 Abschnitts-Kommandeuren, zum Kdr.A.R.103 und zum Korps.
                             b) Funk zu den 3 Abschnittskommandeuren zum Kommandeur A.R.103, Korps usw.
10.) Div.Stab bleibt in Piastow.
     Zum Div.Stab sind von allen in Ziffer Div. Reserven genannten Truppen befehlholende Offiziere (für Rgtr., Btlne.) bzw.Melder (für selbst.Kpn.)
     bis 21.00 Uhr zu entsenden.
11.) Kennwort: Litzmann
 
Division Reinhardt                                                                                                                  Div.Gef.Stand, den 13.9.39
      Ia                                                                                                                                  
                                                                             Divisionsbefehl Nr.16
                                                                              
1.) Div.Befehl Nr.15 gilt nur bis 13.9.39 4.00 Uhr und weiterhin falls feindl.Angriff die Truppe zur Abwehr in bisher befohlenen Linie stellt.
2.) XVI.A.K. greift am 13.9. mit 4.Pz.Div. und 31.I.D. nach Westen in Richtung Sochaczew und nördl.an, unter Sicherung gegen Warschau, auf das in Laufe des Nachmittags
    ein Fliegergroßangriff angesetzt wird.
    Trennungslinie zwischen 4.Pz.Div und 31.I.D.:
    Eisenbahn von Pruszkow bis Jozefow - Brücke 2km nordostw.Blonie - Utrata.
3.) Die Division muß mit Masse bis 12.00 Uhr aus Sicherheitsgründen von Warschau abgesetzt und hinter die Linie Ludwinowo - Dawidy - Raszyn - Czechowice - Babice (Ost)
    - Janow (Ost) zurückgeführt werden.
    Während dieser Zurückführung sind starke Kräfte der Division westl. der genannten Sicherungslinie so bereit zu stellen, daß sie etwa 13.00 Uhr über die jetzige
    vordere Linie der Leibstandarte hinweg den Angriff nach Westen antreten können.
4.) Zurückführung hinter die Sicherheitslinie:
    Die Bewegung beginnt im Nordzipfel des Div.Abschnittes unter Schutz gegen Warschau. Zuletzt geht I.R.82 zurück. 5.Pz.Brig. führt 4.30 Uhr beginnend die Truppen ihres
    Abschnittes wie folgt zurück:
     a) 4.30 Uhr beginnend - Pz.Rgt.35 - in den Raum Wieruchow, Fw.Strzykuly - Westteil Piotrkowek.
     b) 6.00 Uhr - Schtz.Rgt.12 ohne linkes Btln. und Pi.-Kp.- das in Abschitt Janow - Zielonki (Ost) die Bewegungen schützt, auf dem Wege Lamchorzew, Piotrkowek, Konotopa
        Brücke, südostw.Konotopa in den Raum Zbikow, Nordwestteil Pruszkow nördl.der Utrata.
     c) 7.00 Uhr - Rgts.Stab 33. Rgts.Truppen, III./I.R.33 auf Strasse Blizne, Fw.Szeligi, Mory, Czechowice-Opacz Wlk., Raszyn in den Raum Sekocin Jaczewice.
     d) 7.00 Uhr  Stab 5.Pz.Brig. Teile Pz.Abw.Abt.49 auf Strasse des Schtz.Rgts.12 bis Bronisze.
     e) 8.00 Uhr tritt A.A.7 an, ist über Bronisze, Latchoruew nach Janow vorzuführen.
     f) 8.00 Uhr A.R.Rgts.Stab 627, Staffelweise mit gesamter ihm unterstellter Artillerie hinter die Sicherheitslinie im Abschnitt Ludwinowo - Czechowice.
     g) 9.30 Uhr das I.R.82 in seine neue Sicherheitslinie Ludwinowo - Czechowice.
        Es bleiben in ihren bisherigen Auftsellungsräumen I./A.R.103, II./A.R.54, Pz.Rgt.36, I./I.R.33, Pi.KDr.62 mit einer Kompanie.
        1/2 II./I.R.33 übernimmt 8.00 Uhr ab unter Freihalten der Marschwege beiderseits Macierzysz mit Front nach Osten die Sicherung gegen Warschau nördl.der Strasse
        Warschau Ozarow.
5.) Für den befohlenen Angriff nach Westen stellen sich bis 13.00 Uhr nach Anordnung des Kdrs.5.Pz.Brig., der die vorderste Angriffsgruppe führt, bereit:
    Leibstandarte ohne II.Bataillon, Pz.Rgt.35 und Pz.Abw.Abt.49 ohne eine Kompanie.
    Die Bereitstellung hat so zu erfolgen, daß unter der Sicherung rechts durch ein Btl.Schütz.Rgt.12 und A.A.7, nördl.Babice der Angriff mit Masse geführt werden kann
    mit rechten Flügel von Wieruchow über Fw.Kreczki und weiter dicht südl.der Strasse Borzecin Duzi, Zaborow auf Leszno.
6.) Art.Kdr.A.R.103 überwacht mit den ihm unterstellten 3 Abteilungen die Zurücknahme der Truppen des bisherigen mittleren Abschnittes und gliedert hernach die Artillerie
    so um, daß alle 3 Abteilungen den späteren Angriff unterstützen und ihm sprungweise folgen können.
    Der Einsatz auch der II./A.R.115 zur Unterstützung ist vorzubereiten. Den Einsatz behält sich die Division vor. Bei feindl.Angriff geht die Abwehr mit starken Artl.
    Dauer der Umgruppierung vor.
7.) Flak-Abt.77 gliedert sich mit ihren Teilen in Rückbewegung selbständig ein und schützt zunächst diese Bewegung, später die Bereitstellung zum Angriff und den Angriff
    selbst.
8.) Falls während der Rücknahmebewegung und Umgliederung ein feindl.Angriff einsetzt, der die Bewegung hemmt, hält jede marschierende Truppe selbständig sofort an geeignetem
    Platze an, stellt sich gedeckt zur Verfügung der Division auf und entsendet zur Entgegennahme eines neuen Befehls einen Befehlsempfangenden Offizier zur Division.
9.) Nachrichtenverbindungen die bisher befohlenen Fernsrechverbindungen bleiben bis zum Abrücken der Stäbe bestehen. Drahtverbindung zum Kdr.A.R.103 gilt weiter auch zur
    Verbindung mit Kdr.5.Pz.Brig.
    Bisher befohlene Funkverbindungen bleiben wie bisher bestehen.
10.) Div.Stab bleibt in Piastow Mitte.
 
Division Reinhardt                                                                                                        Div.Gef.Stand Piastow, den 13.9.39
Abt.        Ib     

                                                      Besondere Anordnungen für die Versorgung (Nr.11).
1.) Allgenmeines:
    Durch Division Reinhardt werden versorgt:
      4./(H) 13
      le.Flak Abt. 77
      Leibstandarte Adolf Hitler
      Stab Artl.Kdr.20
      II./A.R.54
      II./A.R.115
    Nachschubstraße: Tschenstochau, Radomsko, Piotrkow, Rawa Mazowiccka, Grodzisk, Blonie,
    Ausladebahnhof:  voraussichtlich Kamiensk.
2.) Munitionswesen:
    a) Die leichten Kolonnen der schweren Artl.Abtlg, sind am 14.9. ab 8.00 Uhr zum A.M.L. Rawa Mazowiecka zur Abholung von insgesamt
            2400 15 cm Granaten 19 Az. und
             600 15 "      "    19 Dopp.Z..
       in Marsch zu setzen, soweit die le.Kol. nicht schon am 13.9. diese Mun. im A.M.L. Kletnia empfangen haben;
       Einteilung in Rawa erfolgt durch Lt. Lüdecke.
    b) Mun.Ausg.St. verbleibt zunächst nordostw. Welion. Dort ist die gesamte Beute an Gerät und Munition , Leermaterial und beschossene Mun. abzugeben.
    c) Pz.-und Nb.- Mun. ist von den Verbänden in ihrer Feldausstattung gemäß Anlagenband A anteilmäßig mitzuführen, Abgabe dieser Anteile an die Mun.Ausg.Stelle
       hat zu unterbleiben, 
3.) Verwaltungswesen:
 a) Verpflegung:
    Verpflegungsempfang am 14.9. in Verpf.Ausg.Stelle Nadarzyn 3 Tagessätze. Der Verpf.Empfang wird sich voraussichtlich am Vormittag beginnend bis in die späten
    Nachmittagsstunden erstrecken. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß sich die Truppe nach Möglichkeit selbst aus dem Lande verpflegt und die den Lande
    entnommene Verpflegung von ihren Bed.Anfordg. absetzt. FrischfleiSch wird im allgemeinen mit der übrigen Verpflegung verausgabt.
    Dessen ungeachtet melden alle Verbände bis 14.9.39 12.00 Uhr ihre Verpflegungsstärken.

b) Gebührnisse: siehe Anlage.
c) Geschäftsbedürfnisse: siehe Anlage.

