VI.

Feldlaboratorien

Bakteriologische, chemische und klinische Feldlaboratorien sowie Reagenzien- und Untersuchungsgeräte.

Kleines Bakteriologisches Feldlaboratorium

Anforderungszeichen S 850 · Anlage S 1215
nach oben
Verpackung2 Kasten
Arbeitsdauer2–3 Wochen ohne Nachschub
GewichtKasten 1: 75 kg; Kasten 2: 85 kg
Außenmaße84 × 56 × 51 cm
Kleines Bakteriologisches Feldlaboratorium
Abb. 63. Kleines Bakteriologisches Feldlaboratorium.
Details einblenden

Das Kleine Bakteriologische Feldlaboratorium, in 2 Kasten verpackt, ist das leicht bewegliche Feldgerät des Hygienikers bei „Vorauszubeförderndem Personal“ (V.P.) und ermöglicht alle wichtigen seuchendiagnostischen Untersuchungen. Das Mitführen einer ausreichenden Menge von Reagenzien gestattet bei normaler Inanspruchnahme des Laboratoriums eine Arbeitsdauer von 2–3 Wochen ohne Nachschub.

Inhalt

Kasten 1: Brutschrank mit elektrischer Heizpatrone zu 220 Volt, Kochscher Sicherheitsbrenner und Juwel-Petroleumbrenner, Heißluftsterilisator, Filterstativ, Trockensubstanzen für Nährböden, Serumnährböden, Drigalski-Agar, Agar, Endoagar und Werkzeuge.

Kasten 2: Dampftopf (Sterilisator), Versandgefäße, Venülen, Seitz-EK-Filter, Handzentrifuge, Instrumentensterilisator, Reagenzien, Reisemikroskop, Mikroskopierlampe, Agglutinoskop, Bakterienaufschwemmungen zum Gruber-Widal, Testsera zur Blutgruppenbestimmung, agglutinierende Sera, ärztliches und Labor-Gerät.

Packordnung: H.Dv. 208/15.
Gewicht des Kleinen Bakteriologischen Feldlaboratoriums, Kasten 1: 75 kg, Kasten 2: 85 kg.
Außenmaße der Kasten: 84 × 56 × 51 cm.

1) An Stelle des Kleinen Bakteriologischen Feldlaboratoriums findet sich zum Teil noch der Bakteriologische Kasten im Feldgebrauch. Der Austausch wird nach und nach durchgeführt.

Bakteriologisches Feldlaboratorium

Anforderungszeichen S 850 · Anlage S 1211
nach oben
Verpackung7 Kasten
Arbeitsdaueretwa 2 Monate ohne Nachschub
Gesamtgewichtetwa 800 kg
PackordnungH.Dv. 208/16
Bakteriologisches Feldlaboratorium
Abb. 64. Bakteriologisches Feldlaboratorium.
Details einblenden

Das Bakteriologische Feldlaboratorium, Kasten 1 bis 7, ist das große Untersuchungsgerät des Bakteriologen der Armee-San.-Abteilung. Entsprechend den Anforderungen, die in diesem Arbeitsbereich an ein derartiges Gerät gestellt werden, wurde die große Zahl der Einzelgeräte und Reagenzien zweckmäßig und übersichtlich untergebracht. Jeder Kasten bildet ein geschlossenes Ganzes. Besonderer Wert ist auf die verschiedenen Beheizungsarten der Laborgeräte gelegt worden. Die Arbeitsdauer des Bakteriologischen Feldlaboratoriums ohne Nachschub kann bei normalem Anfall an Untersuchungen mit etwa 2 Monaten angegeben werden.

Inhalt

Kasten 1 enthält das Kleingerät für Laborarbeiten, Reagenzien wie Jodjodkalium-, Karbolgentianaviolett-, Karbolfuchsin-, Methylenblau-, Giemsa-, May-Grünwald-Lösung, Neißer I und II, agglutinierende Sera, Venülen und Versandgefäße.

