| Kriegstagebuch November 1944 | |
| 3.11.1944 |
Erinnerungen Oberst Wilck: Bis zum 3.11. werden die drei Infanterie-Regimenter der Division in der H.K.L. eingesetzt: rechts Inf.Rgt.352, in der Mitte 689 und links 404. An Reserven sind zwei Bataillone und eine Kompanie des Füsilier-Btl. herausgezogen, und zwar II.352 in Freialdenhoven, II./689 in teeee Dürboslar, die Kompanie in Werden als Nahtsicherung. Ausserdem hat auserdem Befehl jede Kompanie einen Stosstrupp von einem Führer und 10 Mann, jedes Bataillon einen Inf.Zug und jedes Rgt. eine Kompanie als Eingreifreserve ausgeschieden. Die Breite des Abschnittes beträgt 14 km; je Btl durchschnittlich 5 km. Jülich mit einem besonderen Kampfkommandanten ist, ein kleines Machtzentrum, der Division unterstellt. Die Panzerabwehr wird im Bereich. der Division besonders stark ausgebaut, Minenfelder werden angelegt. An der rechten Naht ist die schwere Panzerabteilung 503 zwischen Immendorf und Setterich eingebaut. Die H.K.L. als durchlaufender Graben mit Unterständen und Sappen wird angestrebt und zum grossen Teil erreicht. Eine Grosskampf-H.K.L. wird auf Befehl etwa 1000 m hinter der vorderen Linie gebaut mit dem Zweck dem Vorbereitungsfeuer bei einem Grossangriff auf den vordersten Graben zu entgehen und nach Rückwärtsspringen des Feuers gegenstossartig den ersten Graben wieder zu besetzen. Ein Drittel der Truppe soll in der vorderen Linie, zwei Drittel in der zweiten Linie eingesetzt werden. Dieser Befehl wird nur tei1weise durchgeführt, da Zeit und Kräfte für den Ausbau fehlen. Die Dörfer im Divisionsbereich werden durch die Pioniere zur Ortsverteidigung ausgebaut, für Panzerebwehr mit Sperren vorbereitet. Sie werden auf höchsten Befehl evakuiert und durch Minen verseucht. Bis zur Roer entsteht ein tiefes Stellungssystem unter Einbeziehung der Ortschaften zur Verteidigung in der Tiefe des Kampfraumes. Im Kampfabschnitt der 246.Division herrscht bis zum 15.11. Ruhe. Stoss- und Spähtrupps werden von Freund und Feind entsandt, abgewiesen haben auch hier und dort Erfolge und Verluste. Artillerie-Duelle werden ausgetragen. Wirken doch 220 Rohre aller Kaliber im Bereich des Korps; dazu die schweren Waffen der Infanterie und Panzer anderer Verbände. Ein Feindangriff aus dem Raum Alsdorf auf Jülich wird bei dem offenen etwas welligen, für Panzer günstigen Gelände für wahrsceeinlich gehalten. Die feindliche Lufttätigkeit ist trotz schlechtem Wetter die ganze Zeit aber rege. Artilieriebeschuss und Bombenwürfe auf die Ortschaften sind, in der ersten Novemberhälfte an der Tagesordnung. Befehlsgliederung zur Bekämpfung feindlicher Luftlandetruppen und Maßnahmen für Alarmierung und Einsatzbereitschaft aller rückwärtigen Dienste und Teile rückwärts des Hauptkampffeldes werden festgelegt und geregelt. Die Ruhezelt kommt neben der Verstärkung der materiellen Abwehrbereitschaft der Ausbildung der neu gegliederten Division zugute. Eine Kampfschule der Division nördilch Niederziehr unter Hauptmann Jahn bildet laufend Unterführer aus. Der Schwerpunkt der Schwerpunkt der Ausbildung liegt in der Panzernahbekämpfung und in der Zusammenarbeit von Pazern und Infanterie. Mit den Unteroffizierschulen Jülich und Düren werden ausgebildete Unterführer gegen Mannschaften (Unterführer-Anwärter) ausgetauscht. Die Atempause zwischen der zweiten und dritten Schlacht um Aachen sollte keinen Monat dauern: Entsandte Fernspähtrupps und Agenten berichten Anfang November über starken Feindverkehr, Autokolonnen, Transportbewegungen und grosse Belegung, von Ortschaften vor dem Abschnitt der Division. |