4.) Sanitätswesen:
 a) Hauptverbandsplatz Gut Paszkow (2 km nordostw.Nadarzyn, San.Kp.2./84)
    Wagenhalteplatz 1: Zaborow (Gummifabrik).
    Wagenhalteplatz 2: Swiecice
    Hauptverbandsplatz Nadarzyn ist aufgelöst.
 b) Feldlazarett der Armee: in Petrikau (Piotrkow)
    Krankensammelstelle: Belchatow (22 km westlich Petrikau) und Przedborz.
 c) Leichtverwundete Polen, die in unserem Sinne revierkrank sind, sind möglichst bei den Krankentransporten zu belassen und in den Gefangenensammelstellen zu behandeln.
    Gefangenes San.Personal ist mit erbeuteter San.Ausrüstung hierzu bodenständig zu belassen. Nur im Notfall ist deutsches San.Personal-und Material heranzuziehen.
    Neben den bisherigen Meldungen der Truppenärzte wird befohlen. Die Truppenärzte melden abends die Verluste ihrer Truppen nach beigefügtem Formblatt an Div.Arzt.
    Tote und Vermißte sind beim Truppenteil zu erfragen, da der Truppennarzt sonst nur die die Durchgänge des Truppenverbandplatzes melden kann.
5.) Kraftfahrwesen:
 a) Betr.Stoffergänzung
    Betr.St.Ausg.Stelle verbleibt zunächst ostw. Wolica. In Anbetracht der gespannten Nachschublage empfangen die leichten Kolonnen der Pz.Rgt. und Aufkl.Abtlg. bis zur
    völligen Auffüllung ihrer Truppen im A.Betr.L.Rawa Mazowiecka.
    Tankstelle für Einzelfahrzeuge im rückwärtigen Armeegebiet:
    Kielce (Marktplatz)
    Konskie (Bahnhof)
    Petrikau (Ausgang nach Radomsko)
    Tschenstochau (Südostausgang)
    Tankstellen für Einzelfahrzeuge im Divisionsbereich (Zufahrtswege markieren) in Anlehnung an Betr.Ausg.Stelle Wolica,
 b) Kfz.-Instandsetzung:
    Div.Werkstattkp. und Kfz.-Sammelstelle Nadarzyn.
    Div.Werkstattkp. 1. und 2./84 und Pz.Werkstattkp.35 stellen zum Ausgleich der Verluste bei Werkstattkp. Pz.36 je ein geeigneten Fachhandwerker ab.
    Nachstehende Truppenteile empfangen bei Armeekraftfahrpark Tschenstochau Kfz. deren Aushändigung nur gegen Bescheinigung der Division erfolgt.
    Diese sind umgehend abzuholen.
       N.A.79           1 Lkw;
       Pz.Rgt.35        3 Lkw;
       Pz.Rgt.36        4 Lkw;
       A.R.103          4 Lkw,
       II./A.R.115      2 Lkw;
       Schtz;Rgt.12     3 Lkw;
       3./Pi.79         2 Lkw,
       Nachschubdienste 6 Lkw,
       1./San.Kp.       1 Lkw;
       Bäckereikp.      3 Lkw,
       Schlächterizug   1 Lkw,
    Ort und voraussichtliche Dauer des Einsatzes der Pz.Werkstattkp, sind der Division laufend zu melden. Beim Verlegen der Div.Werkstattkp. sind die an der
    Kfz.-Sammelstelle zurückgelassenen Kfz, in doppelter Ausfertigung nach folgendem Muster der Division zu melden:

    Art     Fabrikat     WH-Nr.bzw.     Fahrgest.      Einheit     Schaden
                       Kennzeichen Nr.
   ========================================================================
   Badarfsdeckung von Kfz. Kfz.-Ersatzteilen, Bereifung, Gummipolster und Bandagen für Zgkw. hat nur beim Armeekraftfahrpark Tschcnstochau(Südostausgang, Straße
   nach Krakau) zu erfolgen.
6.) Gerätewesen:
    a) Schützen Rgt.12 empfängt 14.9. bei der Mun.Ausg.Stelle vorhandene Gasgummistiefel.
    b) I./A.R.103 versucht selbständige Aushilfe für Feldküchchersatz durch polnische Feldküche, da Nachschub vorerst unmöglich.
7.) Beutesammelstelle:
    Mun.Ausg.St. Wolica. Dorthin ist soweit es die Kräfte der Truppe zulassen auch der wertvolle Teil der erbeuteten Waffen- und Mun.-Eisenbahnzüge zu verbringen.
    Die Kommandeure sind verantwortlich dafür, daß die in ihren Bereich befindliche Beute zunächst so bewacht wird, daß eine Ausplünderung durch die Zivilbevölktrung
    verhindert wird und ein Mißbrauch der Waffen und Mun.Bestände unterbleibt.
8.) Gefangenensammelstelle Konotopa ist 14.9, vormittags zu leeren und aufzulösen. Neue Gefangensammelstelle wird 14.9. vormittags in Gegend Blonie eingerichtet. Die
    Gefangenen sind einschließlich der festgenommenen Zivilbevölkerung entlang der Nachschubstraße zu Fuß nach Gefangenensammelstelle Rawa in Marsch zu setzen.
    Marschunfähige Gefangene und volksdeutsche Flüchtlinge sind mit requirierten Pferdefahrzeugen norfalls durch Leer-Lkw, der Truppe nach Rawa abzuschieben.
9.) Gepäcktrosse können, soweit die Truppe ihrer bedarf von Wolica abgeholt werden. Nicht benötigte Gepäcktrosse sind nach Süd-ausgang Blonie beim Führer der
    Gepäcktrosse der Division abzustellen.
l0.) Verbleib der Quartiermeisterabt. wird auf dem taktischen Nachrichtenweg bekanntgegeben.
11.) Feldpost: II./A.R.54 meldet Feldpostnummern ihrer Einheiten! Abgehende Post wird befördert, ankommende Post stockt durch Organisationsschwierigkeiten der
     Armee.

Anlage 1 Beschaffung im besetzten Gebiet  -im Original vorhanden-
Anlage 2 Gebührnisse  -im Original vorhanden-
 
Division Reinhardt                                                                                                                  Div.Gef.Stand, den 13.9.39
      Ia                                                                                                                                  
                                                                             Divisionsbefehl Nr.17
                                                                              
1) Der Feind hat sich vor der Front der Division ruhig verhalten. In dem Gelände südostw.Blonie zwischen 4.Pz.Div. und 31.I.D. anscheinend noch stärkere Feindteile.
   Die Division rechnet nicht mehr mit stärkerem Widerstand vor ihrer Front.
2) Die Division wird inm Zusammenwirken mit 31.I.D. die links auf Blonie und dann südl.der Utrata weiter nach Westen vorgeht den Feind ostwärts Blonie einkesseln und
   gewinnt die Linie Korfowe - Czarnow - Luszczewek. Sollte auf dem Wege dorthin stärkere Feind wider Erwarten in vorbereiteter Abwehr angetroffen werden, so ist er
   zu stellen und zu fesseln bis die Division entscheidet ob der Angriff gegen diesen Gegner heute durchzuführen ist. Angriffsbeginn 14.00 Uhr.
3) Unter Führung des Kdr.5.Pz.Brig.greifen an:
   Leibstandarte, Pz.Rgt.35, Pz.Abw.49 ohne 1 Komp. Artl.Gruppe Kempny. Der Angriff ist in schmaler Front mit rechtem Flügel entlang der Linie Nordrand Wieruchow -
   Fw.Krezki - Str.Borzecin Duory - Nordrand Leszno - Korfowo zu führen.
   Leibstandarte bereitet das Herausziehen des II.Btl. so vor, daß es dem Kdr.der 5.Pz.Brig.baldigst als Reserve zur Verfügung steht.
4) Der Artl.-Gruppe Kempny wird zur ersten Unterstützung des ANgriffes ausßer den bisher unterstellten Abtlgen. (I.u.II./A.R.103, II./A.R.54) die II./A.R.115 zugeführt
   und unterstellt. Sie ist im Raume um Konotopa - Duchnies so in Stellung zu bringen, dass sie zunächst den Angriff der Leibstandarte unterstützen kann, im weiteren
   Verlauf zusammengefasstes Feuer in die Südwestflanke der Div. legen kann.
   Gruppe Kempny unterstellt eine l.Battr. der verst.A.A.7 in Gegend Babice.
5) Verstärkte A.A.7 übernimmt die Sicherung und den Schutz de Nordflanke der Division in Gegend nördl.Babice.
   Ihr wird II./S.12 und 1 l.Battr.A.R.103 unterstellt. Verstärkte A.A.7 klärt Verhältnise in der Nordflanke der Division bis zur Weichsel in Gegend Czastkow - Czosnow.
   Wichtig ist Feststellung:
    a) Ob stärkerer Gegner noch in den Waldungen nördl.der Division.
    b) Wie sind Wegeverhältnisse in dem Waldgelände?
6) Schtz..Rgt.12 (ohne II.Batl.), dem mit Angriffsbeginn nach Durchführung der ersten Unterstützungsaufgaben die II./A.R.115 unterstellt wird, begleitet den Angriff der
   Leibstandarte links und rückwärts gestaffelt und hält sich bereit, von südw. gegen die Südflanke der Division vorgehenden Gegner aufzufangen.
7) Für alle Teile I.R.33 bleibt der bisherige Auftrag bestehen. 1/2 II./I.R.33 (Beiderseits Macierzys) wird der Division unmittelbar unterstellt.
8) Für I.R.82 verstärkt durch Artl.Gruppe Kadgien (II./A.R.60, III./A.R.31) bleibt bisheriger Auftrag bestehen.
9) Pz.Rgt.36 bleibt zunächst zur Verfügung der Division im bisherigen Raum.
10) 4.(H)/13 überwacht den Raum nördl.und westl.der Division Sobald die Wetterlage es zuläßt ist festzustellen:
      a) Wie verhält sich der gestern bei Leszno und südostw. schanzend gemeldete Gegner? Hierüber baldigst Meldung an KDr.5.Pz.Brig.
      b) Führt der Gegner aus der Gegend Sochaczew und nördl. Kräfte nach Osten?
      c) Sind stärkere Feindteile in dem Waldgelände nördl.der Division bis zur Weichsel.
11) Nachrichtenverbindungen:
    Fernsprechverbindungen zum XVI.A.K., I.R.82
    Funkverbindungen wie bisher.
12) Divisionsgefechtsstand bleibt zunächst wie bisher Piastow.

