Verwundetenzelt

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Das Verwundetenzelt, zuständig für Sanitätskompanien, benötigt zum Aufstellen 6 Krankenträger und eine Zeit von 20–30 Minuten.
Die erforderliche Bodenfläche muß bei 2 Giebel- und 3 Zwischenteilen 20 × 7 m groß sein. Das Verwundetenzelt kann verschieden gestaltet werden, je nach Einbau von einem, mehreren Zwischenteilen oder unter Fortfall sämtlicher Zwischenteile.
Einzelteile:
Giebelteile, Zwischenteile, Packsäcke, Mittel-, Seiten- und Vordachstützen, Fußteller und Erdpähle, Absteckleine, Markiernadeln und Schlegel, Reichskriegs- und Neutralitätsflagge.
Arbeitsweise beim Aufstellen des Zeltes:
Nach Setzen der Absteckleine, wobei zu beachten ist, daß jedes Zeltteil für sich abgesteckt werden muß, werden die Erdpähle eingeschlagen. Die Zelthäute werden neben dem Grundriß geknöpft, der Breite nach zusammengerollt, zwischen die Erdpähle gelegt, ausgebreitet und die Tauschlingen um die Erdpähle geschlungen. Das Zusammenknöpfen der Giebel- und Zwischenteile wird nunmehr vorgenommen. Beim Anheben der Zelthaut werden die Seitenstützen an den Giebelseiten unter das Zelt geschoben und aufgerichtet. Alsdann sind die Mittelstützen zu setzen. Das Ausrichten sämtlicher Stützen wird mit dem Spannen der Zeltwand verbunden.
Zur besseren Durchlüftung bleiben die Giebelenden weit geöffnet.
Eine Betriebsanleitung wird mit jedem Verwundetenzelt verausgabt.
Erforderlicher Laderaum: 5 Verwundetenzelte auf 2½ t-Lkw.
Verbindezelt

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Das Verbindezelt (Operationszelt) gehört zu der Ausrüstung der Sanitätskompanien. Zur Aufstellung des Zeltes werden 4 Krankenträger bei etwa 15 Minuten Arbeitszeit benötigt.
Das Verbindezelt hat folgende Ausmaße:
Firsthöhe: 2,70 m
Firstlänge: 3,05 m
Seitenhöhe: 1,90 m
An der Vorderseite des Zeltes sind 2 Eingangsöffnungen angebracht. Der dadurch freiwerdende Teil der Vorderwand kann mit Stützen als Vordach herausgestellt werden.
Einzelteile:
Zelthaut mit Halteseilen, Vorhängen und Zeltsack, Zeltfenster mit Lederrahmen und Behälter, Zeltstangen (Mittel-, Seiten- und Vordachstützen), Firststangen, Fußteller, Erdpähle, Pfahlheber, Absteckleine, Markiernadeln, Hammer, Reichskriegs- und Neutralitätsflagge.
Arbeitsweise beim Aufstellen des Zeltes:
Die zur Aufstellung des Verbindenzeltes benötigte Bodenfläche muß 8 × 10 m groß sein.
Das Ausbreiten der Absteckleine erfolgt so, daß der lange (Anfangs-) Teil des gelben Bandes die Überecklinie, der kurze Teil des gelben Bandes den dem Wind abgekehrten Zelteingang bezeichnet. Nach Stecken der Markiernadeln und Erdpähle wird der Firstbalken zusammengesetzt, von der Mitte des Eingangs zur Mitte der Rückwand niedergelegt und die Zelthaut so ausgebreitet, daß die äußere Seite nach oben zeigt. Die Zelthaut wird aufgewickelt und die aus der zusammengerollten Zelthaut heraushängenden Schnüre, die zur Befestigung des Zeltdaches an der vorderen Mittelstütze dienen, sollen dabei an die Mitte der Eingangsseite zu liegen kommen. Dann werden die Tauschlingen der Zelthaut an den Erdpählen befestigt, die Zeltstangen eingebaut und die oberen Enden der Stützen durch die seitlichen Löcher der Zelthaut gesteckt. Das Zeltdach wird nunmehr gespannt und
Gebirgs-Verwundetenzelt

