34.Infanteriedivision
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Kriegstagebuch Mai 1940
9.5.1940 privates Tagebuch IV./A.R.34
Bereits seit drei Monaten lagen wir bereits in Ayl bei Saarburg in Bereitstellung und warteten auf die große
Offensive. Wir hatten schon verschiedene male Probealarm gehabt, da erhielten wir am 9.5.40 nachmittags den
Befehl, daß wir um 24 Uhr marschbereit zu ein hätten und zwr würden wir nicht mehr nach Ayl zurückkehren.
Da wussten wir. Es geht los!
10.5.1940 Private Erinnerungen Fw.Korn, 5./I.R.253:
In der Nacht zum 10.Mai um 3 Uhr marschierten wir von Schoden ab. Auf allen Strassen zogen eendlose graue Kolonnen. Durch die Überfülle auf den Strassen erreichten
wir erst um 19.00 Uhr die deutsch-luxemburgiche Grenze. Nach der Grenz- und Moselüberschreitung bei Wormeldingen und der Überwindung einer steilen Strassensteigung
ging de Vormarsch durch Luxemburg schnell vonstatten. Ohne Pause ging es die ganze Nacht. In der Ferne hörten wir das Donnern der Geschütze. Früh morgens erreichten
wir die Hauptstadt des Landes Luxemburg.

Private Erinnerungen Uffz.Taphorn, 11./253
:
Die Kompanie überschritt am 10.5. 18.23 Uhr die deutsch luxemburgische Grenze und erreichte nach Zurücklegung von 99km den Ort Ehlingen.

privates Tagebuch IV./A.R.34
Gegen 6 Uhr gliederten wir uns hinter Ayl in unsere Division ein - allerdings mit vielen Stockungen - in Richtung
Luxemburg. Wie wir später sahen, rührten diese Stockungen daher, dass die Luxemburger und Franzosen auf der
Moselbrücke bei Wincheringen ein großes Betonhinderniss errichtet hatten, daß durch unsere Pioniere durch eine
Sattelbrücke überwunden werden musste denn sprengen konnten sie es nicht, sonst wäre die ganze Brücke beschädigt
worden. Dadurch konnte also immer nur ein kleiner Schub die Brücke passieren. Folge: Stockungen.

privates Tagebuch 1./N.A.34
:
Marsch von Dillingen, unser Quartierdorf, über Saarburg - Wincheringen.
04.45 Uhr Überholen der erssten Truppen unserer Division (34.) ins -unleserlich- Luxmeburg bei Wormelingen über die Mosel
mittels vorhandener Betonmoselbrücke. Besetzung des Postamtes u.Zerstörung de Fernsprechnetzes durch Tripps unserer Kompanie. Der Vormarsch
geht weiter über Lenningen - Canach - Oetranche - Neudorf - Luxemburg-Stadt. Kurz vor Luxemburg Tieffliegerangriff 4 feindl.Flieeger, welche uns
mit M.G. Feuer u.Bombenabwurf beschossen. Gut gezieltes Flakfeuer konnte 2 oder 3 Abschüsse erzielen. 1.Div.Gefechtsstand Merl? bei Luxemburg.
15-16.00 Uhr erste Feindberührung, welche 20-25 Gefangene aller Farben einbrachte. Divisionskommandeur Generallt.Behlendorf, Kommandeur der
Aufklärungs-Abtilung Major Frhr.von Aufsess u.Oberst Strack, Kommandeur vom I.R.253 werden verwundet u.sind kampfunfähig. Neuer Divisionskommandeur
wird Generalmajor Sanne.

Mitgehörter Spruch Aufkl.Flieger, 10.5.40, 07.00 Uhr
:
Straßenbrücke südostwärts Arlan gesprengt.

Mitgehörter Spruch Aufkl.Flieger, 10.5.40, 07.15 Uhr:
Westl.der Linie Martelange Ottert ebenfalls keine Transportbewgungen.

Mitgehörter Spruch Aufkl.Flieger, 10.5.40, 07.40 Uhr:
Brückenübergänge über die Ottert sind von Ottert bis Diekirch unversehrt. -unleserlich- Brückenübergänge übr die Olzitte? zwischen MErsch und Diekirch
nicht zerstört.

Jagdgruppe A an 34.Div., 10.5.40, 08.55 Uhr:
0855 Alzette Abschnitt überschritten -unleserlich- feindfrei Straßen sehr gut, keine Sperren, Bevölkerung nicht feindselig.

Jagdgruppe A an 34.Div., 10.5.40, 09.25 Uhr:
0915 Krad.Masch.Gewehrzug 1 Petingen erreicht. 1.Gruppe geht am Tittelberg vor, 2.Gruppe sichert Bahnhof Rodingen und Straße nach Richtung Longwy.
2.Teil 9.25 Uhr Nach Nach Aussagen eines Einwohners ist Tittelberg vermint. Kompaniegefechtsstand schon auf Westbahnhof Rodingen.

Jagdgruppe A an 34.Div., 10.5.40, 09.30 Uhr:
930 Uhr 1.Zug mit 3 Masch.Gew. auf Tittelberg in Stellung. Feindbunker und Drahthindernis westl.Nieder-Rodingen.