| 4.11.1944 | |
| 5.11.1944 |
Erinnerungen Oberst Wilck: Vom 5.11. macht sich verstärkte feindliche Späh- und Stosstrupptätigkeit bemerkber. Die Luftaufklärung wird intensiver. Feuerüberfälle auf Ortschaften besonders Mariadorf, und erkennte Stützpunkte hinter der Front mehren sich. |
| 15.11.1944 |
Erinnerungen Oberst Wilck: Am 15.11. meldet die Division ans Korps: "Das Auftauchen mehrerer neuer Batterien in den letzten Tagen, der besondes lebhafte Fahrzeugverkehr mit Schwerpunkt vor linkem Flügel der Division, des Heranschanzen mit Grabenstücken nördlich Höngen, westlich Mariadorf und südwestlich Euchen lassen auf Fortsetzen der feindlichen Angriffsvorbereitungen vor Abschnitt der Division schliessen. In Jülich, wo die Brücke aber die Roer ein beliebtes Angriffsziel feindlicher Flieger und Artillerie ist, ist die schwere Panzerabteilung (Tiger) 301 zum Eingreifen bei der 46.Division, mit Schwerpunkten bei Puffendorf und Oidtweiler bereitgestellt. Auch des Volks-Art.Korps 766 mit unterstellter schwerer Artillerieabteilung 466 im Raum Aldenhoven mit Vorzugswirkung vor der 246.Divisin ist ein grosser Rückhalt. Alle Batterien haben Wechseletellungen. Wanderbatterien sind befohlen. Vom 10.-15.11. ist das Wetter schlecht; es regnet fast ununterbrochen. |
| 16.11.1944 |
Erinnerungen Oberst Wilck: Am 16.11. mittags greift die 9. und Teile der 1.amerikanischen Armee in Stärke von 5 Infanterie- und 2 Panzerdivisioaen und schweren Panzerabteilungen im Korpsabschnitt mit starker Artillerieüberlegenhtit und Luftwaffenunterstützung bei aufreisseader Wolkendecke aus jer Linie Geilenkirchen-Würselen-Schevenhütte an. Trotz den intensiven Abwehrvorbereitungen, und der Erwartung eines Angriffs vermag dieser mit grosser Wucht geführt, einen Einbruchserfolg bei Mariadorf und Euchea im Abschnitt des Gren.Rgt.404 und südlich Puffendorf bei Gren.Rgt.352 zu erzielen. Der letzte Ort wird mit 13 Panzern angegriffen. Durch Bombenteppich fallen zwei Betterieen aus. Während das rechte Regiment 352 mit dem starken Rückhalt der dort eingesetzten Panzer der schweren Panzerabteilung 503 und unter tatkräftigem Einsatz seiner Führer, besonders bei Setterich, hervorregend kämpft, macht sich beim Regiment 404 am linken Flüge1 ein Mangel an Führung bemerkbar. Dieser ist verständlich und begründet, da der Regimentsführer erst einen Tag vorher, em 15.11., den seit längerer Zeit erkrankten Regimentskommandeur abgelöst hat und mit den örtlichen Kampfverhältnissen durchaus unbekannt ist. Zudem war das Regiment in aer zweiten Schlacht von Aachen völlig aufgerieben, und ist aus verschiedenen Kavallerieabteilungen kurz vorher endgültig zusammengesetzt. II./352 erhält den Befehl, die Einbruchsstelle bei Puffendorf abzuriegeln. Die Restreserve der Division wird bei Euchen eingesetzt. Hier fordert ein erbitterter Häuserkampf grosse Opfer auf beiden Seiten. An diesem ersten Tag werden im Divisionsabschnitt 11 Feindpanzer abgeschossen. Der Feind, die 29.amerikanische Division kämpft gut und wird