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Seitenwände befestigt. Darauf folgt das Aufrichten der durch die Seitenstangen aufgestreiften Seitenwände und das Aufrichten der dreiteiligen Mittelstangen.
Nach dem Festziehen sämtlicher Spannstricke wird die 2-teilige Bodendecke ausgebreitet und befestigt. Die Zwischenwände werden in der Mitte des Zeltinnenraumes angeknöpft und verbunden.
Beim Abbau des Zeltes werden die beiden Zelthautteile so zusammengelegt, daß sie eine Breite von etwa 90 cm erhalten — passend für die Unterbringung in die Zeltpacktaschen.
Verlastung des Gebirgs-Verwundetenzeltes s. Sanitätsausrüstung Satz k, S. 57.
Gebirgs-Verbindezelt

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Das Gebirgs-Verbindezelt (Operationszelt) wird den Gebirgs-Sanitätskompanien zugeteilt.
Das Zelt wird aus zwei Hälften zusammengesetzt und hat
Breite: 4 m
Mittelhöhe: 2,50 m
Seitenhöhe: 1,50 m
Einzelteile:
Zelthäute, Mittelbinder mit Spannvorrichtung, Mittel- und Seitenstangen, Erdpähle, Transportsäcke mit Tragegurten.
Arbeitsweise beim Aufstellen des Zeltes:
Die beiden Zelthälften werden mit Ösen- und Schlingenteil verschnürt, die Eckstangen unter die Zelthaut geführt und aufgerichtet, während die doppelten Spannleinen an den Erdpählen zu befestigen sind.
Darauf wird die Aufstellung der Mittelstangen und Befestigung der Spannleinen in gleicher Weise vorgenommen.
Die einzelnen Binderteile werden nun am Boden zusammengesteckt und der Mittelbinder eingesetzt. Nach Aufstellen der Seitenstangen und Einhaken der Drahtseile sind sämtliche Spannleinen nachzuspannen.
Verlastung des Zeltes s. Satz k, S. 57.
Krankenzelt 99

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Das Krankenzelt 99 wird in den Sätzen g und h mitgeführt und von dort nach Bedarf an Sanitätseinheiten verausgabt.
Das Krankenzelt 99 hat Blockzeltform und eine rechteckige Grundfläche von 14 × 11,50 m. Die Firsthöhe beträgt 4,21 m und die Seitenhöhe 2,40 m. An jeder Breitseite befindet sich ein Eingang. Rechts und links vom Eingang sind je 2 geschlossene Kabinen (2 Aborträume, sowie je 1 Raum für Wärter und Geräte) vorgesehen.
Das Krankenzelt 99 ist ausreichend zur Unterbringung von 16–20 Krankenbetten. Durch das Vorhandensein einer Innenhaut kann das Krankenzelt 99 auch im Tropen-Sanitätsdienst Verwendung finden.
Einzelteile:
Zweiteilige Oberhaut mit Zubehör, Unter- oder Innenhaut, Mittelstangen, Firstbalken, Seitenstangen, Fußteller, Sturmpfähle, Fenster, Lüftungsklappen, Absteckleine, Hammer, Klauenbeil, Packsäcke zur Unterbringung der Zelthäute, Seitenstangen, Fußteller, Hebeeisen, Kasten zur Unterbringung der Fenster, Lüftungsklappen, Sturmpfähle, Absteckleinen usw., Kriegs- und Neutralitätsflagge.
Arbeitsweise beim Errichten des Zeltes:
Das Errichten des Zeltes kann mit einem Unteroffizier und acht Mann in einer Zeit von 60–80 Minuten erfolgen.
Nach Abstecken des Grundrisses, Setzen der Sturmpfähle, wird die Oberhaut auf dem geglätteten Platz ausgebreitet. Die an der Oberhaut befindlichen Ringe werden über die Griffe der Sturmpfähle gelegt und die Oberhaut mit Hilfe der Seitenstangen aufgestellt. Die längs zusammengefaltete Unterhaut wird auf den Boden unter die Oberhaut gelegt. Der Firstbalken wird mit den Schlaufen der Unterhaut verbunden, die Mittelstangen werden zwischen die Oberhaut geschoben und mit den Dornen durch die Löcher der Unterhaut und des Firstbalkens gesteckt. Durch Anheben der Oberhaut werden die Mittelstangen mit den Dornen in die entsprechenden Löcher der Oberhaut geschoben, die Seitenstangen mit der Unterhaut und dann wieder mit der Oberhaut verbunden und die Fußteller unter Mittel- und Seitenstangen gesetzt.
Das Spannen des Zeltes darf nur mäßig erfolgen, da bei feuchter Witterung sich die Zelthaut zusammenzieht. Das Einsetzen der Fenster und das Anlegen des Fußbodens mit Brettern kann vorgenommen werden. Bei Aufstellen von Öfen sind die Abgase durch die Entlüftungsklappen zu leiten.
Das Niederlegen und Verpacken des Zeltes erfordert 20 bis 30 Minuten. Feuchte Zeltwände sind vor der Verpackung zu trocknen.
Eine Beschreibung mit Zeichnungen wird jedem Krankenzelt 99 beigegeben.
Erforderlicher Laderaum: mittlerer Lkw.
14 Krankenzelte 99 = 1 Waggon zu 15 t.
Truppenzelt (Kol.)

