Hälftengleiche Feldtrage mit 2 Gurten
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Die hälftengleiche Feldtrage, bei sämtlichen Truppen- und Sanitätseinheiten vorhanden, ist das wichtigste Transportgerät für Kranke und Verwundete im Kriege. In Krankenwagen, Krankenkraftwagen, behelfsmäßigen Krankenkraftwagen (Krankentragenlagerungsgestell und bei allen Sanitätsfahrzeugen des Deutschen Roten Kreuzes kann die hälftengleiche Feldtrage Verwendung finden.
Die hälftengleiche Feldtrage besteht aus einem Metallrahmen mit Füßen, Krankentragenbezug, Krankentragengurten und kann durch Lösen des Sicherungsbügels in Hälften zerlegt werden, die ihrerseits als Transportgerät in engen Gräben und Stollen für sitzende Kranke benutzt werden können. Jede Tragenhälfte kann durch Einrenken der Querverstrebung mit dem auf ihr verschnürten Segeltuchüberzug und mit einem Tragengurt über die Schulter gehängt werden.
Einzelteile einer Hälfte der Feldtrage
Holme mit Füßen, Querverstrebung mit Gelenken, Sicherungsflügel mit Sicherungsbolzen und Feder, Tragengriffe aus Holz, einschiebbar, Einklinkvorrichtung, Metallösen an den Außenseiten der Holme zum Befestigen des Tragenbezuges.
Der Tragenbezug ist mit einer Hülle für das Kopfpolster und den notwendigen Halteklappen, Verbindungsgurten mit Schnallen und Schnüren zur Befestigung an den Holmen ausgestattet.
Gewicht einer vollständigen hälftengleichen Feldtrage: 16 kg.
Länge der Feldtrage bei ausgezogenen Tragengriffen: 242 cm.
Breite: 57 cm.
1) Die nur noch vereinzelt bei der Truppe befindlichen Krankentragen 34 oder andere Modelle werden laufend durch das planmäßige Gerät ersetzt.
Feldtransportschiene
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Die Feldtransportschiene wird für Truppen- und Sanitätseinheiten mit den einzelnen Sätzen der Feldsanitätsausstattung verausgabt und dient besonders beim Abtransport von Verwundeten zur Schienung der oberen und unteren Gliedmaßen bei Schußbrüchen.
Die Feldtransportschiene, eine Rahmenextensionsschiene, ist zerlegbar und kann in Beinschiene und Armschiene mit Achselstütze unterteilt werden. Am unteren Teil der Beinschiene ist eine Fußplatte angebracht, die den Fuß des Verwundeten aufnimmt. Durch einen Gurt der Fußplatte, der kreuzweise über Fußrücken und Ferse gelegt wird, ist das Abgleiten des Fußes unmöglich gemacht.
Nach Befestigung des Beines, wobei das Anziehen des oberen Extensionsgurtes von besonderer Wichtigkeit ist, wird die Extension von dem Helfenden durch Anstemmen seines Fußes gegen den oberen Schienenbogen vorsichtig ausgeführt.
Zum Abtransport von Oberschenkelknochen- und Hüftschußverletzten wird die Armschiene, in die seitlichen Muffen der Beinschiene gesteckt, als Achselstütze hergerichtet.
Anweisung zum Anlegen der Feldtransportschiene: siehe H.Dv. 59.
Gewicht der Feldtransportschiene: 4 kg.
Krankentragetuch
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Das Krankentragetuch ist zuständig für Gebirgs-Einheiten und wird von den Sanitätsunteroffizieren und -mannschaften im Rucksack mitgeführt. Es ist sehr leicht, handlich und besteht aus einem rechteckigen zusammengenähten Sack aus wasserdichtem Stoff. An der Längsseite sind beiderseits je 3 Handgriffe. Der T-förmige Schlitz in der Mitte des Tuches wird mit 4 großen Knöpfen verschlossen.
In dem Krankentragetuch können Verwundete entweder von 6 Mann, je einer an jedem Griff, oder von 3 Mann, mit Hilfe von 3 kurzen quer durch die Griffe gesteckten Stangen, oder von 2 Mann mit 2 oder einer größeren Längsstange getragen werden. Das Krankentragetuch kann auch beim Abseilen Verwendung finden.
Gewicht des Krankentragetuches: 1,9 kg.
Außenmaße des ausgebreiteten Tuches: 200 × 50 cm.