Kasten 2. Die Rückwand des Kastens ist mit Eisenplatten ausgelegt, um im Bedarfsfall das Untergestell des Wasserbades aufschrauben zu können. Im Kasten befinden sich die Geräte und Vorräte zur Nährbodenherstellung, ferner der Dampftopf, in Büchsen verpackt Petri- und Drigalskischalen.

Kasten 3. Die Schmalseite des Kastens ist mit Eisenplatten versehen, um das Untergestell des Brutschrankes aufnehmen zu können. Der Kasteninhalt besteht im wesentlichen aus dem Brutschrank mit allem Zubehör.

Kasten 4. An der Rückwand des Kastens kann das Wasserbad in Gewindelöchern befestigt werden. Im Kasten sind Wasserbad mit Zubehör, Chemikalien, serologische Extrakte und Ambozeptor, Kanister mit Petroleum untergebracht.

Kasten 5. An der Schmalseite des Kastens kann der Heißluftsterilisator aufgeschraubt werden. Im Kasten befinden sich der Heißluftsterilisator mit Zubehör, Behelfswerkzeugkasten, Petroleumkocher, Tierbehälter, Drahtkörbe.

Kasten 6. Im Kasten ist ein zusammenlegbarer Laboratoriumstisch untergebracht. Ferner Mikroskope mit Mikroskopierlampen, Agglutinoskop, Trichinenkompressorium, Kasten mit Testkulturen.

Kasten 7. In diesem Kasten ist der Kühlschrank von 85 l Inhalt mit den Zubehörteilen zur Propangasbeheizung untergebracht. Die zugehörigen Propangasflaschen befinden sich außerhalb des Kastens.

Arbeitsanweisung für die wichtigsten Geräte

Der Brutschrank faßt etwa 32 l Wasser, das bei Inbetriebnahme des Gerätes um 2° C höher vorgewärmt wird als die später benötigte Temperatur. Bei Vorhandensein einer Stromquelle werden die Heizpatronen eingeführt und der Wärmeregler auf die gewünschte Temperatur eingestellt. Die Regulierung der Temperatur erfolgt nach Ausschalten der Anheizpatrone allein durch die Reglerpatrone.

Zur Gasbeheizung wird der Kochsche Sicherheitsbrenner eingesetzt und genau eingestellt. Bei Petroleumbeheizung dient die Petroleumlampe als Wärmequelle. Der Petroleumbehälter der Lampe faßt 2 l und hat eine Brenndauer von 40 Stunden.

Zur Vorwärmung des Wasserbades sind 16 l Wasser erforderlich. Die elektrische, Gas- und Petroleumbeheizung entspricht der des Brutschrankes.

Beim Heißluftsterilisator sind die elektrische und die Gasbeheizungsvorrichtung eingebaut. Der Arbeitsraum ist 40 × 30 × 28 cm. Bei elektrischer Beheizung wird die Temperatur von 160° in 1 Stunde, bei Gas- und Petroleumbeheizung 160° in 30 Minuten erreicht.

Der Dampftopf hat einen Arbeitsraum von 50 cm Höhe und 25 cm Durchmesser. Der zugehörige Kochtopf hat 5 l Inhalt. Das Einsatzgestell faßt 50 Reagensgläser. Die Temperatur von 100° wird bei gefülltem Arbeitsraum mit dem Gasbunsenbrenner in 35 Minuten, mit dem großen Spiritusbrenner in 40 Minuten, mit dem Juwel-Petroleumgaskocher in 50 Minuten erreicht.

Beim Kühlschrank mit Propangasbeheizung wird die Temperatur von −1° C bei einer Außentemperatur von +20° in etwa 6 Stunden erreicht. Besondere Vorsicht ist beim Entweichen von Propangas geboten, da ein Gas-Luftgemisch explosiv ist.