III./M.G.Btl.2 an Jagdgruppe A, 10.5.40, 0940 Uhr:
Düdelingen erreicht. Kein Feind. -unleserlich. kläre ich in Bedem auf.

Jagdgruppe B an M.G.Btl.3, 10.5.40, 09.55 Uhr:
Wo befindet sich Pavian. Habe Anschluß an meine Gruppen verloren.

M.G.Btl.3 an Jagdgruppe B, 10.5.40, 10.35 Uhr:
Pavian befindet sich in Hencheringen.

Jagdgruppe A an XXIII.A.K., 10.5.40, 11.05 Uhr:
Motorisierte Kolonnen auf Straße Aumetz - Longwy von Hantz Anfomoy - in Longwy- -unleserlich- 2km ostwärts.

Jagdgruppe A an 34.Div., 10.5.40, 11.40 Uhr:
General in Hinterhalt gefahren. Wagen verloren. Verstärkung Ortseingang Niederkirschen.

A.A.34 an 34.Div., 10.5.40, 13.10 Uhr:
A.A.158 (Rosmarie) 1200 Uhr Hess-Abschnitt erreicht. Von Kriche Zolwer Infanteriefeuer beobachtet. Waldstück 600m nordnordwestlich Monnerich feindbesetzt.
A.A.158 beendet 800m ostw.Ehlingen A.A.34?.
(Die Handhabung der Tarntafel war ungeschickt. Bei den angegebenen Orten handelt es sich um Vermutungen.)

Jagdgruppe B an 34.Div., 10.5.40, 13.35 Uhr:
-unleserlich-. Mühlrad, Bunkerstube? in Hencheringen erreicht.

Jagdgruppe B an XXIII.A.K., 10.5.40, 13.50 Uhr:
Zunehmende Panzerspähtätigkeit dabei auch Panzerwagen aus Esch, verstärkte? Panzerabwehr nach Schifflingen erwünscht.

Jagdgruppe B an 34.Div., 10.5.40, 14.10 Uhr:
Lage bei Esch schwierig durch kleine Panzerangriffe. Zuführung von Panz.Abwehr nach Schifflingen nördl. von -unleserlich-

Jagdgruppe A an XXIII.A.K., 10.5.40, 14.15 Uhr:
Sassenheim stark von Feind besetzt. Waldstreifen nördlich davon in -unleserlich- in feindlicher Hand. Angriff kommt nicht vorwärts Differdingen.

Jagdgruppe A an XXIII.A.K., 10.5.40, 14.15 Uhr:
-unleserlich- auf Befehl Div. IIy von schwachen eigenen Kräften besetzt. Unterstützung aus Differdingen notwendig.

Jagdgruppe B an XXIII.A.K., 10.5.40, 14.55 Uhr:
Feind in Hellingen. Er klärt auf Roeser auf.

34.Div. an XXIII.A.K., 10.5.40, 15.45 Uhr:
Wiederholte Tieffliegerangriffe um Abschnitt mit Bombenabwurf 1425-1505 Uhr. 3 Abschüsse.

Jagdgruppe B an XXIII.A.K., 10.5.40, 16.45 Uhr:
Feind geht auf ganzer Front langsam -unleserlich- vor, -unleserlich- Wald westlich Düdelingen -unleserlich- mit Infanterie -unleserlich- Lallingen - Kail -
Johanes B. - Bueringen - Krakelshof 1,5km südostwärts Bettembourg.

Jagdgruppe B an XXIII.A.K., 10.5.40, 16.50 Uhr:
Erbitte erneut um Zuführung zweier Krankenkraftwagen nach Hencheringen.

Jagdgruppe B an XXIII.A.K., 10.5.40, 17.40 Uhr:
Arsdorfhof und Waldstück ostwärts Arsdorfhof feindbesetzt. Verluste von Menschen keine. 3 Pferde durch Flieger verwundet. Stimmung der Truppe günstig.

Jagdgruppe B an XXIII.A.K., 10.5.40, 17.40 Uhr:
-unleserlich-brücke durch feindliche Artillerie beschossen. Straße Tonnerich - Dumonshof? Panzerspähwagen.

Jagdgruppe 2 (B) an XXIII.A.K., 10.5.40, 18.15 Uhr:
Erbitte Artilleriefeuer auf Gegend südlich Bahnbogen hart südlich Tetingen. Ansammlung von Infanterie und Panzern.
11.5.1940 Private Erinnerungen Fw.Korn, 5./I.R.253:
Nur eine knappe Stunde blieb uns zur Rast und weiter ging es unserem Ziele entgegen, das wir todmüde und meist mit wunden
Füssen nach 33stündigem ununterbrochenen Marsch erreichten. Glaubtn wir, nun bei einer längeren Pause Gelegenheit zum Ausruhen und Sammeln neuer Kräfte zu finden,
so waren wir sehr im Irrtum. Nach einer kurzen Mittagsrast ging es gleich an den Feind ran. Es galt einen grossen Wald zu durckämmen und das Dorf Zolvern vom Feind
zu säubern. Die Fanzosen erkannten schnell unser Vorhaben und bedachten uns mit stärkstem Artilleriefeuer. Die gestellte Aufgabe wurde erfüllt. Unser Kamerad Frevel
war dabei der erste Blutzeuge unserer Kompanie, der erste der zur grossen Armee abberufen wurde. Das war der Krieg, gleich am ersten Tag mussten wir es erfahren.