Nachtrag zu Ziff.1.
31.I.D. hat Blonie genommen. Sie hat den Auftrag, den Raum Milonewek - Pruszkow - Blonie vom Feind zu säubern, bevor sie zum Angriff nach Westen antritt.
Nachtrag zu Ziff.2.
Pi.62 scheidet aus dem Verband der 4.Pz.Div. aus. Es wird am 13.9. bei Grojec zur Verfg. der 10.Armee bereit gestellt.
3./Pi.79 stellt den zerstörten Übergang Pruzkow für alle Lasten wieder her.
Zusatz von Ib
Am 14.9. vormittags empfangen alle Truppen 2 Tagessätze Verpflegung in Nardarzyn.
Zusatz zu Ziff.10.
4.(H)/13 hält ab 13.00 Uhr 1 Artl.-Flugzeug und 1 Pz.-Überwachungsflugzeug startbereit.
 
Division Reinhardt                                                                                                                  Div.Gef.Stand, den 14.9.39
      Ia                                                                                                                                  
                                                                             Divisionsbefehl Nr.18
                                                                               für den 14.9.1939
1.) Der Angriff der Division hat heute den Feind (Teile der poln.2.Division) geworfen und zersprengt, zahlreiche Gefangene und große Beute bleiben in unserer
    Hand. Ein Durchbruch nach Osten der im Raume um Kutnow eingekesselten starken Feindkräfte steht in den nächsten Tagen zu erwarten.
2.) 31.I.D. übernimmt am 14.9. bis mittags den bisherigen Abschnitt der 4.Pz.Div. Bei Leszno wird A.A.31 um 6.00 Uhr die Teile der Leibstandarte ablösen.
3.) 4.Panzer-Division wird durch die 31.I.D. nach Westen an die Bzura geworfen, um diesen Abschnitt von der Mündung bis Sochaczew einschl.zu sperren.
4.) Im Anschluß an 4.Pz.Div. verteidigt XI.A.K. (19.I.D.) den Bzura-Abschnitt Sochaczew - Lowicz.
5.) Angriffsgruppe von Hartlieb geht, die Linie Leszno - Blonie  8.00 Uhr überschreitend, auf 2 Strassen gegen den Bzura-Abschnitt vor und sperrt ihn im
    Abschnitt Brochow - Sochaczew einschl. Eine Sperrung nördl.Brochnow bis zur Mündung bleibt vorbehalten.
      Es sind vorzuführen:
      Masse der Leibstandarte, Stab und eine Abt.Pz.Rgt.36,
      II./A.R.103 und Pz.Abw.Abt.49 ohne 1 Kompanie auf der
    Strasse Leszno - Wola Pasikonska - Brochnow.
    Teile der Leibstandarte, eine Abt.Pz.Rgt.36, II./A.R.54 und 3./Pi.79 auf der Strasse Blonie - Sochaczew. Bei Sochaczew ist frühzeitig mit Teilen 19.I.D. Verbindung
    aufzunehmen. Auf Strasse ostw.Sochaczew angeblich Verminungen.
6) A.A.7, der Division unmittelbar unterstellt, folgt hinter den rechten Flügel der Angriffsgruppe v.Hartlieb. Ab Leszno sichert das Vorgehen der Division nach
   Westen durch Aufklärung gegen den Weichselabschnitt Wilkow-Wyszogrod. Erkundung der Wegverhältnisse in dem Sumpf- und Waldgelände ist für das später beabsichtigte
   Durchkämmen wichtig.
7) Die übrigen Teile der Division werden in den Raum Kampinos-Paprotnia - Grady vorgeführt. Es erreichen:
     a) Nach Weisung Kdr.II/S.12
        ab Zaborow 10.00 Uhr über Leczno den Raum Kampinos-Wiejca II./S12 und I./103. Masse dieser Abtg.ist in Gegend Zaborow einzugliedern.
     b) Nach Weisung Kdr.S.12..
        ab Swiecice 10.00 Uhr über Blonie den Raum Gnatowice - Paprotnia - Cholswy Stab und I./S 12,.... II./A.R.115, 1/3 Pz.Abw.Abt.49, II.Staffel Div.Stb.,
        Masse N 79.
     c) Pz.Rgt.35
        ab südl.Lesznow 9.00 Uhr auf dem Wege Wasy - Fw.Bialuty - Rochale - Wlk.Gawartowa - Wola den Raum Prusy - Gawartowa - Wola.
     d) Nach Weisung Chef Br.Kol.
        ab Swiecice 11.00 Uhr über Blonie - Lesznow - den Raum Grady - Charnow Br.Kol.und l.Pi.Kol. I.Staffel Div.St.marschiert ab Piastow 8.00 Uhr über Blonie nach
        Pawlowice.
8) I.R.33 wird Korps-Reserve Es ist nach Weisung des Kdr. bereit zu stellen mit je 1 Batl.
     um Pruszkow (Hier Rgts.Stab),
      " Piastow
      " Nadarczyn.
   Die im Ostteil Gorce an der Straße Warschau - Babice stehenden Teile des Regiments sind heranzuziehen.
9) Aus dem Verband der 4.Pz.Div. scheiden am 14.9. 12.00 Uhr aus:
    I.R.82
    Art.Rgts.Stb.627,
    II.A.R.60,
    III./A.R.31
   Sie treten unter den Befehl der 31.I.D. Bis 12.00 Uhr behalten sie ihren alten Auftrag bei.
10) Artl.Kdr.20 der Division unterstellt bereitet den für später vorgesehen verstärkten Artl.Einsatz am Bzura-Abschnitt vor.
11) 4.(H)13 klärt auf im Raume Wyszogrod - Bodzanow - Gabyn - Zychlin - Lowicz. Ich will wissen, führt der Gegner auf den von Westen kommenden Straßen gegen
    den Bzuraabschnitt Kräfte heran?
    Ferner ist aufzuklären das Waldgelände nördl.der Division.
12) l.Flak Abt.77 schützt das Vorgehen der Angriffsgruppe v.Hartlieb mit der Masse, mit Teilen übernimmt sie den Schutz des Rastraumes der übrigen Teile der
    Division.
13) Nachrichtenverbindungen, Funkverbindungen nach rückwärts und seitwärts zu Angriffsgrupen v.Hartlieb, Pz.Rgt.35, Schtz.Rgt.12 über Fernsprechverbindungen
    imm Rastraum ergehen Sonderbefehle.
14) Div.Stab bleibt bis 8.00 Uhr Piastow, ab 9.30 Uhr Pawlowice.
15) Kennwort: Breslau
   
    
 
Division Reinhardt                                                                                                                  Div.Gef.Stand, den 14.9.39
      Ia                                                                                                                                   17.30 Uhr
                                                                             Divisionsbefehl Nr.19

1) Gr.v.Hartlieb hat in raschem Vordringen von Osten im Kampf mit schwachem Gegener den Bzuraabschnitt erreicht. Bei Konary, Ostrzeszwo und Sochaczew leistet der
   Feind noch auf dem Ostufer Widerstand.
2) Gr.v.Hartlieb gliedert sich nach Säuberung des Ostufers vom Feinde am Bzuraabschnitt Fw.Witkowice-Sochaczew einschl.mit den bisher unterstellten Kräften zur Abwehr.
   Im Falle eines feindlichen Angriffs ist der Bzuraabschnitt zu halten. Die Abwehr ist so vorzubereiten, dass unter dem Schutze von Stützpunkten und unter Sicherung
   des ganzen Flußabschnittes starke Teile beweglich zu Gegenstössen zurückgehalten werden.
   Einheitliche Leitung der gesamten Artl.ist wichtig.
3) Im Anschluß an Gr.v.Hartlieb verteidigt 19.I.D. den Bzuraabschnitt von Sochaczew aufwärts, Anschluß bis an Wegegabel im Südteil Sochaczew zu suchen (I.R.59)
4) A.A.7 treibt unter Fortsetzung der Aufklärung gegen die Weichsel nach Norden Spähtrupps gegen den Bzuraabschnitt Mündung - Fw.Witkowice vor. Sie sind an der Bzura
   zu belassen.
5) Nicht eingesetzte Teile 4.Pz.Div. verbleiben in ihren Rasträumen.
6) Div.Flak.Abt.77 schützt mit der Masse die zu Gegenstössen bereitgestellten Teile der Gr.v.Hartlieb, mit Teilen übernimmt sie wie bisher den Schutz des Rastraumes
   der übrigen Teile der Division.
7) Nachrichtenverbindungen: Fernsprechverbindung zu Gr.v.Hartlieb.
   Funkverbindungen wie bisher.
8) Div.Gef.Stand bleibt Pawlowice.
 