Packordnung und Betriebsanleitung: H.Dv. 208/16.
Gesamtgewicht des Bakteriologischen Feldlaboratoriums: etwa 800 kg.
Außenmaße der Kasten 1–6: 82 × 65 × 48 cm.
Außenmaße des Kastens 7: 71 × 72 × 126,5 cm.

Kleiner Reagenzienkasten

Anforderungszeichen S 6381 · Anlage S 2021
nach oben
VerwendungTrinkwasseruntersuchung
Gewicht5 kg
Außenmaße52 × 12 × 16,5 cm
Kleiner Reagenzienkasten
Abb. 65. Kleiner Reagenzienkasten.
Details einblenden

Der Kleine Reagenzienkasten ist das Trinkwasseruntersuchungsgerät für den Heeresapotheker bei der Sanitätskompanie, beim Feld- und Kriegslazarett. Dementsprechend erfolgt die Mitführung des Gerätes in den Kasten der Sätze c, d und k.

Die Untersuchungen erstrecken sich in der Hauptsache auf organische Stoffe, Salpeter- und salpetrige Säure, Ammoniak, Chlor, Gesamt- und bleibende Härte.

Inhalt

Geräte zur Trinkwasseruntersuchung: Tropfbüretten, Reagensgläser, Kochkolben, Thermometer u. dgl.

Reagenzien: Lösungen von Ammoniumchlorid, Benzidin, Kaliumchlorid, Oxalsäure, Kaliumnitrat, Kaliumnitrit, Übermangansaures Kali, Öl-Kaliseife, Silbernitrat, Zinkjodid mit Stärke, Neßlers-Reagens, Salpeter- und Schwefelsäure.

Ein Inhaltsverzeichnis und eine Anweisung zur chemischen Trinkwasseruntersuchung befinden sich im Gerät.
Gewicht des Kleinen Reagenzienkastens: 5 kg.
Außenmaße: 52 × 12 × 16,5 cm.

Großer Reagenzienkasten

Anforderungszeichen S 6383 · Anlage S 2023
nach oben
Gewicht100 kg
Außenmaße83 × 66 × 50,5 cm
PackordnungH.Dv. 208/17
Großer Reagenzienkasten
Abb. 66. Großer Reagenzienkasten.
Details einblenden

Der Große Reagenzienkasten dient u. a. in Verbindung mit dem Gasschutz-Feldlaboratorium dem Korpsapotheker als Gerät zur Wasseruntersuchung, zur Durchführung einfacher nahrungsmittelchemischer, chemisch-technischer und toxikologischer Untersuchungen und zur Prüfung der gebräuchlichsten Arzneimittel nach dem DAB. VI.

In gewissen Fällen, wo Gasschutz-Feldlaboratorien nicht zur Verfügung stehen, können die Großen Reagenzienkasten vorübergehend mit einem Beladungsgerät zur Kampfstoffuntersuchung ausgestattet und zum Kampfstoffnachweis herangezogen werden.

Inhalt

Reagenzien zur Kampfstoff-, Wasser- und DAB.-Untersuchung. — Pipetten, Wägegläser, Destillier- und Extraktionsapparat, Schmelzpunktbestimmungsapparat. — Fixanalsubstanzen, Wellenlängenspektroskop, Mohrsche Waage, Apotheken- und Laborgeräte, Beladungsgeräte zur Kampfstoffuntersuchung nach L.Dv. 772. — Literatur.

Packordnung: H.Dv. 208/17.
Gewicht des Großen Reagenzienkastens: 100 kg.
Außenmaße: 83 × 66 × 50,5 cm.