Private Erinnerungen Uffz.Taphorn, 11./253:
Dort (Ehlingen) stellte die Kompanie sich zum Angriff auf Schifflingen bereit. Um 16.00 Uhr wurde zum Angriff angetreten. Das Btl. war wie folgt gegliedert:
vorne rechts 10.Kompanie, vorne links 11.Kompanie. Infolge der Kürze der Zeit trat die 11.Kompanie alleine zum Angriff an und erreichte ohne Widerstand Schifflingen.
Dort meldete sich der Führer einer Panzerabwehrabteilung bei dem Kompanieführr und berichtete, dass die Höhen um Esch von feindlichen, schwacheen Kräften besetzt wären
und in Esch mit stärkerem Feind und Panzerwagen zu rechnen sei. Der Führer der Abwehrabteilung bot sich dem Chef der 11.Kp. an, der sich entschloss an zwei Stellen einen
Angriff auf Esch anzusetzen und die Unterstützung der Panzerabwehrabteilung anzunehmen. Auf Befehl von Herrn Hptm.Bergh der in Vertretung das Btl.führte, wurde die Komp
in zwei Züge geteilt, ein Zug auf Esch angesetzt und ein Zug auf die Höhen um Esch. Als Panzerabwehr wurde die 14.Komp.des Rgts.angefordert. Der zug deer auf die Höhen
um Esch angesetzt war, erreichte diese ohne Verluste, trotz starken Artilleriefeuers, das aus den Panzerwerken der Maginotlinie kam, feindl.Widrstand wurde nicht
geleistet. Der zweite Zug der auf Esch angesetzt war, stiess auf starken Widerstand am Eingang Esch und am Bahnhof. Der Gegner hatte in den Strassen Steinbarrikaden
errichtet und hielt den Zug nieder. Der Führer des Zuges entschloss sich, da er zu schwach war, zurückzuziehen. Ein Schütze I der Gefr.Betz wurde bei einem Angriff auf
einen Panzeragen tödlich in die Halsschlagader getroffen. Der Panzerwagen fuhr bis an den Gefallenen heran, die Tür öffnete sich und der Gefallene hereingezogen. Von
Betz wurde nie wieder etwas gefunden, obwohl nach der Einnahme von Esch alles nach Gräbern abgesucht wurde, wahrscheinlich ist der bei der Erledigung des Tanks verbrannt.
Der Zug erreichte unter weiterer Zurücklassung von 3 Mann den Oft Schifflingeen und stiess hier mit dem anderen Zug der die Höhen geräumt hatte und um Esch eine Sicherung
bildete zusammen. In der Nacht wurde gegen Esch abgeschirmt und zum erstenmal konnte die Komp. verpflegt werden.

privates Tagebuch IV./A.R.34
Gegen 12 Uhr nachts passierten wir die Moselbrücke, bzw. die luxemburgische Grenze und gehen ohne wesentliche
Unterbrechung über die Stadt Luxemburg bis Petanque aus dem erst vor wenigen Stunden die Franzosen vertrieben
wurden. -Zeilen fehlen-
...gestehen im Monet waren wir doch etwwas benommen, denn das kam doch überraschend. Ergebnis: einer wurde leicht
verwundet.
Wir machten es aber schleunigst, dass wir -unleserlich- und auf unsere B-Stelle kamen. Kurz darauf erfolgte wieder
ein Feuerüberfall auf Petange, der etwa eine halbe Stunde andauerte und der - wie sich später herusstellte 70 Todesopfer -
zu grössten Teil zurückgebliebene Zivilisten - forderte.
Als ein paar Kameraden und ich eine Stunde später nochmals in den Ort hinübergingen, um etwas zu essen zu "besorgen", sah
es dort wüst aus, an allen taten mir die armen Luxemburger leid. die aus ihren wirklich schönen und blitzsauberen Häusern
flüchten mussten. Nachts fing unsere Batterie dann endlich an zu schiessen und es entstand nun ein heftiger
Feuerwechsel auf beiden Seiten - bei dem wir - ich glaube, das kann man wohl behaupten - unsere erste Feuertaufe
erhielten. Die ganze Nacht das unheimliche Heulen und Bersten der feindlichen Granaten oft in unmittelbarer Näher der
B-Stelle, machte am Anfang doch entsetzlich nervös. Ich gestehe offen, daß wir in dieser Nacht manchmal wie gelähmt
waren vor Angst und unser letztes Stündchen schon schlagen hörten. Man muss sich eben erst an alles gewöhnen.- weiter 16.5.40-

privates Tagebuch 1./N.A.34:
Bau einer Fernsprechleitung durch unsere Trupp 8, wessen Beiwagenfahrer ich bin. Truppführer; Fahnenjunker Gfr.Moltke(?).
Übrige Fernsprecher des Trupps Gefr.May(?) (Wagenbegleiter). Gfr.Tersch(?), Gfr.Vetterngel(?), Fu.Herfel, Fu.Honchripel(?),
Fu.Thomas - von Schloß-Graeels zum I.R.253, welches bei Zollwer in Stellung liegt. Abends Leitungsbau von einer Artillerie-Vermittlung
zum vorgeschobenen I.R.Gefechtsstand 107 in ein alleinstehendes Haus vor der Strassenkreuzung Petingen-Esch.
´-unleserlich-stelle durch unseren Truppe besetzt. Unter schwerem franz.Artilleriefeur seit langem in vorgenanntem Hause in einem Bett
geschlaffen. Viele Granateinschläge ums Haus. Am Tage merkliche Luftkämpfe

Jagdgruppe B an A.A.158, 11.5.40, 8.30 Uhr:
Gefechtsstand Marlenheim? in Heucheringen.