Brigade Hartlieb

An Pz.Rgt.35, L.A.H., A.R.103, Abw.Abtlg.49, 3./Pi.79

                                                                        Zusatzbefehl zu Div.Befehl v.14.9.39.

1.) Führer Marschgruppe rechts: Oberst B r e i t h
      "         "       links : Kdr.I./L.A.H.
2.) Die den Marschgruppen zuzuführenen Einheiten regeln ihre Versammlung in und bei den Ablauforten (Leszno u.Blonie) so, dass im Anfahren nach vorwärts
    die befohlenen Abstände erreicht werden. Ablaufoffiziere sind von den Marschgruppenführern ab 7.45 Uhr aufzustellen. Fühlungsnahme mit diesen durch
    Führer der Untereinheiten ist sicherzustellen. Antreten vorderster Teile 8.00 Uhr.
3.) Marschfolge in den Marschgruppen: Voraus Pz.Verbände, dahinter Teile L.A.H., Artillerie, Rest L.A.H.
4.) Marschgruppe rechts bereitet Abdrehen von Teilen bei Wola Rasionska nach Mitte Sperrabschnitt vor.
    Sicherungen und Erkundungen im Sperrabschnitt sind frühzeitig anzusetzen. Die Brückenübergänge sind durch vorbereitet Sprengungen zusätzlich zu sperren.
5.) Ich gehe nach Sochaczew. Meldungen über getroffene Sperrmassnahmen mit Skizze dorthin.
 
Division Reinhardt                                                                                                                  Div.Gef.Stand, den 16.9.39
      Ia
                                                                    Divisionsbefehl Nr.21

1) Vor überlegenem Gegner kommt es darauf an, heute Nacht einen Brückenkopf westl.der Bzura zu halten, bis morgen neue Divisionen in den Kampf eingreifen.
2) Der Brückenkopf wird damit er sicher verteidigt werden kann, durch zurücknahme der Front verkleinert.
3) Es wurden 3 Abschnitte gebildet:
    a) rechter Abschnitt: Leibstandarte A.H. (ohne 1 Batl.) verstärkt durch Rgts.Stab und I./Abt.Pz.Rgt.35
    b) mittlerer Abschnitt Schtz.Rgt.12 verstärkt durch II./Pz.Rgt.35
    c) linker Abschnitt: I.R.33 (ohne III) verstärkt durch II./Pz.Rgt.36.
  Abschnittsgrenzen rechts und links für mittleren Abschnitt: rechts Zukewka Süd - Weg nach Makro-Pionki Mitte (zu Mitte)
  Links Labianka Süd - Wegegabel in Adamowa Gora (Weg von Pionki) Fw.Sokule (zu Mitte);
4) Hauptkampflinie, die verteidigt werden muß von Bzura - Südteil Mistrzowice - Nordwestecke Bibijampo - Wisnok - Molonka - Westrand - Straßengabel in Adamowa Gora
   (Weg von Pionki) - Westrand der Waldstücke westl.Karwowo-Bzura bei Br.Trojanow (1km nordostw.Straßenbrücke Sochaczew). In diese Linie ist die Masse der Truppe bei
   bei Einbrechen der Dunkelheit zurückzufahren und unter sicheren Anschluß zu gliedern. Wo nötig Verstärkung durch Sperren und Hindernisse (besonders an Wegen).
5) Artl.Kdr.20 gibt während der Nacht auf besonderen Gefahrenpunkte nach mündlicher Anweisung Störungsfeuer ab. Er bereitet zusammengefasstes Abwehrfeuer besonders dort
   vor, wo Wege in den Brückenkopf hineinführen.
6) Div.-Res-.: 1 Btl. Leibstandarte dicht nördl.Fw.Zakow Rgts.Stb.und I./Pz.Rgt.36 bei Fw.Zukow.
               3./Pi.79 an der Brücke Ostroczowo zum unmittelbaren Schutz auf beiden Ufern.
7) Pz.Abw.Abt.49 behält Auftrag bei, besonders Front nach Norden und Nordosten zu sichern.
8) Flak.Abt.77 behält bisherigen Auftrag.
9) A.A.7 übernimmt den Schutz de Division ostw.der Bzura in den Waldstücken bei Fw.Wolka Aleksandrowka.
10) Sämtliche entbehrlichen Fahrzeuge sind aus dem Brückenkopf nach Osten zurückfzuführen und Truppenteilweise gesammelt aufzustellen und unmittelbar zu schätzen.
11) Hauptverbandplatz: Fw.Szczytno.
    Wagenhalteplatz Mostki (Fabrik)
12) Nachrichtenverbindungen: Fernsprecher zu den 3 Abschnitts-Kdr. Funk wie bisher.
13) Divisions-Reserven entsenden Verbindungsoffiziere zur Div.
14) Kennwort: Hochmeister
15) Div.Gef.Stand: Fw.Zukow
 
Division Reinhardt                                                                                                                  Div.Gef.Stand, den 17.9.39
      Ia
                                                                    Divisionsbefehl Nr.22

1) Die Division hat heute im Brückenkopf westl.der Bzura dem Ansturm zweier Divisionen Stand gehalten. In ihrem Abwehrfeuer, vor allem im Feuer der starken Artl.
   sind alle Durchbruchsversuche des Gegners zusammengebrochen.
2) Morgen kommt es darauf an, dem schwer erschütterten Gegner, der nördl.auszuholen versucht, endgültig den Rückweg über die Bzura abzuschneiden.
3) Hierzu greift Angriffsgruppe v.Hartlieb (I./SS, III./I.R.33, Pz.Rgt.36, A.A.7 und neu unterstelltes Schtz.Rgt.Btl.Hänisch), 8.30 Ühr über die Linie Janowek -
   Brochow antretend, beiderseits Fw.Tutowice vorbeistoßend an und stößt durch bis zur Weichsel bei Sladow.
   Der Angriff ist so zu führen, dass die Inf.unter Ausnutzung des starken Artl.-Feuers im engsten Zusammenarbeiten mit den zu unterstellenden Pz.-Einheiten von
   Abschnitt zu Abschnitt vorstößt, mit rechtem Flügel entlang der Linie Waldstück dicht ostw.Janowek Ostrand Wilcze Tutowski Ostrand Sladow.
4) Artl.Kdr.20 bringt die gesamte Artl.der Division so in Stellung, dass sie in der Lage ist, in beiden Btl.-Streifen mit zusammengefasstem Feuer je nach Bedarf zu wirken.
   Für Feueranforderungen gilt anliegende Pause.
   Auf Zusammenarbeit werden angewiesen:
     I./SS. auf I./A.R.103,
     III./I.R.33 auf II./A.R.103.
   1 Artl.-Flugzeug wird Artl.-Kdr.20 unterstellt.
5) 4(H)13 klärt auf sobald die Wetterlage es zuläßt, im Angriffsstreifen der Angriffsgruppe v.Harlieb und im Raume westl.der Bzura und südl.der Weichsel bis zur Linie
   Swiniary - Kiernozia. Es kommt vor alledem darauf an, der Division schnell zu melden, auf welchen Wegen im Aufklärungsraum Feindkolonnen von Westen gegen die
   Bzura vorgehen.
   Über das Vorschreiten des Angriffs der 2.l.Div., die ostw.der 4.Pz.Div. aus Gegend Kampinos auf Wilkow und der 19.I.D., die aus der Gegend Biala Gora auf südl.
   Wischogrod vorgeht, ist laufend zu melden.
6) Pz.Abw.Abt.49 übernimt den Schutz der Angroffsgruppe v.Hartlieb vor allen in der Front und in der Flanke.
7) L.Flak Abt.77 übernimmt mit der Masse den Schutz der Artl., mit eilen schütz sie Bereitstellungen und den Angriff der Gruppe v.Hartlieb.
8) Stab und II./S.12 steht ab 9.30 Uhr zur Verfg. der Division einsatzbereit im Raume Feliksow - Juljanow - Zosin.
   I.R.33 (ohne III) steht ab 10.00 Uhr im Raume Kistki - Nw.Wies zur Verfg. des XVI!.A.K. marschbereit. Verbindungsoffz. meldet sich 0.00 Uhr bei Korps-Gef.Stand
   Sochaczew.
9) Kdr.d.Pioniere setzt mit den verfügbaren Pi.-Kräften ab 8.00 Uhr den Bau der Brücke Sochaczew fort. Sodann ist baldmöglichst Brücke Chodakow durch 3./Pi.79
   zurückzubauen, um das Gerät zu anderer Verwendung verfügbar zu haben.
10) Die nicht eingesetzten Teile der Division rasten in ihren Unterkunftsräumen und setzten Waffen und Fahrzeuge in Stand.
    Es rasten:
      Leibstandarte (ohne I) im Raume Pasiekonie - Paski - Gnawice - Zawady,
      Pz.Rgt.35 im Raume Topolowa - Fw.Gaj - D.Teresin.
11) Nachrichtenverbindungen: Fernsprechverb.zu Angriffsgruppe v.Hartlieb, Funkverb. wie bisher.
12) Hauptverbandplatz: Fw.Szczytno, Wagenhalteplatz Plecewice.
13) Divisonsstab Strzyzew.
14) Kennwort 17./18.9. Würzburg.
 