Chemisches Feldlaboratorium

Anforderungszeichen S 5880 · Anlage S 2027
nach oben
Verpackung7 Kasten, gegebenenfalls Kasten 8
Gesamtgewicht800 kg
Außenmaße82 × 50 × 66 cm
Laderaum2,5-t-Lkw.
Chemisches Feldlaboratorium
Abb. 67. Chemisches Feldlaboratorium.
Details einblenden

Das Chemische Feldlaboratorium enthält in 7 Kasten verpackt die Einrichtung und das Untersuchungsgerät einer Chemischen Untersuchungsstelle. Der Heeresapotheker bei einer Armee-Sanitätsabteilung kann durch die weitere Zuteilung des Physiologisch-chemischen Untersuchungsgerätes und des Gasschutz-Feldlaboratoriums innerhalb der Armee allen Anforderungen, in bezug auf chemische Untersuchungen, Trinkwasseranalyse, Prüfung von Nahrungs- und Genußmitteln, Kampfstoffnachweis, klinische Laboruntersuchungen u. a. gerecht werden.

Die Zusammenarbeit mit dem Bakteriologischen Feldlaboratorium ergibt sich durch viele gemeinsame Arbeitsgebiete und die sich ergänzenden Untersuchungsergebnisse.

In besonderen Fällen kann auch der Große Reagenzienkasten dem Chemischen Feldlaboratorium als Kasten 8 zugeteilt werden (Tropen). Er enthält dann Geräte und Reagenzien zur Wasseruntersuchung und wird in Zukunft durch das Wasseruntersuchungsgerät ersetzt.

Inhalt

Kasten 1 enthält eine zusammenklappbare Tischplatte, die mit den oberen Kanten der Kasten 1 und 2 einen vollständigen Laboratoriumstisch mit Schubkasten und seitlichen Schränken ergibt. In den Schubkasten sind technische Laborgeräte, Glasschneidebrenner, Korkzieher, Korkbohrer, Korkbohrerschärfer, Dosenöffner u. a. untergebracht. Der mit Sicherheitsschloß versehene Schubkasten B dient zur Unterbringung von Platingeräten, Schreibmaterial und Arbeitsvorschriften.

Kasten 2 ist mit analytischer Waage, Tafelwaage, Westphalscher Waage, Tarierwaage, Rezeptierwaagen mit Gewichtssätzen, zusammen mit Mikroskop, Refraktometer, Polarisationsapparat und Spektroskop ausgestattet. Außerdem sind Kolorimeter, sowie der elektrische Ph-Meßapparat „Pehavi“ enthalten.

Im Kasten 3 befinden sich Reagenzien in 2 stufenförmigen Einsätzen, sowie Fixinalsubstanzen zur Herstellung volumetrischer Lösungen, Pipetten, Büretten, Wägegläser, Bechergläser, Reagensgläser.

Der Kasten 4 dient zur Aufnahme von Reagenzien und Normallösungen. Außerdem Destillierkolben, Extraktionsaufsätze, -kolben, Trichter, Kjeldahl- und Rundkolben.

Im Kasten 5 sind Glaskolben verschiedener Art, Schalen, Tiegel, Mörser, Nutschen, Tonteller und Filtriervorstöße enthalten.

Der Kasten 6 enthält Exsikkatoren, Schwefelwasserstoffapparat nach Sontheimer, Zentrifuge, Gerät zur Milchuntersuchung, Harnuntersuchungsgerät mit Reagenzien, Literatur und Gebrauchsanweisungen.

Der Kasten 7 ist mit einem Behelfswerkzeugkasten für Sanitätszwecke, Trockenschränke, Wasserbäder, Brenner, Beleuchtungszubehör, Sicherheitsgefäße (Salzkotten) für feuergefährliche Flüssigkeiten ausgestattet.

Arbeitsanweisung für die wichtigsten Geräte

Die doppelwandigen Trockenschränke können durch Gas, Benzin und elektrischen Strom (Heizpatronen zu 220 Volt) beheizt werden. Das in den Doppelwänden als indirekte Wärmequelle vorhandene Wasser oder Glyzerin kann gleichzeitig zur Beheizung des Refraktometers verwandt werden.

Der Wittsche Topf ist für die Vakuumfiltration vorgesehen und gestattet das Auffangen der Filtration in Bechergläsern, Kolben u. dgl.