entschlossen und geschickt geführt. Der linke Nachbar die 3.Panzer-Gren.Div. verlegt nachts 16./17.11. auf Befehl ihre H.K.L. auf eine kürzere Linie ostwärts der Frontspitze Würselen zurück. Eine starke Reserve kann dabei ausgeschieden werden. Sie soll von Kinzweiler aus den gefährlichen Einbruch bei Mariadorf- Höngen bereinigen. Gren.Rgt.404 wird dazu vorübergehend der 3.Panzer-Gren.Div. unterstellt. Die neue Trennungslinie zwischen den Divisionen verläuft Nordrand Höngen-Schleiden-Niedermerz. Gren.Rgt.689 in der Mitte hat trotz stärksten Feinddrucks auf Siersdorf und Bettendorf am ersten Tage seine Stellung halten können. |
| 17.11.1944 |
Erinnerungen Oberst Wilck: Am 17.11. setzt der Feind seinen Grossengriff seit 6,30 Uhr früh pausenlos, unter Fliegerunterstützung mit Schwerpunkt bei der 246.Division fort. Im Nordabschnitt wird um Setterich hart gerungsn. Nachdem es 6 mal den Besitzer gewechselt hat, geht es am 19.11. endgültig verloren. I./352 unter Führung des Hauptmenn Cuppinger verdient für diesen Mapf besondere Anerkennung. Am 17.11. können die Einbruchsstellen übera11 abgeriegelt, die in Grossen gehalten werden. Im Ganzen werden 9 starke Panzerangriffe abgeschlagen. 7 Einbrüche in die H.K.L. werden im Nahkampf bereinigt. In den späten Abendstunden dieses Tages rollt der Feind nach einstündigem Trommelfeuer aus Höngen nach Norden mit Infanterie und Panzern auf Bettendorf vorstossend, einen Teil der H.K.L. auf. Ein aus Schleiden auf Höngen angesetzter Gegenstoss bricht im Feindfeuer zusammen. Bettendorf geht verioren, nachdem es fast 2 Tage lang durch die tapfere Besatzung gegen grosse Übermacht verteidigt ist. Starke feindliche Jabokräfte bekämpfen 1aufend Punktziele im Hauptkampffeld und erschweren die eigene Abwehr ausserordentlich. |
| 18.11.1944 |
Erinnerungen Oberst Wilck: Am 18.11. greift der Feind erneut südlich Puffendorf den Abschnitt der Regimenter 352 und 689 mit 50 Panzern an. Bei Siersdorf entsteht eine gefährliche Lücke, durch die der Feind auf Dürbos1er vorstösst. Beschleunigt wird III./29 von der 3.Panzer-Gren.Div., der 246.Div. unterstellt zusammen mit, dem Feld-Ersatz-Btl.246 aus Dürbosler in die Lücke ostwärts Siersdorf eingeschoben.Auch das Gren.Rgt.404 wird wieder der Division unterstellt. Am 18.11. werden 11 Feindpanzer abgeschossen. Das Artillerieregiment und die im Abschnitt eingesetzte Artilleriabteilung 766 (466?) verdienen für die vorbildliche Unterstützung in den drei ersten Kampftagen besondere Anerkennung. Sie verhindern trotz schwerem Beschuss feindlicher Artillerie und dauernder Fliegerangriffe meist im direkten Schuss ein Vordringen des Feindes, besonders die Il./Art1.Rgt.246 bei dem zersprengten Gren.Rgt.404. Die Verluste der drei ersten Grosskampftage betragen bei der Division 17 Offiziere und 3000 Unteroffiziere und Mannschaften. Der Feind pflügt mit Schaufelpanzern die Stellungsgräben zu und wendet feuerspeiende Panzer an, die ihren Feuerstrahl 150 m weit senden. Er geht sehr geschickt und in gutem Zusammenspiel von Panzern und Infanterie vor. Im Korpsbereich werden am 17.11. fünfzig, am 18.11. funfundvierzig Feindpanzer vereichtet. |
| 19.11.1944 |