Krankentragenfahrgerät, zweirädrig
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Das zweirädrige Krankentragenfahrgerät wird an Truppen- und Sanitätseinheiten – außer Gebirgseinheiten – verausgabt und kann sowohl zur Beförderung von einem liegenden oder zwei sitzenden Kranken als auch zum Transport von Kasten der Feldsanitätsausrüstung benutzt werden.
Einzelteile
Rahmen mit Haltevorrichtungen aus winkligem Flacheisen zum Aufnehmen der Krankentrage oder von Gerät, Räder mit Drahtspeichen, luftbereift, Deichsel mit Handgriff, Luftpumpe, Werkzeugtasche mit Inhalt und Anschnallriemen.
Das Krankentragenfahrgerät kann bei längerem Transport zur Raumersparnis zweckmäßig zusammengelegt und verpackt werden, indem die Deichsel und Räder abgenommen und mit Riemen am Rahmen befestigt werden.
Gewicht des Krankentragenfahrgerätes, zweirädrig: 20,3 kg.
Abstand der Feldtrage vom Erdboden: 42 cm.
Krankentragenfahrgerät, einrädrig
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Das einrädrige Krankentragenfahrgerät wird an Gebirgstruppen- und Sanitätseinheiten verausgabt. Es dient der Beförderung von einem liegenden Kranken auf schmalen Gebirgspfaden.
Das Gerät besteht aus dem gummibereiften Drahtspeichenrad, zwei zusammenlegbaren Radstützen und einer Luftpumpe. Mit dem Gestell wird die Feldtrage (s. S. 156) fest verbunden. Vier Standstützen ermöglichen die Verwendung zum behelfsmäßigen Untersuchungs- und Operationstisch.
Zum Transport des einrädrigen Krankentragenfahrgerätes werden die beiden Radstützen in je eine Tragenhälfte verpackt. Das Rad wird auf einen Rucksack aufgeschnallt.
Gewicht des Krankentragenfahrgerätes, einrädrig: 11,5 kg.
Abstand der Feldtrage vom Erdboden: 83 cm.
Trage- und Abseilgerät
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Das Trage- und Abseilgerät der Gebirgssanitätskompanien und der Gebirgstruppensanitätsausrüstungen besteht aus dem Rucksacksitz für den Kranken, dem Sitzgurt für den Krankenträger, zwei Sicherungshaken und zwei Haltegurten (I und II).
Der Rucksacksitz findet zum Tragen eines Kranken auf dem Rücken des Krankenträgers Verwendung. Er dient auch gleichzeitig zum Abseilen aus steilem oder senkrechtem Felsgelände. Dazu legt sich der Krankenträger den Sitzgurt und dem Kranken den Rucksacksitz an. Beide werden durch die Hakengurte mit den Sicherungen verbunden. Der Krankenträger ist während des Abseilens frei vom Gewicht des Kranken. Die Sicherung ist ein breiter Eisenbügel mit schneckenartigen Windungen und ermöglicht durch die Reibung am Seil ein langsames Abwärtsgleiten oder völlige Arretierung.
Die Sicherungen lassen sich auch verwenden zum Abseilen von nur liegend Transportfähigen im Krankentragetuch (s. S. 159) oder auf der Feldtrage (s. S. 156), wie auch als Bremse bei Seilbahnen und beim Abseilen von Lasten.
Gewicht des Trage- und Abseilgerätes: 3,8 kg.
Größe der Sicherung: 14 × 11 cm.
Größe der Hakengurte: 40 × 4 cm.
Satz Skiverschraubung
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Der Satz Skiverschraubung ist zuständig für Gebirgs-Einheiten. Er kann von Krankenträgern im Rucksack mitgeführt werden. Das Gerät besteht aus der vorderen und hinteren Verschraubung, dem Überhöhungsgestell, der Segeltuchschutzhülle und zwei Stricken.
Mit Hilfe von vier Skiern als Kufen und nach Möglichkeit zwei weiteren als seitliche Randstützen kann in wenigen Minuten ein leichter Krankenschlitten hergerichtet werden, in dem der Kranke, gegen Witterungseinflüsse geschützt, durch Mannschaftszug befördert werden kann.
Gewicht des Satzes Skiverschraubung: 4,3 kg.
Satz für Krankentragenschlittengerät
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Der Satz für Krankentragenschlittengerät ist zuständig für die Gebirgstruppensanitätsausrüstung und für die Ausrüstung der Gebirgssanitätskompanien. Er besteht aus den Verbindungs- und Ansatzstücken und zwei Paar Lenkstützen.