Division Reinhardt                                                                                                                Div.Gef,Stand, den 17.9.1939.
       Ic
                                                                    N a c h r i c h t e n b l a t t :
                                                                    =================================

Die Eroberung Ost-Galiziens schritt am 16.9. weiter fort. Lemberg ist von drei Seiten umstellt. Polnischen Kräften Lembergs wurde der Rückzug nach Südosten verlegt.
Nördlich der San-Mündung dringen unsere Truppen in Richtung Lublin weiter vor. Demblin wurde genommen. 100 unzerstörte Flugzeuge fielen dort in unsere Hand.
Bei Wlodawa südlich Brest haben sich die vordersten Lufklärungstruppen der aus Ostpreußen und der aus Oberschlesien und der Slowakei die Hand gereicht. Die Schlacht
von Kutno nimmt ihren planmäßigen Verlauf. Von Osten her wurde Kutno genommen.
Der Versuch abgesprengter polnischer Truppen über Siedlce nach Südosten zu entkommen endet mit Gefangennahme von 12 000. 80 Geschütze, 6 Panzerkampfwagen und 11 Flugzeuge
wurden ausserdem erbeutet.
Bei weiter ungünstiger Wetterlage nahm die Luftwaffe ostwärts der Weichsel durch wiederholte Angriffe auf Truppenansammlungen und Marschkolonnen den zurückflutenden Gegner
die Möglichkeit seine Verbände zu ordnen.
Die Rundfunksender Wilna und Baronowice wurden durch Luftangriffe zerstört. Warschau ist eng umschlossen. Um die Bevölkerung der polnischen Hauptstadt vor schwerstem Leid
und Schrecken zu bewahren, hat die deutsche Wehrmacht den Versuch unternommen, durch einen Offizier den polnischen milit.Befehlshaber von Warschau zur Aufgabe seines
zwecklosen Widerstandes einer offenen Millionenstadt zu veranlassen. Der polnische Befehlshaber in Warschau hat es abgelehnt, den deutschen Offizier zu empfangen.
Im Westen erlitt der Feind bei einigen Stoßtrupp-Unternehmungen in der Gegend von Zweibrücken erhebliche Verluste. Ein feindl. Fesselballon wurde abgeschossen. Luftangriffe
auf das Reichsgebiet fanden nicht statt.
 
Division Reinhardt                                                                                                                 Div.Gef.Stand, den 18.9.1939.
      Ic
                                                                    N a c h r i c h t e n b l a t t :
                                                                    =================================
 
Der Feldzug in Polen geht seinem Ende entgegen. Nach der völligen Umschließung Lembergs und der Einnahme von Lublin steht ein Teil des deutschen Ostheeres in der
allgemeinen Linie Lemberg-Wlodzimierz und hat damit den größten Teil Polens besetzt. Dahinter folgt an anderen Stellen die Vernichtung und Gefangennahme einzelner
versprengter Reste der ehemaligen polnischen Armee Die stärkste dieser umschlossenen Kampftruppen(etwa ein viertel des polnischen Heeres) ist südlich Wyszogrod
zwischen Bzura und Weichsel auf engstem Raum zusammengepresst und geht seit gestern der Auflösung entgegen. Aus dem umschlossenen Warschau wurde gestern durch den
polnischen Sender die Bitte an das Oberkommando der Wehrmacht gerichtet, einen Parlamentär zu empfangen. Das Oberkommando der Wehrmacht hat seine Bereitwilligkeit
dazu erklärt. Bis gestern um Mitternacht hat sich kein Parlamentär bei unseren Truppen eingefunden. Die Luftwaffe griff die südwestlich Wyszogrod eingeschlossenen
polnischen Kräfte wirksam an. Polnische Fliegerkräfte traten an der ganzen Front nicht in Erscheinung. Die Luftwaffe hat damit die ihr im Osten gestellte Aufgabe
im wesentlichen erfüllt. Zahlreiche Einheiten der Fliegertruppe und Flak sind zurückgezogen und stehen für anderweitige Verwendung bereit.
Jm Westen fanden keine nennenswerte Kampfhandlungen statt. Bei Saarbrücken wurde ein französischer Flieger von einem deutschen Jäger abgeschossen.
Luftangriffe auf deutsches Reichsgebiet fanden nicht statt.
 
Generalkommando XVI. A.K.                                                                                                           K.Gef.St.Boryszew A, 20.9.39.

Am Ende der ersten Kriegswoche stand das XVI.Armeekorps nach siegreichen Gefechten und stolzen Marschleistungen vor Warschau. Damit war eine Grundlage geschaffen
für die weiteren Erfolge der 8. und 10. Armee der letzten 10 Tage:
   2 feindl. Armeen wurden in harten Kämpfen an der Bzura vernichtet.
Wir verdanken den Sieg der hohen Bewährung aller Führer, der Tüchtigkeit des deutschen Soldaten und dem Einsatz des Lebens bester deutscher Männer. Ehrfurchtsvoll
und stolz senken wir den Degen vor unseren Gefallenen. Sie sollen uns Vorbild und Ansporn sein zu neuem harten Siegeswillen!

Ich danke allen Truppen, die in diesen Wochen längere Zeit unter meinem Befehl gefochten haben, der 1. und 4. Pz.Division, der 31. und 19.Inf.Division, dem I.R.33
der 13.Inf.Division, der  SS-Leibstandarte, dem Artl.Kdr.20 mit zahlreichen schweren Artl.Abteilungen, der Nebel-Abt.1, den Korpstruppen und den mir unterstellten
Teilen der Luftwaffe für ihre opferbereite Pflichterfüllung und wünsche ihnen auch für die Zukunft Sieg und Anerkennung. Der erste Teil des Krieges ist beendet.
"Nach dem Siege binde den Helm fester !" Es gilt, sich für neue Aufgaben vorzubereiten. Wir erwarten die Befehle des Führers.
 
                                                                                                            Der Kommandierende General.
 
Division Reinhardt                                                                                                                    Div.Gef.St Stczytno, den 20.9.39
   Abt.Ib

                                                  Besondere Anordnungen für die Versorgung (Nr.13).
                                                  ================================================
1.) Durch Division Reinhardt werden versorgt:
       Leibst.Adolf Hitler (auf Anforderung)
       I.R.33 (bis 21.9.39 einschließlich)
       Stra.Baubtl.Rothe
       le.Flakabt.77
       4./(H)13
2.) Munitionswesen:
    Die Einheiten ergänzen ihre Mun.-Bestände in Mun.-Ausgabestelle Piasecznia bzw. auf dortige Weisung in Blonie am 21.9.39 in der Zeit von 05.00 bis 12.00 Uhr.
    Ab 12.00 Uhr wird die Mun.-Ausgabestelle aufgelöst. Polnische Beutemun. ist für Ergänzung von Inf.-Mun. heranzuziehen. Überzähligen Bestand an Mun. führen
    die Einheiten weiter mit.
3.) Kraftfahrwesen:
    a)Betriebsstoffausgabe: Die Betr.St.Ausgabestelle verbleibt im Piasecznica, l0 km ostw. Sochaczew.
    b)Kfz.-Instandsetzung:
      1.) Die zur Verfügung gestellten Ersatz-Kfz. werden wie folgt verteilt:
             A.R.103       1 Krd.m.Bwg.
                           1 Krd. 2 Lkw.
             Schtz.Rgt.12  1 Krd.m.Bwg.,1 Krd., 2 Lkw.
             Pz.Rgt.35     1 Krd., 1 Lkw.
             Pz.Rgt.36     1 Krd., 1 Lkw,
             3./Pi.79      1 Lkw.
             Div.N.F.      3 Lkw.
          Auslieferungsscheine sind bei der Division zu empfangen. Die Abholung der Kfz. sind durch die Truppenteile bei Armeekraftfahrpark Tschenstochau zu
          veranlassen.
      2.) Der Reifenvorrat beim Kraftfahrpark ist zur Zeit aufgebraucht. Nachschub aus der Heimat wird voraussichtlich zum Armeekraftfahrpark Kielze nachgeschoben.
          Die Ausgabebereitschaft wird besoners mitgeteilt.
4.) Verwaltungswesen.
    A. Verpflegung.
    1. Wegen des Vorkommens von Trichinen und Finnen bei Schlachttieren in Polen ist der Genuß ungekochten Fleisches in jeder Form gesundheitsschädlich und daher verboten.
    2. Getränkeortionen.
       Die in der Einsatz-Wehrmachtsverpflegungsvorschrift Ziff.16 aufgeführte Getränkeportion (auch Branntwein) darf unter den unter dieser Ziffer genannten Voraussetzungen
       (Truppenärztliche Bescheinigung usw.) ausgegeeben werden. Der Empfang der auf Seite 52 der EWVV gegannten, neben der Kaffee- oder Teeportionen zuständigen
       Alkoholportion wird untersrrt, insbesondere die Ausgabe an Kraftfahrer.
    B. Gebührnisabfindung:
       Siehe Beilage a.
    C. Bekleidung:
       Siehe Beilage b.
    D. Beschaffung aus dem Lande.
       Es wurde mehrfach festgestellt, daß trotz der Befehle, die von der Division über den Ankauf aus dem Lande gegeben waren, von dem Ankauf noch gar kein oder nur geringer
       Gebrauch gemacht wurde. Zur Schonung der heimischen Ernährungswirtschaft und insbesondere um den Verbrauch der wertvollen Bestände (Fleisch und Gemüsekonserven) zu
       unterbinden, muß nach wie vor, soweit es die Lage irgendwie erlaubt, Verpflegung unbedingt dem Lande entnommen werden. Die Lebensmittel wie Kartoffeln, Gemüse, Kohl u.
       ähnliches sind mit Hilfe von Gefanenen zu ernten. Auch Zivilhilfskräfte können dazu mit herangezogen werden.
       Schlachtungen werden in der Regel durch den Schlächtereizug der Division vorenommen, um eine restlose Ausnützung zu erzielen. Sind die Truppen ausnahmsweise genötigt,
       selbst zu schlachten, müssen in erster Linie Schweine und Geflügel geschlachtet werden. Schlachtungen von Rindern dürfen nur in ganz besonderen Ausahmefällen vorgenommen
       werden, um eine Vergeudung von Fleisch, Innereien und insbesondere den Verlust von Tierhäuten zu vermeiden.