Erinnerungen Oberst Wilck: Am 19.11. beginnt der weitere Grossangriff um 8,30 Uhr auf Dürboslar mit einem Infanterie-Regiment und 30 Panzern unter aussergewöhnlich starker Luftwaffenunterstützung. Dieser Ort und das Dorf Schleiden fallen nach hartem Ringen in Feindeshand. Der 19.11. ist durch pausenlosen Jabo- und Bombereinsatz und durch ein rollendes Trommelfeuer gekennzeichnet. Die in der Masse in freiem Feld kämpfende Truppe, Infanterie, Artillerie und Panzerabwehrwaffe erleiden durch sie starke Verluste. Der Feind kann aber auch an diesem Tage trotz überlegenem Artillerie- und Fliegereinsatz den von ihm erstrebten Durchbruch bis zur Roer nicht erzwingen. Der tapferen Truppe aller Waffen gelingt es trotz der starken Belastung der letzten Grosskampftage, durch zähen Einzelkampf der Infanterie und durch geschickte, wendige Führung des Artilleriefeuers die Einbrüche bei Freialdenhoven, Dürboslar und Schleiden zu lokalisieren und die H.K.L. zu halten. In der Nacht 19./20.11 sendet der Divisionsführer Oberst Körte, folgenden Spruch ans Korps: "Der Auftrag der Division, Halten der H.K.L., wird am 20.11. von den Truppen der Division genau so zäh und verbisseen ausgeführt werden, wie am heutigen Tage. Da aber Feind morgen unter noch grösserem Materialeinsatz den Durchbruch bis zur Roer erstreben könnte, besteht aie Möglichkeit des Aufreibens der letzten lnfanteriekräfte, des Zerschlagens der Artillerie und Erreichen der Roer. Nur Zuführung von wirklich kampfkräftigen Truppen, vor allem panzerbrechenden Waffen, könnte diese Möglichkeit abwenden." In der Nacht zum 20.11. wird ein Teilabschnitt des Gren.Rgt.352, von Puffendorf bis Feialdenhoven durch die 9.Panzerdivision übernommen. Die neue Grenze verläuft Barmen-Freialdenhoven einschliesslich für 246.Division. Feldersatz-Bt1.246 und eine gepznzeree Kampfgruppe bilden eine neue Div.Reserve im Raum Engelsdorf, etwa hinter der Mitte des auf ca 6,5 km verengten Div.Gefechtsstreifens. Die schwere Panzer-Abteilung 301 und eine Panzer-Kompanie 3l9, der Division nicht unterstellt, bilden einen Panzerabwehrriegel in der Linie- Barmen-Bourheim. Der Div. Gefechtsstend bleibt in Boslar mit vorgeschobener Ia Staffel in Barmen die Quartiermeisterabteilung wird nach Hasselsweiler verlegt. |
| 20.11.1944 |
Erinnerungen Oberst Wilck: Unwiderstehlich setzt der Feind mit unverminderter Heftigkeit seine Angriffe grossem Stils mit Panzern am 20.11. fort. Ederen und Aldenhoven gehen verloren. Der Division wird das Gren.Rgt 48 unterstellt und im bisherigen Abschnitt des Gren.Rgts.404 eingesetzt. Dies ist aufgerieben. Eine neue, die 340.Volks-Gren.-Div. unter dem jungen, mit den höchsten Tapferkeitsorden ausgezeichneten Oberst Tolsdorff wird hinter der 246.Div. bereitgestellt. Sie besetzt die Roerstellung im Abschnitt Linnich Jülich. Je ein Regiment wird zum Schutz der Brückenköpfe Linnich und Jülich eingesetzt. Der Kampfkommendent von Jülich wird der 340.Div. unterstellt. Das Sturmbataillon des Panzer-A.O.K.5 als Armeereserve wird hinter die Division ostwärts der Roer zugeführt mit der Weisung, für Einsatzschwerpunkt im Raum der 246.Division. Offizier-Befehlsempfänger werden zur Division abgestellt. Die Div.