Der Schwefelwasserstoffentwickler nach Sontheimer ermöglicht nach Beschicken des Apparates mit Schwefeleisen und Salzsäure das sofortige Arbeiten mit Schwefelwasserstoff. Nach Gebrauch des Apparates ist das unverbrauchte Schwefeleisen zu entnehmen, zu waschen und kann später erneut verwendet werden.

Ausführliche Arbeitsanweisungen für den Polarisationsapparat, Hellige Komparator, Wellenlängenspektroskop u. a. sind den Geräten beigepackt.

Packordnung und Betriebsanleitung: H.Dv. 208/18.
Gesamtgewicht der Kasten 1–8 des Chemischen Feldlaboratoriums: 800 kg.
Außenmaße der Kasten: 82 × 50 × 66 cm.
Erforderlicher Laderaum: 2,5 t-Lkw.

Klinisches Handlaboratorium

Anforderungszeichen S 2460 · Anlage S 1515
nach oben
ZuständigkeitSanitätskompanien und Feldlazarette
Gewicht25 kg
Außenmaße77 × 16 × 40 cm
Klinisches Handlaboratorium
Abb. 68. Klinisches Handlaboratorium.
Details einblenden

Das Klinische Handlaboratorium ist für Sanitätskompanien und Feldlazarette zuständig. Truppenärzten kann es für längere stationäre Tätigkeit (Revier) auf Antrag zugewiesen und aus den Sanitätsparken ausgegeben werden.

Das Laboratorium, in einem Kasten untergebracht, enthält gleichzeitig den Arbeitsplatz. Es kann an der Wand befestigt oder auf einen Tisch gestellt werden und ist sofort gebrauchsfertig.

Enthalten sind die wichtigsten Reagenzien und Geräte zur Prüfung des Harns auf pathologische Bestandteile, für die gebräuchlichsten klinisch-diagnostischen Nachweise in Harn und Stuhl, für die notwendigsten hämatologischen Untersuchungen und für den Nachweis der freien Salzsäure im Mageninhalt.

Eine eigene Gebrauchsanweisung und Packordnung ist dem Gerät beigegeben. — H.Dv. 208/21.
Gewicht des Klinischen Handlaboratoriums: 25 kg.
Außenmaße des Kastens: 77 × 16 × 40 cm.

Physiologisch-chemisches Untersuchungsgerät

Anforderungszeichen S 3228 · Anlage S 1520
nach oben
ArtErgänzungsgerät des Chemischen Feldlaboratoriums
Verpackung1 Kasten
Physiologisch-chemisches Untersuchungsgerät
Abb. 69. Physiologisch-chemisches Untersuchungsgerät.
Transkription der vorliegenden Seite anzeigen

Das Physiologisch-chemische Untersuchungsgerät kann als Ergänzungsgerät des Chemischen Feldlaboratoriums für klinische Laboratoriumsuntersuchungen angesehen werden.

Das Gerät besteht aus einem Kasten.

Inhalt

Laborgeräte: Pipetten, Büretten, Meßkolben, Porzellanschalen, Glastrichter u. dgl. — Chemikalien, Handzentrifuge, Hellige-Universal-Kolorimeter, Glykürator, Reagenzien, Veraschungsgerät, Filtrierer und Filtrierstative.

Arbeitsweise

Die hauptsächlichsten in Frage kommenden Untersuchungsmethoden befassen sich mit der Prüfung des Harns auf Eiweiß und Zucker. Die quantitative Bestimmung des Zuckers kann mit dem Glykürator durchgeführt werden. Daneben sind Reagenzien zum Nachweis von Azeton, Azetessigsäure, Indikan, Urobilinogen, Blutfarbstoff vorgesehen. Die Bestimmung von Kochsalz ist quantitativ durch Filtration möglich.

Bei der Untersuchung von Stuhlproben ist in erster Linie der Nachweis von Blut berücksichtigt.