5.) Sanitätswesen:
    I.   Von den Truppenärzten sind Gesundheitsbesichtigungen abzuhalten. Dabei ist besonders auf Hautkrankheiten und Ungeziefer zu achten. Fälle von Darmkatarrh sind festzustellen.
         Über das Ergebnis ist kurz mit der Morgenmeldung zu berichtigen.
    II.  Die Truppendäzte melden sich während der Ruhetage einzeln beim Div.-Arzt und berichten dabei über ihre Erfahrungen.
    III. Die täglichen Meldungen über Verluste treffen zu spät ein. Jeder Truppenarzt hat die Pflicht mit dem Adjutanten den Meldeweg nochmals festzulegen und mit den Kradmeldern
         Fühlung zu nehmen. Lieber unvollständige Meldungen als gar keine. Nachmeldungen sind immer möglich. Die Ruhezeit ist zu Nachforschungen nach dem Verbleib von Verwundeten
         und Vermissten zur Klärung von Unstimmigkeiten durch Vergleich mit Truppenmeldungen zu benutzen. Die Erstellung des neuen l0 Tagesrapportes ist sofort in Angriff zu nehmen.
     IV. Kranke sind dem Feldlazarett der 31.I.D. in Siestrzen, und der Krankensammelstelle in Grojec zu überweisen. Auf den sofortigen Bau der Latrinen und ihre Überwachung wird
         hingewiesen,
6.) Beute:
    Eingebrachte Beute ist nach Sochaczew abzuschieben.

Beilage a) Gebührnisabfindung - im Original vorhanden -
 
4.Panzer-Division                                                                                                                       Div.Gef.Stand, den 20.9.1939.
                                                                                                                                             Strzyzew
                                                               D i v i s i o n s t a g e s b e f e h l .

Die Schlacht an der Bzura ist beendet, sie ist zu einem entscheidenden Siege über sehr starke Kräfte des polnischen Feldheeres g
eworden. In dieser Schlacht hat die
verstärkte 4.Panzer-Division an besonders maßgebender Stelle gefochten. Unsere Aufgabe war nicht nur, den
Ring um den Feind durch Angriff bis zur Weichsel zu schließen,
sondern wir hatten bis zum Ende den letzten Ansturm der Masse des Feindes auszuhalten, der wenn auch ungeordnet, so doch oft in verzweifelten Draufgehen versuchte sich
nach Osten auf Warschau durchzuschlagen.
 Die verstärkte 4.Panzer—Division hat diese ihre schwere Aufgabeerfüllt. Oftmals nach allen Seiten kämpfend, Teile vorübergehend
vom Feinde eingeschlossen, ist es in meheren Tagen und Nächten dauernden Kämpfen gelungen starken Feind im Angriff und Abwehr zu vernichten, ihm das Aussichtslose seines
großen Durchbruchsgedankens
einzuhämmern, bis seine Angriffskraft gestern zusammenbrach, und die Division ihren Sieg mit dem Einbringen von über 20 000 Gefangenen und
reichen Beute abschließen konnte.
 Die verstärkte 4.Panzer—Division kann mit Stolz auf ihre Leistung der letzten schweren Tage zurückblicken. Ich danke jeden einzelnen
Angehörigen meiner verstärkten 4.Division von ganzen Herzen dafür,daß er mit dem Einsatz seiner ganzen Kraft zu diesem Erfolge beigetragen hat. Ich weiß, wieviel Zusammenreißen
unserer an sich schon
von den vorhergehenden Kampftagen geschwächten Kraft dazu gehört hat, auch diesen Sieg zu erringen. Zahlreich sind die Beispiele, wo einzelne durch besondere
Kühnheit und Tatkraft im Kampf, im Nachschubdienst‚ im Sanitätsdienst und wo immer es nötig war, besondere
Erfolge errangen haben. Hierfür meine besondere Anerkennung zu sagen ist
mir Pflicht und vom Herzen kommendes Bedürfnis.
 Ich hoffe. daß die Division nunmehr einige Ruhetage genießen wird zur notwendigen Auffrischung von Mensch und Gerät. Denn wollen wir
alle in gegenseitigen Vertrauen auf unsere Kriegserfahrung und
auf die Wirksamkeit unserer Waffen zu neuem Einsatz und neuer Leistung bereit sein, um weiter mitzuhelfen zum
endgültigen Siege unseres Großdeutsehlands und unseres geliebten Führers, dessen Her
z nur für sein Volk und seinen Soldaten schlägt. Wir senken in Dankbarkeit und stolzer Trauer
unsere Fahnen vor
unseren treuen unvergeßlichen Kameraden, die den Sieg mit ihrem Leben erkämpfen mußten. Den aus meinen Befehlsbereich ausscheidenden Stäbe und Truppen, die in
treuer Waffenbrüderschaft mit uns gekämpft und geblutet
haben, gilt mit mein Dank mein besonderer Wunsch für weitere Erfolge.
 
4.Panzer-Division                                                                                                          Div.Gef.Stand, den 20.9.39
     Ia           

                                                                Divisionsbefehl Nr.23

1) Die 4.Panzer-Division wird am 21.9.3 in den Raum Szymanow - Sucha - Lasieczniki - Smolarnia - Sokule verlegt.
2) Den Truppenteilen werden folgende Unterkunftsräume zugewiesen:
     a) 5.Pz.Brig. Bolimow
     b) Pz.Rgt.35  Ziabki - Fw.Krasnow-Humin
     c) Pz.Rgt.36  D.Jasionna - Lasieczniki - Ziemiary - Bolimow
     d) Sch.Rgt.12 D.Rokotow - Alkesandrow - D.Bielice
     e) A.A.7      Kurdwanow - Parc.Czerwona
     f) A.R.103    Kol.Wola Szydlowiecka - Fw.Halin - Popielarnia - Starkowiec
     g) Pz.Abw.49  Sucha - D.Gradow
     h) 3./Pi.79   Rozanow - Babskie - Budy
     i) l.Flak 77  Fw.Wola Miedniewska - G.Babski - Borek - Wola Miedniewska - Miedniewska
     j) Rückw.Dienste Wiskitki - Wiskitiki Str.  Miedniewice - Tomaszow - Sokule - Dzialki
     k) Div.Stb.u.N.A.79 Szymanow
     l) Für Leibstandarte A.H. ist später der Raum Fw.Strugi - Kol.Oryszew - Drzewicz - Buszyce vorgesehen.

Guzow ist durch A..O.K.10 belegt, es steht den Truppen der 4.Pz.Div. nicht zur Verfügung.

3) Die Truppenteile entsenden am 21.9. früh Quartiermacher in die zugewiesenen Räume zur Vorbereitung der Unterkunft.
4) Der Marsch in den UNterkunftsraum wird auf 3 Straßen durchgeführt:
   Straße 1: Fw.Tulowice - Plecewice - Kistki - Sochaczew - Sucha - Bolimow.
   Straße 2: Mokas - Mostki - Zosin - Chrzczany - Budki Piaseckie - Debowka - D.Bielice - Aleksandrow.
   Straße 3: Lazy - Pasikonie - Zawady - Gnatowice - Paprotnia - Szymanow.
5) Die Truppen erreichen die neuen Unterkuftsräume nach nachstehender Übersicht.
    a) Stab 5.Pz.Brig. u.Pz.35 ab Monary 11.30 Uhr auf Straße1 Sochaczew Straßenkreuz darf vor 12.00 Uhr nicht überschritten werden.
    b) Pz.Rgt.36 ab Szymanow 10.30 Uhr auf STraße Szymanow - Bolimow.
    c) Sch.Rgt.12 ab Fw.Tulowice 12.30 Uhr auf Straße 1 bis Sochaczew - Aleksandrow.
    d) A.A.7 ab Mostki auf Straße 2 11.45 Uhr.
    e) A.R.103 ab Mokas 14.30 Uhr auf Straße 2. Abt.Winkler ist bis 12.00 Uhr in den bisherigen Unterkunftsraum des Rgts.heranzuziehen.
    f) Pz.Abw.49 ab Wola Pasikonska 13.45 Uhr über Mostki - Kistki Straße 1.
    g) 3./Pi.79 ab Mokas 12.15 Uhr auf Straße 2.
    h) l.Flak 77 ab Fw.Paski 14.00 Uhr Straße 3 bis Guzow.
    i) Div.Stb.u.N.A.79 ab Pasikonie 11.00 Uhr Straße 3.
6) Die Verlegung der Rückw.Dienste regelt Ib. Soweit aus praktischen Gründen eine Verlegung außerhalb des für diese zugewiesenen Unterbringungsraumes
   notwendig ist, hat dies im Einvernehmen mit den für die Unterkunft zuständigen Truppen zu erfolgen.
7) Die Zeit im neuen Unterkunftsraum ist auszunutzen
    a) zur Neuordnung der Verbände. Ich ermächtige die Kdr. bis zum Eintreffen von Ersatz an Menschen, Waffen und Gerät die vorhandenen Einheiten so
       zusemmanzustellen, dass sie wieder kamfkräftig sind. Änderungen in der Kriegsgliederung sind mir bis zum 23.9. zu melden,
    b) Zur Säuberung und Pflege der Menschen, der Bekleidung, der Waffen und des Geräts,
    c) zur Verbesserung der Bewaffnung unter Verwendung von Beutewaffen und Beutegerät. Eine Ausstattung des Trosses mit M.G.und Pz.Abw.-Kanonen halte ich
       für zweckmäßig. Ich weise jedoch ausdrücklich darauf hin, dass eine Mitführung von M.Gs., für die nicht gleichzeitig eine genügende Mun.-Ausstattung
       vorhanden ist, zwecklos ist.
8) Die Unterkunft im neuen Unterkunftsraum ist so vorzusehen, dass die Einheiten möglichst zugweise gschlossen liegen. Die Unterkünfte sind örtlich zu sichern,
   Luftschutzmaßnahmen sind durchzuführen.
9) In den Unterkünften sind sofort Latrinen anzulegen. Die Truppenärzte überwachen die hygienische Durchführung.
10) Div.St.Qu. Szymanow.
    Alle Regimenter und selbständigen Abt.entsenden dorthin Befehlsempfänger.
 