A.A.158 an 34.Div., 11.5.40, 09.30 Uhr:
Inf.Rgt.253 bittet um sofortige Zuweisung eines Sanitätskraftwagens als bodenständig nach Ehlingen.

34.Div. an Jagdgruppe A, 11.5.40, 10.10 Uhr:
Mit verstärktem Einsatz fdl.Luftstreitkräfte ist zu rechnen. Verstärkte aktive Luftabwehr wird angeordnet.

34.Div. an A.A.158, 11.5.40, 11.10 Uhr:
Verpflegungs-Empfang für bespannte Truppen am 11.MAi 1800 Uhr in Schule Luxemburg, Mädchenschulheim.

Jagdgruppe A an Mg.Btl.3?, 11.5.40, 12.40 Uhr:
Neuer GEfechtsstand Jagdgruppe Arsdorfhof an Straße Limpach - Zolwer 2,5km südwestl.Limpach.

Meldung Jagdgruppe A an M.G.Btl.2, 11.5.40, 15.35 Uhr:
Nachrichten Zug Jagdgruppe A sitzt in Limpach.
12.5.1940 Morgenmeldung M.G.Btl.2 an 34.Div., 12.5.40, 04.50 Uhr:
Im Verlauf der Nacht keine besonderen Ereignisse.

Private Erinnerungen Uffz.Taphorn, 11./253:
In der Nacht wurden die Zivilisten die aus Esch kamen festgenommen und über Esch verhöhrt, dabei waren die Aussagen sehr unterschiedlich, die meisten sprachen
von einem Zurückziehen des Feindes. Gegen morgen kam ein Krankenpfleger der aussagte, dass im Krankenhaus zwei Verwundete deutsche Soldaten lagen, aber kein Arzt
oder Pfleger mehr da sei. Darauf wurde ein Spähtrupp angesetzt der erkunden sollte ob Esch feindfrei sei und ob es eine Möglichkeit gäbe die Verwundeten zu bergen.
 Der Spähtrupp erreichte ohne Feindberührung das Krankenhaus und konnte einen San.-Kraftwagen heranziehen und die Verwundeten bergen. Die Komp. griff erneut an und
erreichte ohne Feindwiderstand den jenseitigen Stadtrand. Dort wurde in den Häusern Schutz gegen einen Artillerieüberfall gesucht.
Um 13.00 Uhr erhielt die Kompanie den Befehl, die Höhen südlich des Hochofenwerkes anzugreifen.
Der Angriff sollte um 18.30 Uhr nach einer Artillerievorbereitung von 1/2 Stunde erfolgen. Die Feindstellungen konnten im Glas gut beobachtet werden, tadellos ausgebautes
und befestigtes Grabensystem, davor Draht und 1200m freie Pläne ohne jede Deckungsmöglichkeit. Die Artillerievorbereitung blieb aus, die Komp. griff ohne diese
Unterstützung and un gewann trotz starken Feuers schnell an Boden. Dann legte der Franzose Sperrfeuer vor unsere Reihen, über 45 Min. dauerte das Feuer, es wurden
80 Einschläge im Komp.-Abschnitt gezählt. Der Angriff konnte nicht weiter vorgetragen werden, die Dunkelheit brach herein, der Gegner schoss immer wieder mit M.G.s und
jede erkannte Bewegung auf unserer Seite wurde unter Feuer genommen. Gfr.Küppers der als Gruppenführer sein M.G.selbst übernommen hatten und einen Stellungswechsel
durchführen wollte wurde tödlich getroffen und fiel. Ausserdem wurder der Uffz.v.d.Valentin, Gfr.Homperch und Nobis sowie Schtz.Schönsohn und Hille verwundet.
Um 0.35 Uhr wurde die Komp.abgelöst durch die 11.Komp.Inf.Rgt.213. Die Komp.rückte nach Reckingen und bezog am 13.5.nach Zurücklegung von 115km zum erstenmal nach dem
10.5. Quartier.

A.A.34 an 34.Div., 12.5.40, 16.40 Uhr:
Abt.Gef.Stand Rosmarie Südspitze Waldstück an Straße Ehlingen - Morne? sich.