Die Blutuntersuchungen erstrecken sich in der Hauptsache auf Bestimmung des Reststickstoffes im Blutserum und Bestimmung des Blutzuckers nach Kaufmann.

Für die Untersuchung des Mageninhaltes ist der Nachweis der freien Salzsäure mit Günzburgs Reagens vorgesehen.

Packordnung und Arbeitsvorschrift: H.Dv. 208/20.
Gewicht des Physiologisch-chemischen Untersuchungsgerätes: 58 kg.
Außenmaße: 74 × 50 × 40 cm.

Gasschutz-Feldlaboratorium

Anforderungszeichen Ch 12501) · Anlage Ch 4523
nach oben
Verpackung3 Kasten und 1 Zubehörkasten
Arbeitsplätze2 voneinander unabhängige Arbeitsplätze
Gesamtgewicht352 kg
Außenmaße97 × 70 × 58 cm
Details einblenden

Das Gasschutz-Feldlaboratorium dient u. a. dem Korpsapotheker als Kampfstoffnachweisgerät und wird in Verbindung mit dem Großen Reagenzienkasten eingesetzt. Das Gerät besteht aus 3 Kasten, die zu einem zusammenhängenden Arbeitstisch ausgebaut werden können. Ein 4. Kasten enthält das Zubehör zum Gasschutz-Feldlaboratorium. Der Ausbau des Gasschutz-Feldlaboratoriums, die Zahl der vorhandenen Geräte und Reagenzien sind so gehalten, daß an 2 Arbeitsplätzen unabhängig voneinander die notwendigen Untersuchungen durchgeführt werden können.

Die reichhaltige Ausstattung des Gasschutz-Feldlaboratoriums befähigt zum Nachweis der verschiedenen Kampfstoffe nebeneinander und ermöglicht ihre chemischen Beschaffenheiten und Eigenschaften genau zu ermitteln.

Eine ausführliche Arbeitsvorschrift D 1118 ist dem Gerät beigegeben.
Gesamtgewicht des Gasschutz-Feldlaboratoriums: 352 kg.
Außenmaße: 97 × 70 × 58 cm.

1) Siehe allgemeine Bemerkungen S. 17.

Ausrüstung für Pathologen

Anforderungszeichen S 723 · Anlage S 1031
nach oben
Verpackung3 Kasten
Gesamtgewicht360 kg
PackordnungH.Dv. 208/19
Ausrüstung für Pathologen
Abb. 70. Ausrüstung für Pathologen.
Details einblenden

Die Ausrüstung für Pathologen dient zur Einrichtung einer Armeeprosektur und ist meist mit dem Bakteriologischen Feldlaboratorium der hygienisch-bakteriologischen Untersuchungsstelle eingesetzt. Das Gerät besteht aus 3 Kasten, die in Schrankform gebaut sind und aneinandergesetzt in kurzer Zeit zu einem Arbeitstisch hergerichtet werden können.

Hauptsächlichster Inhalt

Kasten 1 enthält Gerät und Reagenzien für histologische Untersuchungen: Gefrier-Mikrotom mit Präpariertisch, Kohlensäureflaschen mit je 4 kg Inhalt, Leikausrüstung, Mikroskop. — Anilinblau, Azokarmin, Fuchsin, Goldorange, Gentianaviolett, Hämatoxylin, Eiweißglyzerin u. dgl.

Kasten 2 enthält das Gerät für Sektionen. Organteller, Organwaage, Sezierbestecke, Gummischürzen, -handschuhe und Versandgefäße.

Kasten 3 ist mit mehreren Versandkasten und Behältern mit Chemikalien ausgestattet: Chloralhydrat, Karlsbader Salz, Formalinlösung.

Packordnung: H.Dv. 208/19.
Gesamtgewicht der Ausrüstung für Pathologen: 360 kg.
Außenmaße der Kasten 1 und 2: 55 × 60 × 80 cm.
Außenmaße des Kastens 3: 80 × 60 × 79 cm.