Mit diesen Einzelteilen kann eine Feldtrage in Verbindung mit Skiern durch wenige Handgriffe zu einem stabilen Schlitten verbunden werden, dessen Form und Eigenschaften dem im Gebirge beliebten Hörnerschlitten gleichen.
Gewicht des Satzes für Krankentragenschlittengerät: 9,7 kg.
Krankentragen-Lagerungsgestell, hälftengleich
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Der „Satz Ergänzungsgerät zur Herrichtung eines leichten Lkw. als KrKw.“ (z. B. Krankentragen-Lagerungsgestell) ist zuständig für alle Sanitätseinheiten, denen an Stelle von Krankenkraftwagen (Kfz. 31) Lastkraftwagen zugeteilt werden. Das Gerät ermöglicht schonenden Krankentransport unter Verwendung der Feldtragen (s. S. 156) und kann in jedem Lastkraftwagen eingebaut werden.
Wahlweise Verwendung zum Transport liegender oder sitzender Kranker ist möglich. Es können gleichzeitig 4 liegende oder 2 liegende und 4 sitzende oder 8 sitzende Kranke befördert werden.
Das Krankentragen-Lagerungsgestell ist hälftengleich und wird sowohl mit den Rückenteilen zusammengestellt, als auch geteilt zur Wagenwand gebraucht. Bei breitem Fahrzeug ist damit ein Mittelgang frei, der eine bessere Beaufsichtigung und Versorgung der Kranken gestattet.
Die Raumbeanspruchung des Gerätes ist im zusammengelegten Zustande sehr gering. Das Fahrzeug kann deshalb im Bedarfsfall ohne Ausbau des Gerätes zu anderweitigem Transport Verwendung finden. Aus- und Einbau sind leicht durchzuführen. Die dazu notwendigen Materialien sind in den Fußteilen des Gestells untergebracht.
Außenmaße des Krankentragen-Lagerungsgestells (aufgestellt): 175 × 130 × 117 cm.
Gewicht des Gestells: 100 kg.
Einheitsschleifkorb
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Der Einheitsschleifkorb ist ein handelsübliches Gerät und findet bei Sonderformationen zum Bergen von Verletzten in niedrigen Stollen und Gängen Verwendung.
Das Gerät besteht aus einer Leichtmetallwanne, die zum Schleifen auf dem Erdboden geeignet ist. An den Seitenwänden der Wanne, am Kopf- und Fußende befinden sich Aussparungen in der Metallwand, beziehungsweise starke Metallrohre, die als Tragevorrichtung dienen. Im Innern der Wanne sind Anschnallgurte und ein Kopfpolster für den Verletzten angebracht.
Das Gerät kann ebenfalls zum Abseilen auf schiefer Ebene benutzt werden.
Gewicht des Einheitsschleifkorbes: 19 kg.
Länge und Breite: 195 × 56 cm.
Transporthängematte
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Die Transporthängematte, von der Kriegsmarine übernommen, wird beim Heer zur Verwundetenbeförderung in engen Befestigungsanlagen verwendet und Sonderformationen zugeteilt.
Die Festigkeit, Längs- und Querversteifung der aus Segeltuch gefertigten Hängematte ist durch Holzlatten (Eschenholz) gewährleistet, die seitlich und am Kopfende und Fußende in Taschen geschoben werden. Am Kopfende befindet sich ein doppelter Kopfsteert als Heißvorrichtung, während am Fußende ein einfacher Steert für die Führungsleine angebracht ist.
In der Mitte der Hängematte ist ein Bruststück eingenäht, das am unteren Ende in ein schmales Kissen (Reitsitz) ausläuft. Die daran befestigten Segeltuchbänder werden über die Schultern des Verwundeten hinweg mit den am Kopfende angebrachten Bändern festgeschnürt. Das obere Ende trägt ein Kopfkissen mit Kopfhaube.
Das untere Ende läuft in einem Fußsack aus. Die Seitenklappen der Hängematte werden zusammengelegt und verschnürt, nachdem um den Rumpf des Verwundeten die seitlichen Teile des Bruststückes gelegt wurden.
Zum waagerechten Transport sind an der Transporthängematte 8 Handgriffe angebracht.
Gewicht der Transporthängematte: 9 kg.
Länge und Breite der verschnürten Transporthängematte: 190 × 55 cm.