Division Reinhardt                                                                                                                       Div.Gef.Stand, den 20.9.1939.
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                                                                              N a c h r i c h t e n b l a t t :
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Die Schlacht im Weichselbogen - die bei Kutno begann und sich bis an die Bzura zog - erweist sich als eine der größten Vernichtungsschlacht aller Zeiten. Die Zahl der
Gefangenen hat sich gestern allein an der Bzura auf 105 000 erhöht und wächst ständig. Dazu treten noch ausserordentlich hohe blutige Verluste des Feindes.Das erbeutete
Kriegsmaterial ist unübersehbar. Ernsterer Widerstand wird im ganzen von uns besetzten Polen nunmehr in Modlin und südlich davon sowie in Warschau geleistet. Unsere - in
der Verfolgung des Gegners bis zur Linie Stry - Lemberg - Brest - Bialystok vorgestoßenen Truppen - werden nunmehr nach der Vernichtung der dort befindlichen letzten Reste
der polnischen Armee wieder planmäßig auf die zwischen der deutschen und russischen Regierung endgültig festgelegten Demarkationslinie zurückgenommen. Die Kämpfe bei Gdingen
wurden gestern mit der Einnahme des Kriegshafens abgeschlossen. Auch hier fielen mehere 1000 Gefangene in unsere Hände. Das Schulschiff Schlesw.-Holstein und Streikräfte des
Führers der Minenboote griffen wirksam in die Kämpfe ein. Der Einsatz der Luftwaffe beschränkt sich an der ganzen Front auf Aufklärungstätigkeit. Im Westen nur örtliche
Spähtruppunternehmungen.
 
Division Reinhardt                                                                                                                     Div.Gef.St. den 22.September 39
   Abt.Ib                                                                                                                              (Szymanow)

Besondere Anordnungen für die Versorgung (Nr.14).

1. A11gemeines:
   A.O.K.X hat verfügt (Auszug): Ordnung,und Manneszuoht lassen hinter der Front zu wünschen übrig, Soldaten und Heeresgefolge, die bei eigenmächtigen Beitreibungen oder
   gar Diebstahl betroffen oder dieser Vergehen überführt werden, sind sofort festzunehmen und kriegsgerichtlicher Bestrafung zuzuführen. Die Kriegsgerichte haben bei der
   Strafbemessung strengsten Maßstab anzuleen. Gegen grobe Vernachlässigung im Anzug und Haltung ist von allen Vorgesetzten einzuschreiten. Mit besonderer Strenge ist
   vorschriftsmäßiges Grüßen und einwandfreies Verhalten als Posten durchzusetzen. Einer Verbrüderung mit der Bevölkerung ist entgegenzuwirken. Ein Arm -in Armgehen mit
   polnischen Mädchen verträgt sich nicht mit dem Ansehen des deutschen Soldaten. Versprengte, die ihr Abbleiben von der Truppe nicht einwandfrei begründen können, sind
   vorläufig festzunehmen und den zuständigen Verbänden zuzuführen. Die Truppenkommandeure haben schuldhaftes Zurückbleiben hinter der Truppe streng zu bestrafen. Diese
   Manneszucht auch hinter der Front durchzusetzen und vorzuleben ist eine der wichtisten Aufgaben jedes hier eingesetzten Offizieres und Unteroffizieres.
2. Postversorgung:
   Der Ein- und Auszahlunsverkehr im Geldübermittlungsdienst soll nach Möglichkeit bargeldlos abgewickelt werden. Deshalb sollen sich Barein- und Barauszahlungen bei den
   Feldpostämtern auf Ausnahmefälle beschränken. Einzahlungen auf Postanweisungen und Zahlkarten von militärischen Dienststellen und Wehrmachtsangehörien und möglichst auch
   von Wirtschaftsbetrieben, Kantinen usw. werden daher bei den Truppenzahlstellen gesammelt und bei den zuständigen Feldpostämtern mit Truppenanerkenntnis eingezahlt. Die
   Auszahlung von Post- und Zahlungsanweisuncen erfolgt in der Weise, daß die Auszahlungsbelege durch Beauftragte der Zahlstellen beim zustänidgen Feldpostamt abgeholt und
   durch die Truppenzahlstellen für Rechnung des Feldpostamtes ausgezahlt werden.
   Wegen der näheren Einzelheiten des Ein- und Auszahlungsverfahrens wird auf die Ziffer 143 ff der Felpostvorschrift verwiesen. Da nicht jede mit einer eigenen Feldpostnummer
   versehene Einheit eine eigene Zahlstelle besitzt, müssen die Truppenzahlstellen regelmäßig bei ihrem Feldpostamt nach Post- und Zahlunsanweisungen für alle ihnen kassenmäßig
   zugeteilten Einheiten nachfragen lassen. Der Beauftragte der Zahlstelle hat dabei die Fellpostnummer der beteiligten Einheiten und die Abrechnungsindentantur seiner Zahlstelle
   anzugeben.
3. Kraftfahrwesen:
   a) Betr.St.Ausgabe:
      Die Truppen empfangen am 22.9. bis spätestens 15.00 Uhr ihre fehlenden Betr.St.Mengen der ersten Ausstattung und Motorenöl zur Durchführung des Ölwechsels in Ausgabestelle
      Bahnhof Piasecznica (l0 km ostwärts Sochazcew). Auf pünktliche Einhhltung der Empfangszeit wird hingewiesen. Ab 15.00 Uhr wird Ausgabe geesperrt. Einheitsbehälter und Fässer
      sind sofort nach Entleerung fest zu verschließen, um Eindringen von Regen und Schmutz zu verhindern. Alle Leergebinde, die von der Truppe nicht in gefülltem Zustand mitgeführt
      werden können, sind bis 22.9.39 15.00 Uhr an der Betr.St.Ausg.Stelle abzuliefern.
   b) Der im Mob.-Plan Heer voresehene Tarnanstrich für Ergänzungs-Kfz. ist soweit noch nicht geschehen, umgehend durchzuführen.
   c) Instandsetzung:
      Armeekraftfahrpark 571 in Kielce , Stahlwarenfabrik Ludnikow, hat Instandsetzung für Kfz. aufgenommen. Dort sind Panzerersatzteile und Ersatzteile für tschechische Fahrzeuge
      ausgabebereit. Ersatzteile für Räder-Kfz. und Bereifung sind bis auf weiteres nur beim Armeekraftfahrpark 541, Tschenstochau, erhältlich.
   d) Austauschmotoren: Auf Befehl O.K.H. sind beim Empfang von Austauschmotoren und Getriebe für Panzer die ausgefallenen Motoren und Getriebe beim Armeekraftfahrpnrk abzugeben.
   e) Tarnanstrich:
      Farbe für Tarnanstrich ist durch den Armeekraftfahrpark 541, Tschenstochau zu beschaffen.
   f) Feldwerkstatt 542 befindet sich in Radom (Gewehrfabrik), seit 18.9.39 arbeitsbereit. Die Truppen haben bei Instandsetzungen die von den Werkstattkp. nicht durchgeführt werden
      können, Gebrauch von der Fellwerkstatt zu machen. Es ist Kfz.-und sonstiges Gerät zuzuführen mit Instandsetzungszeiten über 3 Tage je Stück.
   g) Panzerfahrzeue können gemäß Fernschreiben Gen.Qu.(Qu 3) bis auf weiteres nicht ersetzt werden. (Kpfw. und Spähwg)
   h) Die am 21.9.39 neu zugewiesenen Ersatz-Kfz. werden wie folgt verteilt:
                           A.R.103   1 m.Krad.
                                     1 s.Krad.m.Bwg.
                                     1 Pkw,
                                     2 l.(m)Lkw.
                                     1 Zgkw.
                           Schtz.12  2 m Krd.
                                     2 s.Krad.m.Bwg.
                                     2 Pkw.
                                     6 1.(m) Lkw.
                           Pz.Rgt.35 2 m.Krad
                                     2 1.(m)Lkw,
                           Pz.Rgt.36 2 m.Krd.
                                     2 l(m)Lkw.
                                     1 s.Lkw. (für Werkstattkp.)
                           3./Pi.79  1 m.Krd.
                                     2 1.(m)Lkw.
                                     1 s.Lkw,
                           N.A.79    1 Pkw.
                                     1 l.(m)Lkw.
                           le.Flakabt.77
                                     1 1.(m)Lkw.
                           4.(H)13 1 1.(m)Lkw.
                           Div.N.F.  1 m.Krad,
                                     1 Pkw.
                                     3 1.(m)Lkw.
                           Div.Stab  1. Pkw.
                                     1 Krd.m.Bwg.
   Für die zugewiesenen Fahrzeuge sind bei Division die Auslieferungsscheine abzuholen. Abholung der Kfz. sodann durch die Truppenteile beim Armeekraftfahrpark 541, Tschechstochau
   zu veranlassen.
i) Fahrweise und Marschdisziplin der Nachschubkolonnen sind zum Teil schlecht. Die Kolonnenführer sind auf Verbot des Selbstfahrens während des Führens ihres Verbandes hinzuweisen.
   Die Marschgeschwindigkeit am Anfang der Kolonnen ist häufig zu groß, Nachjagen der hinteren Kolonnenteile, übermäßige Abnutzung und Unfälle sind die Folgen. Für Abstellurng
   dieser Mängel ist umgehend Sorge zu tragen.