XXIII.A.K. an A.O.K.16, 20.35 Uhr:
1.) Takt.Ergebnis. 34.Div. hat mit linkem Flügel sich der H.K.L. bemächtigt.
    73.Div. hat H.K.L.erreicht und die Vortruppen in der Linie Höhe 407?, Südrand Kail, Johannesberg, Südrand Briringen, Krakelsdorf verstärtk.
    76.Div. rechtes Regiment im weiteren Vorgehen mit vorgeschobenen Kräften -unleserlich- erreichen von Zoringen. Mittleres Regiment hat Höhenlinie südlich Mondorf
    gewonnen. Vor linkem Regiment keine Veränderungen.
    58.Div. hat Kräfte bis an den Waldrand von Apart vorgeschoben.
2.) ergibt sich aus 1.)
3.) Gef.Stände I.R.107 Niederkirchen, I.R.80 -unleserlich-, I.R.253 -unleserlich-
4.) Feindwiderstand: Infanteristisch nur an einzelnen Stützpunkten stark. Sehr gut liegendes, starkes und zusammengefasstes Artl.Feuer vor allem auf rechtem Flügel.
    34.Div. (Titelberg) und gegen Angriff I.R.80, + I.R.253.
    Gegen Dalheim (76.Div.) und auf Stromberg. Mit Verstärkung des infanterist.Widerstandes wird nicht gerechnet.
5.) Verluste am 12.5. sind nicht abzusehen. Verluste bei I.R.253 und I.R.80 erheblich. Rgt.Kdr.I.R.253 verwundet und ausgefallen.
6.) Absichten: Inbesitznahme der bisher nich nicht genommenen Teile der H.K.L. vor MItte der 34.Div. im Anschluss daran Vortreiben der vorgeschobenene Teile soweit
    als möglich. Schwerpunkt beim Industriegebiet.
7.) Luftlage: nur Aufklärung, keine Tiefangriffe.
8.) Starke Beschiessung luxemburgischer Ortschaften durch franz.Artl. Erhebliche Verluste bei der Zivilbevölkerung an Menschen und Vieh.

Private Erinnerungen Fw.Korn, 5./I.R.253:
Pfungstssommtag 1940. Pfingsten sinst ein Tag der Freude, ein Tag des Frühlings, des Lebens und Blühens, sollte 1940 der blutigste Tag des Regiments, insbesondere
unserer Kompanie werden. Unsere Aufgabe war es hinter dem Ort Beles in gut ausgebauten Feldstellungen fetsitzenden Franzosen bis zur Maginotlinie zurückzuwerfen
um dadurch für uns einen günstigen VErlauf der HKL zu erreichen. Am frühen Morgen sstellten wir uns zum Angriff bereit Der Zeitpunkt dees Angriffs verzögerte sich
für unsere Kompanie bis gegen Mittag. Inzwischen wurden Spähtrupps ausgesandt. Ich selbst hatte die Aufgabe, mit einigen Kameraden festzustellen ob das grosse
Eisenwerk zwischen Beles und Esch feeindfreei sei. An der Spitze unser Kompaniechef und die Zugführer, starteten wir gegen Mittag zum Angriff. In geöffneter Ordnung
ging es durch Wiesen und Gärten ran an den Feind. Dieser lag an und hinter eine Anhöhe gut eingeegraben in bestens ausgebauten Stellungen. Sehr schnell mussten wir
feststellen wie gut die feindliche Artillerie eingeschossen war, und dass sie über ausgezeichnete Beobachter verfügte. Es wird wohl unter der Zivilbevölkerung in
Beles Spione gegeben haben, die unsere Bewegungen der französischen Artillerie übermittelten, denn auf Schritt und Tritt verfolgte und diese mit ihrem Feuer.
Wren es zunächst nur kurze Feuerüberfälle, so gab es, als wir uns bis an die Anhöhe herangearbeitet hatten, ein höllisches Feuer. Granate auf Granate schlug bei uns
ein. Glücklicherweise konnte man sich bei den Bodenverhältnissen ziemlich schnell einschanzen. Noch nie im Leben haben wir so schnell Panzerdeeckungslöcher gegraben.
Einige Kameraden hatten gleich Pech, bevor sie noch mit dem Graben begonnen, traf sie schon das so grausam tötnde Eisen der Granatsplitter. Eine viertel oder halbe
Stunde mochte das Granatfeuer ununterbrochen gedauert haben, während dieser Zeit hatte sich ein jeder so fest an und in die Erde gepresst, als nur irgend möglich.
Als dann eine kleine Pause eintrat, erhob verstohlen der eine nach dem anderen den kopf um nach dem Nachbarn zu sehen und dann in Eile weiterzugraben."Rosenthal,
Rosenthal so melden sie sich doch, Weiler, Weiler", rief unser Zugführer, sie meldeten sich aber nicht mehr, sie waren wie Kamerad Frevel und wie einige Stunden
später Kamerad Hägele und Fuchs zur grossen Armee abberufen. Kaum haten wir diese Verluste festzustellen, da krachte es wieder, schlimmer noch als wie zuvor
"Herrgott wo bleibt denn unsere Artillerie? Sie könnte doch das blöde Feuer der Franzosen zum Schweigen bringen.-- Das schien ein Abschuss unserer Artillerie zu sein,
war das schon wieder alles, oh, welch ein kümmerliches Versagen", so dachten wir, später hörten wir dass der Munitionsnachschub noch nicht eingetroffen war. Da auf
einmal, bei all dem Lärm das Geräusch eines Bombers. "Das müssen unsere sein", doch schlimmer als zuvor krachte es bei uns. Zur feindlichen Artillerie also auch
noch feindliche Bomber. Der Teufel und die Hölle schienen gegen uns, schienen im Bunde mit dem Franzmann, dem Verfluchten. Sollte man fluchen, sollte man beten? Nur
nicht weich werden, der Krieg braucht Männer, hart hart wie das Eisen das der Feind für uns geschmiedet. Wir sehen die Kameraden ssterben, hörten die Verwundeten
stöhnen, um Hilfe schreien, wir hörten das Herannahem der Granaten, wir sahen den Tod! Doch erschüttern konnte, kann uns das alles nicht mehr. Wir überlassen es, eben
weil wir es müssen, dem Schicksal, der Fügung, wann unsere Lebensuhr abgelaufen. Wir sind noch jung, wir lieben das Leben, wir haben unsere Art, unsere Familie noch
micht fortgepflanzt, haben damit für unser Fortleben noch nicht gesorgt, deshlb wollen, nein möchten wir noch leben. Wir bauen auf ein gütiges Geschenk. Solche Gedanken
bei dem schmlimmsten Artilleriefeuer gedacht, werden bleibende Weltanschauungen.
Wieder war eine halbe Stunde lang oder auch länger GRanate auf Granate eingeschlagen, da auf einmal schwieg die feindliche Artillerie. Gerade wollten wir uns aus
unseren Löchern erheben, um die Ernte des Todes wiederum festzustellen, da pfiff es in merkwürdig feinen Summen über uns her, ein knatterndes Geräusch war dazu zu hören.
Das war uns neu, das hatten wir noch nie gehört, es schien aus der Nähe zu kommen. "Teufel, sollten das Panzerwagen sein? Vorsichtig Ausschau halten!" Ich verharre eine
Zeit, den Atem angehalten und wähnte meine letzte Stunde kommen. "Was war das?" hörte ich hinter mir den Zugführer fragen. Ich warte nich eine Weile, dann wurde es mir
zu dumm, streckte den Kopf weiter heraus und ssprang auf die Anhöhe in einen Granattrichter. Zur gleichen Zeit erreichte unser Zugführer und der Schütze Dyck den Trichter
Dyck hatte dem eben gefallenen M.G.-Schützen Rosenthal das M.G.abgenommen und dasselbe gleich in Stellung gebracht. Wir sehen zwar nicht, mussten aber feststellen, dass
feindliche M.G.s auf uns schiesssen. Ohne genau zielen zu können erwidern wir mit unserem M.G. das Feuer und bringen den Feind bald zum Schweigen. Wir lagen eine Stunde
in dem Granattrichter da schien der Franzose uns entdeckt zu haben und legtee gezieltes Artilleriefeuer auf uns, wir mussten uns in die Löcher ducken.