-Kampfschule bezieht als Sicherheitsbesetzung Stellungen bei Barmen-Merzenhausen. So gesehieht alles, um einen drohenden Durchbruch bei den Trümmern der stark geschwächten 246.Division zu verhindern. Sind doch die Kampfstärken bis zu diesem Tage beim Regiment 352 mit unterstellten Einheiten auf 250, bei 404 auf rund 100 und bei 689 auf 350 Mann zusammengezeschmolzen. In zwei weiteren Groskampftegen werden diese schwachen, überanstrengten Regimenter zur Schlacke ausgebrannt. Auch die anderen Waffen haben starke Verluste. Bei der 246.Div. ist noch ein einsatzbereiter Hetzer und eine Pak. vorhanden. Die 1.Kompanie der zugeteilten Tigerabteilung besitzt noch 2, die 2. und 3.Kompanie je 6 Panzer. Auf Anfrage beim Korps erfolgt die Antwort, dass keine Reserven mehr zur Verfügung ständen. |
| 21.11.1944 |
Erinnerungen Oberst Wilck: Am 2l.11. wird hart um Merzenhausen gekämpft. Die Einbruchsstelle wird abgeriegelt. Sonst kann die bisherige H.K.L. an diesem Tage westlich der Roer gehalten werden. Diese führt zur Zeit viel Wasser und wird dadurch zu einem starken Hinderniss. Der Anschluss zu den Nachbarn ist vorhanden. Er war vorübergehend nach rechts verloren gegangen. Bei linken Nachbarn, der 3.Panzer-Gren.Div., geht an diesem Tage Bourheim und Pattern verloren. Vor Linnich wird der Feind durch den rechten Nachbarn, die 9.Panzer-Div., abgewiesen. Die Artillerie wird gut und planmässig durch den Arko. ostwärt der Roer in neue Stellungen geführt. Div.Gefechtsstand ist weiterhin Boslar. |
| 22.11.1944 |
Erinnerungen Oberst Wilck: Am 22.11. wird ein neuer Durchbruchsversuch des Feindes mit pausenlosen Angriffen von 5.30 Uhr morgens ebenso wie am 21. vereitelt. Das hart umkämpfte Merzenhausen wird von drei Seiten mit 30 Panzern nach unerhörtem Trommelfeuer angegriffen und genommen. In schneidigem Gegenangriff nimmt I./352 unter seinem tapferen Führer Hauptmann Cuppinger, in Zusammenarbeit mit der Tigerabteilung 301 und der Div.Artl. den Ort am Abend wieder. An diesem Tage werden 13 Feindpanzer abgeschossen. Die H.K.L. westlich der Roer bleibt auch am 22.11. fest in eigener Hand. In der Nacht 22./23.11. werden die ersten Teile der Division, besonders Gren.Rgt.689, aus der H.K.L. im Abschnitt Flossdorf-Koslar durch die rückwärts stehende 340.Div. hereusgelöst. Die gesamte Artillerie bleibt dem Arko.481, die Panzerjägerabteilung der 340.Division zunächst unterstellt. Sie werden zusammen mit den Resten der Division am 23./24. und am 24./25.11. trotz starkem Feinddruck und Einbruch bei Koslar herausgelöst. |
| 23.11.1944 |
Erinnerungen Oberst Wilck: Auch am 23.11. ist die alte H.K.L. westlich der Roer gehalten. Der Westteil von Jü1ich wird, gegen Panzereinbrüche vermint. Die Division wird als Armeereserve in dem Raum westlich Bedburg a.d.Erft untergebracht, der Div.Stab in Kirch Troisdorf. Der tüchtige und vitale Artilleriekommandeur Major Knörz, wird versetzt, ein Verlust für die Division. |
| 27.11.1944 |
Erinnerungen Oberst Wilck: Bis zum 27.11. wird die Division aufgefrischt, neu aufgestellt und umgegliedert. Waffen und Gerät werden ergänzt. Am 26./27. wird das neue Gren.Rgt.404 der 340.Div. unterstellt und zur Besetzung der Roerstellung im Abschnitt Flossdorf-Broich eingesetzt. Gleichzeitig erhält die Division den Befehl, am 27./28. die 3.Panzer-Gren.Div. und Teile der 12.Volks-Gren.Div. herauszulösen. Die Ausführung des Befehls wird um zwei Tage verschoben, da die Kampflage es zur Zeit nicht zulässt. Die 29.amerikanische Inf.Div. berennt zusammen mit der 2.Panzer-Div. Kirchberg, Koslar und Merzenhausen. |