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Das Truppenzelt (Kol.) ist ein Wehrmacht-Einheitszelt und wird in tropischen und subtropischen Gebieten u. a. als Operations-, Röntgen-, Verwundeten- und Unterkunftszelt bei Sanitätseinheiten eingesetzt. Es faßt 12 Lagerstätten auf Olympiabetten, ist doppelwandig und mit Fußbodenbelag ausgestattet. Dadurch wird der im Sanitätsdienst wichtige Staubschutz erreicht. Das Truppenzelt (Kol.) findet in gleicher Ausführung auch Verwendung als Lager- und Magazinzelt.
Erforderliche Aufstellfläche: 10 × 12 m.
Nutzbare Grundfläche: 5 × 6 m.
Firsthöhe: 2,50 m.
Seitenhöhe: 1,20 m.
Brausezelt (S-Zelt 40)

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Das Brausezelt (S-Zelt 40) gehört zur Ausrüstung der Truppenentgiftungskompanien. Es ist ein freitragendes Stahlrohrbogenzelt mit großer Bodenfläche, fünfteilig, kann jedoch auch bei ungünstigen örtlichen Verhältnissen als zwei- oder dreiteiliges Zelt aufgebaut werden.
Das Zelt hat bei Verwendung von 5 Zeltplanen
Länge: 13 m
mittlere Höhe: 2,25 m
Seitenhöhe: 1,80 m
Einzelteile:
Zeltplane, Stirnwände, Zeltbeutel, Hammer, Zeltpfähle, Sturmpflöcke, Spannleinen, Seitenleinen, Absteckleine, Mittel- und Seitenstreben, Halbbogen, Fenster, Schornsteinklappen und Transportkasten.
Brauseanlage mit Zubehör:
Anschluß- und Verlängerungsbrauserohre, Anschlußverteilungsstück, Schlauchverbindungen und Holzrosten.
Beleuchtungsanlage:
Handlampen, Anschlußkabel, Verteiler mit Anschlußkabel, Ersatzglühbirnen 12 V, 15 Watt und Transportkasten.
Arbeitsweise beim Errichten des Zeltes:
Der Aufbau des fünfteiligen Zeltes erfolgt durch 8 Mann und einem Unteroffizier.
Beim Auslegen der Absteckleinen ist darauf zu achten, daß die Stirnseiten des Zeltes nicht in Windrichtung zu stehen kommen. Nach Einsetzen der Zeltpfähle an den Markierungspunkten der Absteckleinen werden die Halbbogen 2 und 3 in einem Bogen zusammengesetzt und durch 2 Mann von oben in die Steckhülsen der aufgestellten Zeltpfähle eingeführt. Die Zeltrohrbogen werden untereinander durch Mittel- und Seitenstreben verbunden und das so aufgestellte Zeltgerüst an den Eckpfählen mit den Spannleinen und Sturmpflöcken fest verankert. Die seitliche Verankerung ist auf jedem zweiten Zeltpfosten durch kleine Seitenleinen vorgesehen. Dann werden die zu zwei oder auch drei Teilen aneinander geknöpften Zeltplanen so auf das Zeltgerüst gebracht, daß die an der Innenseite angebrachten weißen Markierungslinien sich mit der Höhe der Seitenverstrebungen decken. An die letzten Planen wird je eine Stirnwand angeknöpft. An den Seitenteilen werden holzgefaßte Fenster in vorgesehene Taschen eingesetzt. Die am Zelt vorhandene Dachdurchführung dient zur Aufnahme eines Rauchabzugrohres für eine Feuerstelle mit festen Brennstoffen.
Zur Ausstattung des Zeltes gehört ferner eine Beleuchtungsanlage, die von der Batterie eines Lkw gespeist werden kann, und eine Brauseanlage mit Verbindungsschläuchen und Holzrosten.
Erforderlicher Laderaum: 1,5 t Lkw.