privates Tagebuch 1./N.A.34:
Unsere Pioniere u.Infanteristen erwarten franz.Panzerangriff. Panzerjäger wehren ab. Franz.Ari schiesst gut gezieltes Störungsfeuer, besonders nachts.
13.5.1940 privates Tagebuch 1./N.A.34:
Etwas Ruhe, Hasen gebraten im vorbeschriebenen Haus.
22.00 Uhr Doppelleitungen von beagtem Haus u.-unleserlich-verbunden von der Ari-Vermittlung nach Oberkerschen zum neuen Divisionsgefechtsstand. Leitung unter
Anweisung von Major Jakob unserem Abt.Kdr. im Eiltempo bei Dunkelheit gebaut.
14.5.1940 privates Tagebuch 1./N.A.34:
Bau einer Fernsprechleitung durch unseren Trupp von Div.Geefechtsstand O`kerschen nach Athus in Belgien zum I.R.107.

Meldung 34.Div. an Jagdgruppe A, 14.5.40, 09.40 Uhr
:
Eigene Stekllung Höhe 276 - 364 - 394 in Bois de Selemont. Gefechtsstand ungefähr 500m nördlich punkt 965. Gefechtsstand II./107 Pkt.588 500mtr. westlich Sauvage.
Erbitte diese Meldung -unleserlich- lief an I.R.80.
15.5.1940 privates Tagebuch 1./N.A.34:
Oberkerschen - Quartier in einer Scheune - Etwas Ruhe aber in Bereitschaft liegend.
16.5.1940 privates Tagebuch IV./A.R.34
Auch an dieseem Tag bleibt es deutlich ruhig. Unsere Infanterie war in der Nacht wieder weiter vorgegangen und befand sich
bereits in Longwy, d.h.im Vorfeld der Maginot-Linie. Da Sanluees heute wieder beschossen wurde, musste wir unsere Verpflegung
wirder von hinten ranholen. Ab 22 Uhr heulten die Granaten auch wieder auf unsere Höhe. Wir nahmen uns also eine -unleserlich-
Morgens wachten wir völlig Durchfroren darin auf - wir waren trotz des Lärms eingeschlafen.

privates Tagebuch 1./N.A.34:
7km -unleserlich- Kabel eingebaut vom Div.Gef.Stand O´kerschen nach I.R.253 in Zolwer (4 Fl.Bordeaux von einem Infanteristen bekommen).
Es schwer heiß und alle haben fürchterlichen Durst. Eine Anzahl Gefangene eingebracht von unserer Infanterie. Französische Artillerie bekämpft
alle Luxemburger Grenzorte.

Jagdgruppe A an 34.Div., 16.5.40, 7.00 Uhr
:
Um 4.00 Uhr Art.-unleserlich- auf Abschnitt Ein? -unleserlich-. Sonst nichts Neues.