| 28.11.1944 |
Erinnerungen Oberst Merzenhausen: Am 28.11. wird ein Bataillon 689 in die Linie Altenberg-Krauthausen als Vorsichtsmassnahme zum Besetzen der Roerstellung mit Anschluss an den rechten Nachbarn, die 340.Division, befohlen. Der Feind hat dort starke Aufklärung über die Inde vorgetrieben. |
| 29.11.1944 |
Erinnerungen Oberst Wilck: Am 29./30.11. löst die 246.Division die 3.Panzer-Gren.Div. ab. Anschluss rechts zur 340.Volks-Gren.Div. bildet die Eisenbahn über die Roer südlich Jülich. Diese Division wird einen Tag später infolge hoher Verluste durch die 363.Volks-Gren.Div. ersetzt. Die Grenze links zur 3.Fallschirm-Jäger-Division ist die Indebrücke südostwärts Lemersdorf. Der Einsatz erfolgt in 3 Wellen: In vorderer Linie Gren.Rgt.689, in der Roerstellung dahinter Gren.Rgt.352, in der Artillerie-Schutzstellung ostwärts der Roer Gren.Rgt.404 nach Freiwerden bei der 340.Div. Kampfführung wird so befohlen, dass jedes vorn eingesetzte Bataillon eine verstärkte Kompanie als Eingreif- und Gegenstossreserve auszuscheiden hat. Das Regiment in zweiter Linie ist Divisionsreserve, des Regiment dritter Welle Korpsreserve. Der Div.-Gefechtsstand liegt in Hembach. Die schwere Panzer-Jäger-Abt.519 und die Sturmgeschützbrigade 103 werden der Division unterstellt. Ihre Stärken sind gering: Besteht jene doch aus 1 Befehlswagen, 1 Jagdpanther und 3 Sturmgeschützen, während diese 4 Sturmgeschütze besitzt. Die Sturmgeschütze werden schwerpunktmÄssig zu Gruppen zusammengestelt und mit Infanterie gekoppelt beweglich eingesetzt. Das Pionier-Btl. baut Stellungen aus, verlegt Minen, soweit vorhanden, und hält bezw. setzt Brücken über die Roer Instand, besonders die bei Krauthausen. Die ist bei dem hohen Wasserstand für den Div.-Abschnitt eine Lebensader. |
| 30.11.1944 |
Erinnerungen Oberst Wilck: Mit der Herauslösung des rechten Nachbars, der 340.Div. durch die 363.Volks.Gren.Div., wird auch am 30.11. das Gren.Rgt. 404 wieder der 246.Div. unterstellt und zugeführt. Das Regiment leidet unter Offiziermangel. So fehlen allein 4 Kompanieführer. Es wird mit einem Bataillon in Raum Metternich, mit einem Bataillon im Raum Hambach in der Artillerie-Schutzstellung eingesetzt, auf deren Ausbau. der Oberbefehlshaber grössten Wert legt. Die dorthin zugeführte Nebelwerferbrigade 15 ist eine wirkungsvolle Verstärkung der Artillerie im Abwehrkampf. Nacn zwei Tagen tauschen Gren.Rgt.4D4 mit 352 die Rollen. Während diese in die Artillerie-Schutzstellung geht, bezieht jenes die Roerstellung, die bei dem derzeitigen hohen Wasserstand in ihrem bereits vorher hergestellten Graben und Stellungssystem grossenteils voll Wasser, also unbenutzbar und unbrauchbar ist, Auch die Panzer werden in ihrer Beweglichkeit durch den aufgeweichten Boden bei Freund und Feind in diesen Tagen stark behindert. Die schwere Panzerabteilung 301 mit unterstellter Sturmgeschütz-Kompanie 319 wird Armeereserve ostwärts der Roer so bereitgestellt, dass angriffsweises Eingreifen jederzeit im Abschnitt der Division, besonders in Richtung Jülich und Schophoven gewährleistf ist. Am 30.11. hat die 246.Div. den Abschnitt der 3.Panzer-Grea.Div. den Panzerabteilungen, die zum Teil wieder verstärkt sind, übernommen. |
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