4.) Verwaltungswesen:
  A) Geldwesen: -im Original vorhanden LSSAH KTB -
 
Division Reinhardt                                                                                                                        Div.Gef.St.Szymanow, den 23.9.39
   Abt.Ib

Besondere Anordnungen für die Versorgung (Nr.14).

1.A11gemeines:
A)Rundfunkempfang:
  Der Truppe ist folgendes bekanntzugeben:
  Der Ministerrat für Reichsverteidigung hat durch die Verordnung über außerordentliche Rundfunkmaßnahmen vom 11.9.39 (Rgbl.I.S.1746) das absichtliche Abhören ausländischer
  Sender und das vorsätzliche Weiterverbreiten von Nachrichten ausländischer Sender verboten. Wer gegen dieses Verbot handelt, läuft Gefahr, durch ein Feldkriegsgericht zu
  einer Zuchthausstrafe verurteilt zu werden.
B)Die Auffüllung der Truppe auf Kriegssoll hinsichtlich Personal, Gerät und Kraftfahrzeuge wird erst nach Rückführung in das Reichsgebiet erfolgen. Mit Zuteilunng von
  Ersatzfahrzeuzen ist daher in größerem Umfange nicht mehr zu rechnen.
C)Ausladebahnhöfe. ab 22.9.39.
            Für Mun.: Tomaszow
             "  Betr.St.: Piotkow
             "  Verpflg.: Piortkow.
2.Verwaltungswesen:
  a) Für die Versorgung (Verpflegung) werden der 4.Pz.Div. zugewiesen:
       Stab Gen.Kdo.XVI.A.K.
       Korpsnachschubführer 473
       Nachr.Abt.62
       II./F1ak 23
       2.(H)23 Verpflegungsempfang für diese Korpstruppen am 24.9. 12.00 bis 14.00 Uhr für 2 Tage bei Ausgabestelle 4.Pz.-Div. in Anlehnung an A.V.L. Julianow (5 km nordostw.
       Rawa an der Straße von Msoczonow.
  b) Marketenderwaren werden von der Armee nachgeschoben. Die selbstständife Beschaffung von Marketenderwaren im Reichsebiet durch einzelne Verbände und Einheiten ist nur
     noch in dringenden Fällen zulässig. Befehl dazu nur durch mindestens oder selbständige Kommandeure. Den Einkäufern sind gestempelte Ausweise mit Unterschrift der
     anordnenden Kommandeure mitzugeben. Waren, die der Bewirtschaftung unterliegen, dürfen nicht gekauft werden.
3. Gerätewesen:
   Anforderungen an Waffen und Gerät müssen bis auf den dringendsten Bedarf zunächst zurückgestellt werden. Auffüllung auf vollen Sollbestand wird erst vor neuem Einsatz
   vorgenommen.
4. Betriebsstoffausbestelle für die am 24.9. in den neuen Unterkunftsraum marschierenden Truppen wird durch Div.N.F. mit 2 großen Kw.Kol. an der Straße Zarnowo-Paradyz
   eingerichtet.Sie ist so deutlich zu bezeichnen, daß sie von den Truppen leicht zu finden ist. Für die erst nm 25.9. marschierenden Teile der Division verbleibt die
   bisherige Betr.St.Ausbestelle. Truppen, die bisher keinen Ölwechsel vorgenommen haben, führen diesen vorläufig nicht durch, da das Öl nur Zeit nicht sichergestellt
   werden kann.
5. Sanitätswesen:
   Sämtliche Truppenärzte legen umgehend Verlustmeldungen für die Zeit vom 1.9.39 bis 20.9.39 nach dem in der Anlage beigefügten Muster vor. Die Meldungen sind bis
   spätestens 25.9.39 12.00 Uhr hierher vorzulegen. Die Truppenärzte melden die Zahl der bei ihnen befindlichen noch nicht geimpften Leute getrennt nach
   Pockenschutzimpfungen und Typhusschutzimpfungen.
   Nach Verlegung der Truppe in den Raum um Petrikau sind Kranke in die Krankensammelstelle oder das Feldlazarett in Petrikau abzuführen. Die Truppenärzte benutzen auch
   hier die Gelegenheit mit dem Feldlzarett Verbindung aufzunehmen und sich nach dem Ergehen ihrer Verwundeten zu erkundigen. 
 
Division Reinhardt                                                                                                            Szymanow, 23.9.39
Abt.Qu./V

Bezug: Generalkommando XVI.A.K. Abt.Qu./V v.23.9.39
Betr.: Ausfall von Pz.Kpf.Wg.u.Radfahrzeugen

Die Regimenter und selbstänigen Abteilungen melden umgehend, spätestens bis 24.9.39 20.00 Uhr die Totalausfälle an Pz.Kpf.Wg., Pz.Sp.Wg. und
Radfahrzeugen nach folgendem Muster:

                                       Pz.Kpf.Wg.
------------------------------------------------------------------------------
Truppenteil              Pz.Kpf.Wg.                Pz.Bef.Wg.           Summe
                IA   IB    II    III   IV          265   267
------------------------------------------------------------------------------ 
5.Pz.Brig.
Pz.-Regt.35
Pz.-Regt.36
N.A.79
------------------------------------------------------------------------------
Gesamtsumme:

                                       Pz.Sp.Wg.
------------------------------------------------------------------------------
Truppenteil              Sonderkfz.                     Summe
                13   221   222   223   234/263
------------------------------------------------------------------------------ 
Aufkl.Abt.7
N.A.79
------------------------------------------------------------------------------
Gesamtsumme:

                                       Radfahrzeuge
----------------------------------------------------------------------------------------------------
Truppenteil     l.Krad   m.Krad   s.Krad     Pkw.Kfz.       Lkw.         Zgkw.   Schein   Samm   Sum
                                           l. m. s. 15     l. m. Einh.           werfer   ler-   me
                                                                                 kw.      kw.
---------------------------------------------------------------------------------------------------- 
Panzer-Regt.35
usw. usw.
Gesamtausfall
Ersatzkfz.zu
gewiesen
-----------------------------------------------------------------------------------------------------
Bei den Pz.Kpf.Wg.sind die Ausrückestärken in Rotstift hinter die Ausfallziffer zu setzen. Bei den Radfahrzeugen ist die Zahl
der durch Zuweisung ersetzten Kfz. in der jeweiligen Spalte anzugeben.
 
A.O.K.10                                                                                                                     AHqu, den 24.9.1939
Ic/AO Nr.400/39 geh., II.Angel.

Betrifft: Anwesenheit des Führers am 25.9. bei 8. und 10.Armee

1.) Der Führer und oberste Befehlshaber der Wehrmacht wird am Montag, den 25.9.1939 bei der 8.und 10.Armee anwesend sein.
2.) XVI.A.K. stellt hierzu Sicherungsabteilung und Kraftfahrzeuge, wie für den 23.9.39 befohlen. Nach Möglichkeit sind dieselben Offiziere und
    Einheiten abzustellen. Meldung 25.9.39 8,30 Uhr bei Ic/AO 10.Armee in Guzow.
    Der Kom.General des XVI.A.K. und die Kommandeure der 1. und 4.Pz.Div. halten sich am 25.9.39 ab 9,00 Uhr im A.H.Qu.Guzow zum Empfang des Führers
    bereit (fernmündlich voraus).
3.) XV.A.K. setzt den Kommandeur und 1 Komp.der Leibstandarte Adolf Hitler nach Wiskitki in Marsch. Eitreffen dort bis 24.9.39 abends.
    Nach Eintreffen dort hat Leibstandarte sofort Befehlsempfänger zum A.H.Qu.Guzow zu entsenden (fernmündlich voraus).
 
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