Abendmeldung 34.Div. an XXIII.A.K., 16.5.40, 20.10 Uhr:
Vordere Linie Sierck - Altenberg - Höhe nördl.Montenach - Mittenhof - Marienhof. Gegner hat sich unter Zurücklassen von Nachtruppen in Linie Altenberg - Baltville
abgesetzt.  Abtransport von Teilen I.R.127 in Nacht vom 15.-16.5. mit Lkw. nach Belchen? wahrscheinlich.
17.5.1940 privates Tagebuch IV./A.R.34
Heute ist es wieder ziemlich ruhig, wenigstens auf französischer Seite. Unsere Batterie beschiesst seit heute früh unaufhörlich
die Stadt Longwy von Longlaville aus. Nachmittags war die Stadt besetzt. Damit war eine wichtige Festung der Mag.-Linie gefallen
an deren unsere Abteilung hauptbeteiligt war.

privates Tagebuch 1./N.A.34:
Athus/Belgien. Leitung mit ? Anschluß geschaltet zur in Ruhe liegender Aufklärungsabteilung. In zerschossenen Häusern -unleserlich-
an Zigaretten und Schokolade ge-unleserlich-.
18.5.1940 Meldung 34.Div. an XXIII.A.K., 18.5.40, 16.00 Uhr:
Ruhiger Verlauf des Tages. Nur geringe feindl.Art.-Tätigkeit. Im Industriewerk Lerche? -unleserlich- mit Aufschrift "Giftgase" festgestellt. Fortsetzung des
Stellungsbaus -unleserlich-.

Tagesmeldung an Gen.Kdo.XXIII.A.K., 18.5.40, 20.40 Uhr:
1.) Feind: Geringe feindl.Art.-Tätigkeit. 18.30 Uhr Oeltank zwischen Russengen? und Villerip? in Brand geschossen. Nordrand Ounieres? mit M.G.besetzt. Anscheinend
Gef.Vorposten. Gegner beschießt mit ...-unleserlich-
2.) Eigene Tätigkeit:  Feuerüberfall auf Villers la Montagne. Störungsfeuer auf einzelne -unleserlich-anlagen der Maginot-Linie. Bekämpfung erkannter Schanzarbeiten
dicht nördlich Lexy. Neugliederung der -unleserlich- verschieben des vorderen Randes der Vorstellung beendet. Aufstellung von Jagd-Kommandos durchgeführt. Ausbau
der Stellung. 2 Btl. des I.R.163 in Abschnitt der Div. zum Stellungsbau eingetroffen. -unleserlich-
3.) Absicht: Spähtrupptätigkeit, Ausbau der Stellungen. Beginn mit dem Verlegen von T-Minensperren. Gef.Stände Änderungen:
    A.A.34 Arthien?
Kdr. der Bautruppen 38 Bettingen.
5.) geringe Fliegertätigkeit.

privates Tagebuch IV./A.R.34
-unleserlich liegen wir drei immer noch auf V.B. bei Saulnes. Endlich gegen Abend bekommen wir durch Funk den Befehl, uns morgen
früh 10 Uhr auf dem Rodenhof zwecks Abholung einzufinden. Es wird auch Zit, denn hier ist nichts mehr los. Heute erzählte übrigens
ein zurückgebliebener Zivilist aus Rodange dass die Franzosen zur -unleserlich- der Befestigungen auf der Bastion volle 8 Monate
benötigt haben, während unsere Infanterie zu deren Einnahme 3 Stunden gebraucht hat.

privates Tagebuch 1./N.A.34:
Niederkerschen Kompaniequartier. Kämpfe der Infanterie mit bei Longwy. Fahrzeug mit Kraftfahrer Gfr.Heppner, u.Truppf. eines besp.Trupps, Gfr.
Kohlstedt auf Störungssuche fährt vor Longwy auf eine Minensperre. Kohlstedt gefallen.
19.5.1940 Tagesmeldung an Gen.Kdo.XXIII.A.K., 19.5.40, 20.40 Uhr:
1.) Zu Feind: Geringe feindl Artillerietätigkeit. Feuerüberfall auf Toveler-Bahnturm im Bois de Longwy. Chenieres anscheinend stärker besetzt, da auch schwere
Gr.W.erkannt. Auf der Höhe 1km nordostw.Chenieres auch tagsüber schwache fdl.Postierungen. Villers la Montagna nur zeitweise von Franzosen besetzt.
2.) Eigene Tätigkeit: Art.Störungfeuer auf Schanzarbeiten bei Villers la Montagna und Laise, sowie auf erkanntes Ziel 412. Spähtrupptätigkeit bis unmittelbar vor die
ständigen Anlagen der Maginotlinie. Fortsetzung des Stellungsbaus weiterer Ausbau der vorgeschobenen und Hauptstellungen der Batterien. Beginn mit der Verdrahtung
im Abschnitt I.R.253. Feststellung der Minenfreiheit. Verlegen von T-Minen gem.Minenkarte.
3.) zu Absicht: Spähtrupptätigkeit, weiterer Ausbau der Stellungen. Verlegen von Minensperren. Stosstrupp bei I.R.107 gegen Anlagen 760 und bei I.R.253 zwischen
Anlagen 610 und Brehain la Court nach Art.Vorbereitung.
4.) Geringe Fliegertätigkeit.

privates Tagebuch IV./A.R.34
Wir sind nicht wie vereinbart abgeholt worden, mussten uns also allein zur Feuerstellung durchfinden. Nachmittags 15 Uhr trafen
wir dort ein und brachten uns erstmal wieder in Ordnung und erholten uns in einem schönen Quartier von den Strapazen.
-weiter 23.5.40-

privates Tagebuch 1./N.A.34, 19.-26.5.1940:
Quartiere Niederkerschen. Verschiedene male Leitungen verbessert, Stangen gesetzt etc.. - weiter 26.5.1940 -
20.5.1940 Meldung 34.ID an Gen.Kdo.XXIII.A.K., 20.5.40, 15.35 Uhr:
Tag ruhig verlaufen. Fortsetzung des Stellungsbaus und Hindernisbau in der Vor- und Dauerstellung.
Geringe feindl.Luftaufklärung.

Tagesmeldung an Gen.Kdo.XXIII.A.K., 20.5.40, 19.45 Uhr
:
1.) Zu Feind. Vereinzelt Störungsfeuer auf Russingen und Hussigny. Feindspähtrupp in Zugstärke stiess um 3.45 Uhr durch den Bois de Busse vor. 1 Franzose gefallen,
    1 M.G.erbeutet.
2.) Eigene Tätigkeit. Ausbau der H.K.L., Fortführung der Beobachtungen, Ausbau von Minensperren. Durchführung zweier Stosstruppunternehmungen mit Artl.Unterstützung
    durch I.R.107 u. I.R.253 am Abend des 20.5.
3.) zu Absicht. Fortführung des Stellungsausbaus. Stosstruppunternehmungen.
4.) Zu Gefechtsstände. I I.R.107 bei Kirche Soulnes. III I.R.253 Beles.
5.) Geringe feindl.Luftaufklärung.
23.5.1940 privates Tagebuch IV./A.R.34
wir liegen immer noch in Differdange und beschiessen eifrig Bunker der Maginot-Linie. Feuer erhalten wir ein wenig. Abends:
Stellungswechsel nach Oberkorn. Von hier ais ebenfalls Bunkerbeschiessung durch... -Zeilen fehlen weiter 28.5.40-
26.5.1940 privates Tagebuch 1./N.A.34:
Öfters Störungen behoben. Festung Longwy u. Le Titelberg werden durch unsee Division genommen. Zu bemerken ist noch, daß die Luftlandetruppen
unserer Division aus Infanteristen und Pionieren bestanden, große Taten vollbrachten. Durch Fieseler Storch Flugzeuge setzte man die Spezialtruppe
auf Berghöhen hinter die Franzosen. Eingesetzt waren 120 Mann. 60 davon kamen davon zurück. 40 Mann von ihnen erhielten das E.K.2 bzw.1.
Übergabe des Kampfabschnitts der 34.Div. an eine Nachschub-Division, welche sich verschanzt um später die Maginot-Linie zu durchbrechen.
27.5.1940 privates Tagebuch 1./N.A.34:
2.Unternehmen unserer Division. In -unleserlich- marschieren wir durch Belgien u.Frankreich zur Bereitstellung im Aisne-Gebiet (Champagne u.Ardennen).
Ablösung der 45.Division vor der neu von den Franzosen errichtetetn Weygand-Linie. Es ging über Arlon-Montmedy.Sedan (22.00 Uhr über die Maas)
-unleserlich- um Sedan u.Sedan schwer zerstört. - weiter 30.5.1940 -
28.5.1940 privates Tagebuch IV./A.R.34
um 6 Uhr marschbereit. Es geht weiter in Richtung Sedan. Wir marschieren den ganzen Tag und kommen gegen 23 Uhr in Les Bulles an.
29.5.1940 privates Tagebuch IV./A.R.34
Morgens 9.30 Uhr geht es weiter über Lacuisine nach Bouillon, wo wir gegen 24 Uhr ankommen. Wieder waren es 50km. Seit dem Morgen
befinden wir und in den Südausläufern der Ardennen.
30.5.1940 privates Tagebuch IV./A.R.34
Weiter über Sedan - wo es ziemlich finster aussah - nach Poix-Terron. Und zwar passierten wir Sedan gegen 23 Uhr. Dass es so
schlimm dort aussähe. hätte ich doch nicht gedacht. Das ganze Zentrum der Stadt ein einziger Trümmerhaufen. Weiter gelangten
wir nach Donchery, wo der erbitterte Kampf um das Panzerwerk ?15 stattgefunden hatte. Als wird durch das Dorf Pigny marschierten,
erhielten wir zum ersten mal seit Oberkron Feuer durch 21cm Mörser: Ein Toter, vier Verletzte in der Abteilung. Um ? Uhr erreichten
wir unser Ziel Poix-Terron.

privates Tagebuch 1./N.A.34:
Maginot-Linie in einer Breite von 100 km durchbrochen. Bunker erledigt durch Pak u.Flammenwerfer.
31.5.1940 privates Tagebuch IV./A.R.34
Heute machten wir ausnahmsweise nur 30km. -Seiten fehlen, weiter 5.6.1940-

privates Tagebuch 1./N.A.34:
Dommery.
 
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